Hallo zusammen,
erstmal großes Lob an dieses Forum.
Erstmal zu meiner Vorgeschichte: ich, weiblich 42 Jahre war eigentlich immer gesund. Nur mit schmerzenden Gelenken/Knochen und Sehnen hatte ich eigentlich schon immer zu kämpfen. Blutuntersuchungen waren immer prima, keine Rheumafaktoren, keine Entzündungszeichen. Somit habe ich die Schmerzen halt lange Zeit unterdrückt. Vor 12 Jahren wurde mir der größte Teil der Schilddrüsen entfernt wegen kalter Knoten. Vor 10 Jahren bekam ich plötzlich starke Bauchkrämpfe und hohes Fieber. Eine ärztliche Untersuchung zwei Tage später ergab aber keine Diagnose. Ein Jahr später dann plötzlich Steifigkeit und Schmerzen am Morgen in den Fingern und Schmerzen in den Fersen. Ich konnte einige Wochen nicht mal die Schnürsenkel zubinden. Besuch beim Orthopäden (Blutuntersuchung/Röntgen) ergab das ich wohl eine durchgemachte Yersinien-Infektion hatte aber ansonsten alles o.k. ist. Schmerzmittel verschrieben und das wars. Mittlerweile wurden auch meine seit nun mehr über 20 Jahren anhaltenden Achillessehnen-Beschwerden immer schlimmer. Die Zeitintervalle mit schmerzfreien Phasen wurde immer kürzer. Vor zwei Jahren ging ich dann zu einem anderen Orthopäden von dem ich dann alle möglichen konservativen Therapien dafür bekam. Ohne Erfolg. Zum Schluß bekam ich dann noch Spritzen entlang der Achillessehne und eine Cortison-Spritze in die Ferse. Im Juni 2005 plötzlich wieder hohes Fieber mit wahnsinnigen Gliederschmerzen. Blutuntersuchung ergab einen 300 fach erhöhten CRP aber ansonsten keine Diagnose. Davon scheine ich mich aber nie richtig erholt zu haben. Kurz darauf bekam ich Herzrhytmusstörungen die ich im Herbst vom Kardiologen abklären lies o.B.. Außerdem hatte ich seitdem einen hohen Puls (120 in Ruhe) und plötzlich auch einen höheren Blutdruck obwohl der bis dato immer sehr niedrig war. Den Puls bekam ich durch Neueinstellung der Schilddrüse in den Griff. Im Oktober 2005 dann plötzlich Schmerzen im Ellenbogen und Unterarm. Diagnose Tennisarm. Dieser wurde wieder mit allen möglichen konservativen Maßnahmen angegangen - ohne Erfolg. Die Achillissehnen-Problematik und die Fersenschmerzen (beidseits) wurden immer schlimmer, so das ich kaum noch laufen konnte. Ich kann seit Oktober keine Nacht mehr durchschlafen wegen der Schmerzen im Ellenbogen die nachts deutlich stärker sind. Mein Orthopäde schickte mich wegen der ständig anhaltenden und therapieresistenten Sehnenansatzentzündungen zum Rheumatologen in die Uni-Klinik nach Erlangen. Dort war ich vor drei Wochen. Vor ein paar Tagen bekam ich dann das Ergebnis. Zitat:
"Leber- und Nierenfunktion im Normbereich, ebenso Blutfette, Zucker und Harnsäure. Auffällig ist eine mäßiggradige Entzündungsreaktion, eine Blutsenkung mit 47 mm/h und einem CRP von 14 mg/l. Immunglobuline sind leicht erhöht (IgG 1710 mg/dl, IgA 614 mg/dl). Die Komplementfaktoren liegen im Normbereich, Rheumafaktoren und Antikörper gegen Citrulin lassen sich nicht nachweisen. Die antinukleären Antikörper liegen bei 1:100 mit Fluoreszenzmuster gegen Golgiapparat. HLA-B27 ist negativ. Das Röntgen der Hände, Ellbogen und Calcaneus zeigt einen kaudalen Fersensporn beidseits, ansonsten unauffällige Veränderungen".
Ich hatte zur Zeit der Untersuchung keinen Infekt oder Erkältung. Bereits im Februar wurde bei einer routinemäßigen Blutuntersuchung leicht erhöhte Leukos festgestellt (weitere Untersuchung im Mai ebenso).
Können die Entzündungswerte im Blut von den Sehnenansatzentzündungen hervorgerufen werden? (mein Hausarzt meinte damals nein)
Ich soll mich in der Klinik in drei Monaten wieder vorstellen. Sollten bis dahin die Werte nicht besser sein und die Beschwerden nicht suffizient einstellbar sein sollte an niedrigdosierte Steroidthearpie gedacht werden. Ist das so o.k.oder sollte schon früher etwas unternommen werden?
Was meint Ihr - könnte ich trotzdem an Rheuma leiden?
Sorry für den langen Text.
Viele Grüße
Dagmar
erstmal großes Lob an dieses Forum.
Erstmal zu meiner Vorgeschichte: ich, weiblich 42 Jahre war eigentlich immer gesund. Nur mit schmerzenden Gelenken/Knochen und Sehnen hatte ich eigentlich schon immer zu kämpfen. Blutuntersuchungen waren immer prima, keine Rheumafaktoren, keine Entzündungszeichen. Somit habe ich die Schmerzen halt lange Zeit unterdrückt. Vor 12 Jahren wurde mir der größte Teil der Schilddrüsen entfernt wegen kalter Knoten. Vor 10 Jahren bekam ich plötzlich starke Bauchkrämpfe und hohes Fieber. Eine ärztliche Untersuchung zwei Tage später ergab aber keine Diagnose. Ein Jahr später dann plötzlich Steifigkeit und Schmerzen am Morgen in den Fingern und Schmerzen in den Fersen. Ich konnte einige Wochen nicht mal die Schnürsenkel zubinden. Besuch beim Orthopäden (Blutuntersuchung/Röntgen) ergab das ich wohl eine durchgemachte Yersinien-Infektion hatte aber ansonsten alles o.k. ist. Schmerzmittel verschrieben und das wars. Mittlerweile wurden auch meine seit nun mehr über 20 Jahren anhaltenden Achillessehnen-Beschwerden immer schlimmer. Die Zeitintervalle mit schmerzfreien Phasen wurde immer kürzer. Vor zwei Jahren ging ich dann zu einem anderen Orthopäden von dem ich dann alle möglichen konservativen Therapien dafür bekam. Ohne Erfolg. Zum Schluß bekam ich dann noch Spritzen entlang der Achillessehne und eine Cortison-Spritze in die Ferse. Im Juni 2005 plötzlich wieder hohes Fieber mit wahnsinnigen Gliederschmerzen. Blutuntersuchung ergab einen 300 fach erhöhten CRP aber ansonsten keine Diagnose. Davon scheine ich mich aber nie richtig erholt zu haben. Kurz darauf bekam ich Herzrhytmusstörungen die ich im Herbst vom Kardiologen abklären lies o.B.. Außerdem hatte ich seitdem einen hohen Puls (120 in Ruhe) und plötzlich auch einen höheren Blutdruck obwohl der bis dato immer sehr niedrig war. Den Puls bekam ich durch Neueinstellung der Schilddrüse in den Griff. Im Oktober 2005 dann plötzlich Schmerzen im Ellenbogen und Unterarm. Diagnose Tennisarm. Dieser wurde wieder mit allen möglichen konservativen Maßnahmen angegangen - ohne Erfolg. Die Achillissehnen-Problematik und die Fersenschmerzen (beidseits) wurden immer schlimmer, so das ich kaum noch laufen konnte. Ich kann seit Oktober keine Nacht mehr durchschlafen wegen der Schmerzen im Ellenbogen die nachts deutlich stärker sind. Mein Orthopäde schickte mich wegen der ständig anhaltenden und therapieresistenten Sehnenansatzentzündungen zum Rheumatologen in die Uni-Klinik nach Erlangen. Dort war ich vor drei Wochen. Vor ein paar Tagen bekam ich dann das Ergebnis. Zitat:
"Leber- und Nierenfunktion im Normbereich, ebenso Blutfette, Zucker und Harnsäure. Auffällig ist eine mäßiggradige Entzündungsreaktion, eine Blutsenkung mit 47 mm/h und einem CRP von 14 mg/l. Immunglobuline sind leicht erhöht (IgG 1710 mg/dl, IgA 614 mg/dl). Die Komplementfaktoren liegen im Normbereich, Rheumafaktoren und Antikörper gegen Citrulin lassen sich nicht nachweisen. Die antinukleären Antikörper liegen bei 1:100 mit Fluoreszenzmuster gegen Golgiapparat. HLA-B27 ist negativ. Das Röntgen der Hände, Ellbogen und Calcaneus zeigt einen kaudalen Fersensporn beidseits, ansonsten unauffällige Veränderungen".
Ich hatte zur Zeit der Untersuchung keinen Infekt oder Erkältung. Bereits im Februar wurde bei einer routinemäßigen Blutuntersuchung leicht erhöhte Leukos festgestellt (weitere Untersuchung im Mai ebenso).
Können die Entzündungswerte im Blut von den Sehnenansatzentzündungen hervorgerufen werden? (mein Hausarzt meinte damals nein)
Ich soll mich in der Klinik in drei Monaten wieder vorstellen. Sollten bis dahin die Werte nicht besser sein und die Beschwerden nicht suffizient einstellbar sein sollte an niedrigdosierte Steroidthearpie gedacht werden. Ist das so o.k.oder sollte schon früher etwas unternommen werden?
Was meint Ihr - könnte ich trotzdem an Rheuma leiden?
Sorry für den langen Text.
Viele Grüße
Dagmar
Ich jammere halt nicht so gerne herum. Aber eigentlich ist das nicht gut! Wir sollten immer sagen, wie schlecht es uns wirklich geht!
Die Rheumatologen stumpfen mit der Zeit ab und wenn man nicht deutlich macht wie schlecht es ist, geschieht nichts.
Man sollte meinen, dass in der Uni-Klinik von Erlangen gute Rheumatologen sind, die wissen was sie tun. Leider hat die Reaktion des Docs auf mich nicht so einen vertrauenserweckenden Eindruck gemacht.