O
O-häsin
Guest
Hallo Ihr alle,
wer von uns mag behaupten, wegen der Heftigkeit des Krankheitszustands oder der seiner Dauer oder wegen des Umstands, von der schnellen Überholspur nun auf der Standspur noch zu langsam zu sein, auch mal (oder häufig) wegen der Ignoranz der Behörden und Ärzte, ihrem Unverständnis und/oder ihrer nervigen Sprüche wegen, dünnhäutiger geworden zu sein. Dazu das Unverständnis, die oberflächlichen, ja mitunter auch dümmlichen Ratschläge aus dem Umfeld, den Freunden, sogar der Familie. Was auch immer uns besonders quält. Da schreit dann unsere Seele irgendwann mal auf und gibt uns zu verstehen: das alles will ich nicht mehr mitmachen. Zu recht?
Was ist passiert? Wir sind doch früher mit diesem und jenem fertig geworden, na ja, jedenfalls besser. Wir sind doch stark. Sind wir es wirklich? Na klar, auch jetzt bemühen wir uns, niemandem einzugestehen, dass wir leiden, dass wir den Anforderungen nicht mehr in vollem Umfange gerecht werden können und ehrlich: manchmal sogar so gut wie nichts hinkriegen. Uns selbst gegenüber nicht einmal. Was würde denn auch unser Ego dazu sagen, hey? Das allein schon geht ja gar nicht. Nichts geben wir zu!
Dabei haben wir fast übersehen, dass die Seele längst zu weinen begonnen hat bei all dem, was ungebeten über uns gekommen ist in Gestalt einer chronischen Erkrankung und im Gefolge all die Einschränkungen und Hindernisse, die zwar mal mehr, mal weniger groß sind, die uns jedoch nie mehr verlassen werden. Und was haben wir schon alles mitgemacht?
Da bricht doch nur verständlich die Maske des Starken an mancher Stelle zusammen. Entweder wir beginnen, der Seele Raum zu geben oder sie nimmt ihn sich. Doch redet die Seele eben in ihrer Sprache, ungeschminkt und ohne Beachtung irgendwelcher Konventionen und Rücksichten, sie weint, sie klagt, sie ächzt, sie schimpft, sie jammert –mit einem Wort: sie sucht einen Weg, all das loszuwerden, was ihr zuviel ist, was sie nicht mehr allein zu (er-)tragen bereit ist.
Wie gut, wenn sie einen rechten Ort findet, nämlich dort, wo sie noch Verständnis, vielleicht sogar Hilfe, erwarten oder zumindest vermuten kann. Der befindet sich dann wohl bei denjenigen, die selbst auch betroffen sind und eben –hier wissend verstehen.
In diesem Sinne: Jammern, Klagen, Schimpfen ist natürlich. Es gehört zur Seelenhygiene und tut der Seele gut.
Mit besten Wünschen allen,
o-häsin
wer von uns mag behaupten, wegen der Heftigkeit des Krankheitszustands oder der seiner Dauer oder wegen des Umstands, von der schnellen Überholspur nun auf der Standspur noch zu langsam zu sein, auch mal (oder häufig) wegen der Ignoranz der Behörden und Ärzte, ihrem Unverständnis und/oder ihrer nervigen Sprüche wegen, dünnhäutiger geworden zu sein. Dazu das Unverständnis, die oberflächlichen, ja mitunter auch dümmlichen Ratschläge aus dem Umfeld, den Freunden, sogar der Familie. Was auch immer uns besonders quält. Da schreit dann unsere Seele irgendwann mal auf und gibt uns zu verstehen: das alles will ich nicht mehr mitmachen. Zu recht?
Was ist passiert? Wir sind doch früher mit diesem und jenem fertig geworden, na ja, jedenfalls besser. Wir sind doch stark. Sind wir es wirklich? Na klar, auch jetzt bemühen wir uns, niemandem einzugestehen, dass wir leiden, dass wir den Anforderungen nicht mehr in vollem Umfange gerecht werden können und ehrlich: manchmal sogar so gut wie nichts hinkriegen. Uns selbst gegenüber nicht einmal. Was würde denn auch unser Ego dazu sagen, hey? Das allein schon geht ja gar nicht. Nichts geben wir zu!
Dabei haben wir fast übersehen, dass die Seele längst zu weinen begonnen hat bei all dem, was ungebeten über uns gekommen ist in Gestalt einer chronischen Erkrankung und im Gefolge all die Einschränkungen und Hindernisse, die zwar mal mehr, mal weniger groß sind, die uns jedoch nie mehr verlassen werden. Und was haben wir schon alles mitgemacht?
Da bricht doch nur verständlich die Maske des Starken an mancher Stelle zusammen. Entweder wir beginnen, der Seele Raum zu geben oder sie nimmt ihn sich. Doch redet die Seele eben in ihrer Sprache, ungeschminkt und ohne Beachtung irgendwelcher Konventionen und Rücksichten, sie weint, sie klagt, sie ächzt, sie schimpft, sie jammert –mit einem Wort: sie sucht einen Weg, all das loszuwerden, was ihr zuviel ist, was sie nicht mehr allein zu (er-)tragen bereit ist.
Wie gut, wenn sie einen rechten Ort findet, nämlich dort, wo sie noch Verständnis, vielleicht sogar Hilfe, erwarten oder zumindest vermuten kann. Der befindet sich dann wohl bei denjenigen, die selbst auch betroffen sind und eben –hier wissend verstehen.
In diesem Sinne: Jammern, Klagen, Schimpfen ist natürlich. Es gehört zur Seelenhygiene und tut der Seele gut.
Mit besten Wünschen allen,
o-häsin


Du sprichts mir voll aus der Seele.