Hallo Mako,
herzlichen Willkommen im Club der Spondys...
Ich hab auch eine Spondyloarthritis und bin auch noch ein ziemlicher Neuling auf dem Gebiet. Meloxicam hab ich bereits hinter mir. Meiner Meinung nach haut einen das Zeug ganz schön platt. Ich war wie außer Gefecht gesetzt, nachdem ich es genommen hatte.
Außerdem brauche ich ein Medi, wovon ich im Notfall mehrere am Tag nehmen darf und das geht bei Meloxicam nicht (zumindest laut Packungsbeilage ). Meine Schmerzen kommen im Laufe des Tages nämlich wieder.
Ob Du die Schmerzen lieber ertragen willst, solltest Du selbst entscheiden, aber ich würde mir das ehrlich gesagt nicht antun. Die Tatsache, dass willkürlich ständig irgendwas wehtut, ist schon anstrengend genug und ich finde, wenn etwas uns die Möglichkeit gibt, diese Schmerzen etwas einzudämmen, dann sollten wir das nutzen. Allerdings mit dem richtigen Medikament.
Ich bin bei Cortison und bei Bedarf 600er Ibuprofen hängengeblieben und fahre damit eigentlich ganz gut.
Wie schnell das ganze bei Dir voranschreitet, kann ich Dir nicht sagen. Generell ist das wohl bei jedem unterschiedlich, je nachdem, wie Dein Körper so drauf ist und wie agressiv sich das ganze bei Dir gestaltet. Aber laut Klinik kann man mit einer Spondyloarthritits steinalt werden... das ist doch schonmal was...
Bei mir hab ich eher das Gefühl, dass die Schmerzen ständig ihren Standort wechseln und an unterschiedlichen Stellen unterschiedlich schmerzhaft sind.
Angefangen hat alles in den Händen, ständig waren irgendwelche Gelenke entzündet und steif ... aber selten geschwollen. Den Rücken hatte ich da noch gar nicht in Verdacht... hab die morgendlichen Rückenschmerzen auf meine etwas ältere Matratze geschoben... !
Dann verschwanden die Entzündungen aus den Händen und es fing im Brustbein und den Rippengelenken an ( hab ich bis heute unterschiedlich intensiv ) und seit neustem merke ich ,dass ich beim Essen eine Art Muskelkater oder Krampf in den Kiefergelenken kriege und bei längerem Gehen Hüftschmerzen.
Das ganze läuft jetzt seit ca. 1/2 Jahr und es kommen immer neue kleine oder größere Sachen dazu. Ob das nun schnell oder langsam ist, kann ich irgendwie auch noch nicht so richtig beurteilen.
Ich habe mich anfangs auch nur schwer damit abfinden können, dass ich tatsächlich krank bin. Kann das teils jetzt noch nicht immer. Gerade an Tagen, wo es mir relativ gut geht, schieb ich das weg und denke, alles wird wieder gut. Dass dem nicht so ist, merke ich im nächsten Schub.
Andererseits gibt es hier reichlich Leute, denen es bei weitem viel schlechter geht als mir und deren Prognose auch völlig anders aussieht. Also will ich mich nicht beschweren... achte einfach auf Deinen Körper ( aber nicht zu sehr, sonst macht Dein Kopf irgendwann was er will mit Dir - sprich - alles dreht sich nur noch um die Krankheit und auf einmal tun Dir Stellen weh, die ohne das Grübeln nie einen Piep von sich gegeben hätten.. ) und gib ihm und Dir etwas Zeit, mit der neuen Situation umzugehen.
Wie hast Du Deine Diagnose eigentlich bekommen? Und bist Du seropositiv oder seronegativ? Sei froh, dass Dein Rheumadoc dich gleich ernstgenommen hat. Das ist wirklich viel wert. Der, bei dem ich zuerst war, hat mich direkt in die Psychoschiene gepackt und unverrichteter Dinge wieder nach Hause geschickt. Die Diagnose kam erst einige Wochen später in der Rheumaklinik zu stande... durch ein Knochenszintigramm! Und auch das war noch schnell, wenn ich lese, wie viele hier jahrelang für Simulanten gehalten wurden.
Interessant finde ich, dass auch Du keine Basis bekommen hast. Ich hab schon mehrfach darum gebeten, aber irgendwie wollen die einfach nicht. Gut, als Grund wird mein bestehender Kinderwunsch genannt, aber bei meinem letzten Klinikaufenthalt hatte ich gesagt, dass ich das Thema Kinder auch nach hinten schieben würde für eine anständige Therapie.
Hat Dein Rheumadoc sich irgendwie zum Thema Basistherapie geäußert??
Vielleicht magst ja mal berichten...?
Lg und einen möglichst schmerzfreien Tag wünscht
die Colle