Bei uns ist man ohne Auto aufgeschmissen. Öffentliche Verkehrsmittel wie Bus oder Bahn gibt es nicht und im Ort hier zählen wir schon zu den "Jungen". Taxi wäre dann ab ca. 50 Euro die einfache Strecke zur nächstgelegenen Stadt in ca.20 km zum Rheumadoc wären es dann ca.100 km, Lieferdienste Fehlanzeige, 2x in der Woche kommt ein Bäcker gefahren und 1x der Lebensmittelbus, für das absolut notwendigste. Das war es...was soll ich sagen...ist nicht machbar ohne eigenes Auto.
Wir haben zwar eine echt prima Nachbarschaft. Sie haben die letzten paar Wochen z.Bsp. alles für uns eingekauft. Wenn bei uns alles gut ist, mache ich das auch für sie aber eine Dauerlösung ist das trotzdem nicht.
Ich halte es so, dass ich vor der Verordnung irgendwelcher Medikamente den Arzt informiere und bitte daran zu denken, dass ich fahren muss.
Geht es mal nicht anders, sitze ich fest und mein Mann muss Urlaub machen um mich zu fahren. Auch das geht natürlich nicht ständig...habe ja auf Grund der vielen Erkrankungen jede Woche mindestens einen Arzttermin, dazu kommen Physio und Rehasport. Da ist Fahren echt wichtig. Man muss ja auch was tun um die restlichen Kräfte zu erhalten.
Ich fahre sehr gerne und recht zuverlässig Auto...geht es mir nicht gut, lasse ich es jedoch stehen. Auch da lasse ich es lieber einen Tag mehr stehen, als dass ich was riskiere.
Ich finde da sollte auch jeder selbst entscheiden aber dabei auch immer an die Verantwortung gegenüber anderer Verkehrsteilnehmer usw. denken.
Wie schon geschrieben....es gibt in Deutschland Orte ohne jeglichen öffentlichen Nahverkehr. Das darf man nie vergessen.