Ernährungsberatung, Eisen & Entzündung
Hallo Allerseits!
Keine Ahnung wie speziell mein Fall ist, aber ich lerne derzeit ständig was neues was ich auch gern weitergebe. Ich renn derzeit von Arzt zu Arzt, was auch sehr viel Geld (vieles zahlt die Kasse nicht, auch habe ich Selbstbehalte, aber dass ist es mir in der Situation klarerweise wert), Zeit & Energie kostet.
Gestern war ich bei einer ausgebildeten Intensiv-/Schmerzmedizinerin die inzwischen auf TCM umgesattelt hat aber eben auch das gesamte Wissen der klassischen Medizin dahinter hat. Die letzte Woche hab ich die Ergebnisse meiner Lebensmittelunverträglichkeitstests bekommen, neue Blutwerte (v.A Rheumabezogen) und in den letzten Tagen hat sich bei mir auch die Erkenntnis durchgesetzt wie heftig ich mit meinen Schwellungen & Schmerzen auf Histamine reagier.
Worauf will ich nun hinaus? Ich habe gewisse Nahrungsmittelunverträglichkeiten (vorrübergehend, ich hatte sie früher nicht) zB auf Bier, Eier, (Kuh)Milch(eiweiß) und Kasein (in _allen_ Milchprodukten, auch nicht Kuhmilch). Noch dazu reagier ich extrem heftig auf Histamin in jeder Form (Nahrungsmittel, aber zB auch ein Wespenstich letzte Woche, woraufhin mir ein paar Stunden später Gelenke die unter 10 mg Kortison und Salazopyrin seit 5 Wochen für ca. 10 Tage ganz ruhig waren, wieder extrem angeschwollen sind - Antihistamine haben die Schwellungen zumindest teilweise recht schnell wieder reduziert, auch wenn ich jetzt noch viel viel empfindlciher auf Essen reagier seitdem. Nun ist bei mir die Theorie dass ich eine (post) reaktive Arthritis auf Grund eines Darminfektes eingefangen hab. Dass passt auch damit zusammen dass der Darm durchlässiger für "Reizstoffe" aus Lebensmitteln ist die er normalerweise nicht durchlässt -> mehr Entzündungen. Mehr Entzündungen bedingen auch mehr Histamine -> ich vertrage Histamine schlechter, und der Darm ist derzeit durchlässiger dafür.
Nun "verbraucht" einerseits die Entzündung nicht nur mehr Eisen, auch kann eine (auch schwachen) Darmentzündungen eine Eisensorbtionsstörung (die Aufnahme von Eisen durch den Darm ist beeinträchtigt) hervorrufen -> meine immer niedrigen Eisenwerte (bekam schon als Kind regelmäßig Eisen) sind noch mehr im Keller.
Liebe Monalie, ich würde an deiner Stelle gegenchecken ob das bei dir nicht vielleicht auch zusammenhängt. Auch die Bauchkrämpfe etc. können übrigens durch Histamine ausgelöst werden!
Wenn du im Gegensatz zu mir Eier und Milch essen darfst ist eine Histaminarme Diät auch gar nicht so schwer. Kein Rotwein/Bier/Sekt, keine Würste, kein alter Käse, kein Sauerkraut, nichts aus Dosen, nichts was nicht wirklich frisch ist, keine Tomaten(!!!!), keine Hülsenfrüchte (Linsen, Bohnen, Erbsen, Soja(!)), kein Weizen(!) (ich vertrag auch keinen Dinkel, deswegen wird's bei mir auch schwieriger Ersatz dafür zu finden), keine Hefe (das ist schwieriger dann Brot zu finden wenn man nicht selber bäckt, aber zB beim DM gibt es hefefreies Knäckebrot), keine Erdbeeren, keine Zitrusfürchte, Ananas, Birnen.... Beim Obst ist es ein bischen schwierig, aber wie gesagt, ich hab das Gefühl wenn man Milch und Eier darf ist's nicht ganz so schlimm. Sollte es mit Histaminen zu tun haben soll man auch sehr viel Vitamin B (hilft auch bei Entzündungen!) und Vitamin C zu sich nehmen.
Ich wünsch dir jedenfalls alles Gute und sollte eine Diät notwendig sein ist dass immer noch besser als Schmerzen! Und vor allem die Unverträglichkeiten können, wenn der Darm sich erholt hat nach ein paar Monaten viel besser werden und man muss beim Essen weniger vorsichtig sein!
froshee