Ein Gläschen Sekt oder Wein zur Feier des Tages an Weihnachten unter Leflunomid?

Dieses Thema im Forum "Klassische langwirksame Antirheumatika" wurde erstellt von Catwoman55, 24. Dezember 2019.

  1. Resi Ratlos

    Resi Ratlos Guest

    Chrissi, das Rauchen ist (unstrittig!) ein Risikofaktor, der neben Anderen die Entstehung von RA und anderen Erkrankungen begünstigt. Das als "Ursache" zu benennen halte ich für gewagt, die Erkrankung gilt als klassisch multifaktorielles Geschehen.
     
  2. Sinela

    Sinela Registrierter Benutzer

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    Nicht nur das Rauchen, sondern auch das Passivrauchen. Dem habe ich nämlich u.a. meine RA zu verdanken!
     
  3. Resi Ratlos

    Resi Ratlos Guest

    Selbstredend ist das Passivrauchen nicht anders zu betrachten, aber auch das ist sicher nicht der einzige Grund für eine RA.
     
  4. general

    general Registrierter Benutzer

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    @Sinela

    Damit holst du jetzt aber sehr weit aus.

    Ich halte das für sehr plakativ!
     
  5. Chrissi50

    Chrissi50 Registrierter Benutzer

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    Außerdem hat mir mein Rheumatologe und unabhängig davon 1 Woche später auch mein damaliger Hausarzt gesagt, dass man grundsätzlich bei Kortison und MTX keinen Tropfen Alkohol trinken soll, nicht mal ein Glas Sekt zur Geburt unsres Enkels. Diese Medikamente vertragen sich nicht mit Alkohol. Auch normales alkfreies Bier sei absolut tabu. Lediglich dieses 0 % -Bier.

    So gehen nunmal die Meinungen - auch die der Mediziner - auseinander.
     
  6. Sinela

    Sinela Registrierter Benutzer

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    Ich denke nicht. Ich hatte das erste Mal ein entzündetes Gelenk als ich bei Yves Rocher gearbeitet habe. Dort durfte seinerzeit noch geraucht werden. Zum Glück hat damals das Medikament, das ich vom Orthopäden bekam, gut angeschlagen und die RA brach noch nicht aus. Da ich kurz darauf - u.a. wegen der Raucherei - den Arbeitsplatz gewechselt habe, fiel dieses Risiko weg.

    Im August 1999 lernte ich meinen damaligen Freund kennen, ich wurde gut in die Clique integriert. Im Winter waren oft bei einem Mitglied der Clique zuhause und alle - außer mir - rauchten. Im März 2000 hatte ich wieder ein dickes Gelenk, im Lauf der nächsten sechs Wochen kamen zwei weitere hinzu. Mein Orthopäde schickte mich gleich zum Rheumatologen - Ergebnis: Ich war an RA erkrankt.

    Natürlich reicht das Rauchen oder Passivrauchen allein nicht aus um an RA zu erkranken, aber es ist bewiesenermaßen etwas, das den Ausbruch fördert, wenn andere Risikofaktoren vorhanden sind.
     
  7. Resi Ratlos

    Resi Ratlos Guest

    Da sind wir uns einig, Sinela. Es gibt Statistiken, die ein um das Vielfache erhöhte Risiko für Raucher zeigen, an RA zu erkranken.
    Außerdem ist statistisch der Verlauf erheblich schlechter und das Ansprechen auf Medikamente (gilt übrigens nicht nur für RA!) ebenfalls.
     
  8. Clödi

    Clödi Registrierter Benutzer

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    @Chrissi50
    Dann darf man auch keine reifen Bananen essen. Die kommen auf 0,6% Alkoholgehalt.
    Das alkoholfreie Bier hat höchstens 0,5%.
     
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  9. general

    general Registrierter Benutzer

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    @Sinela


    auch wenn du in einem betrieb gearbeitet hast, in welchem zu zeitraum x (damals) noch geraucht wurde und du (ich gehe bei dir von vehementer nichtraucherin und antialkoholistin aus) nie vorher genanntes getan hast ist das in keinster weise ein beweis dafür, dass genau das von dir probagierte verhalten anderer auf DEINE ERKRANKUNG zurückzuführen ist. individuen welche sich erklärungsversuche einfach machen mögen anderer meinung sein.

    die unbestreitbare annahme das rauchen als trigger / auslöser mannigfaltiger erkrankungen fungieren kann bleibt davon ebenso unberührt!
     
  10. Chrissi50

    Chrissi50 Registrierter Benutzer

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    Ich weiß. Auch Apfelsaft hat 0,5 % Alkohol. Ich wollte nur sagen, welche Meinungen ich von meinen Ärzten gehört habe.
    Ich entscheide eh selbst. Und wenn ich einen Neuen Wein oder einen Glühwein trinken will, dann tu ichs.
    Aber ansonsten verzichte ich eigentlich aus Prinzip, denn zu leicht kommt man in Versuchung ein zweites Glas.... und das will ich vermeiden. Will meine Leber nicht unnötig belasten. Bin froh, dass sie so tapfer durchgehalten hat, denn sie hat in früheren Camperjahren einiges wegstecken müssen ;)
    Mir schmeckt das 0,0% Bier ganz gut, und ab und zu alkfreien Sekt, und meine Welt ist in Ordnung.
     
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  11. Tiger1279

    Tiger1279 Bekanntes Mitglied

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  12. Gertrud

    Gertrud Registrierter Benutzer

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    Mir wurde damals zum Thema Alkohol gesagt, dass ich durchaus mal (!) ein Gläschen Alkohol trinken dürfe - gerade auch in der Hinsicht, dass ich die Medikamente ja lebenslang nehmen muss. Denn das würde ja sonst im Umkehrschluss heißen, dass ich nun nie wieder Alkohol trinken dürfe!?

    Es ist nun so, dass ich praktisch gar nix trinke - ich muss es nicht haben und eine schöne kalte Diät-Limo schmeckt mir auch. Aber wenn ich denn doch mal will … so wie jetzt über die Feiertage … dann mache ich das auch und dann genieße ich das auch.

    Ich nehme MTX - und sehe da zu, dass ich 1 bis 2 Tage vor und nach der Tabletteneinnahme keinen Alkohol trinke. Dann passt das und da bleiben dann eh nur 3 Tage in der Woche, wo ich ein Glas trinke. Und wenn jetzt der Silvestersekt getrunken ist, dann ist eh wieder ein halbes Jahr Zeit bis zur nächsten Gelegenheit … ;)
     
  13. Gertrud

    Gertrud Registrierter Benutzer

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    ………….…. übrigens finde ich diese Ursachenforschung müßig! Wem nutzt das was? Ob nun frühkindlicher Stress oder ein Vater, der im Auto rauchte … !? Eh alles Schnee von vorgestern - und nicht mehr zu ändern.

    Wenn wir heute sehen, dass wir solche Auslöser meiden bzw. minimieren - bei mir z.B. nur und ausschließlich STRESS - dann ist das schon gut, mehr können wir nicht tun.
     
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  14. hanninanni

    hanninanni Aktives Mitglied

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    Ich denke auch, dass wir doch hauptsächlich darum bemüht sein sollten mit der jetzigen Situation bestmöglichst klar zu kommen.

    Mein Vater sagte immer, an den Zipperlein im Alter haben wir ein Leben lang gearbeitet und damit hatte er sicherlich nicht unrecht.
    Jeder hat doch früher Mal geraucht oder beim Ausgehen über die Stränge geschlagen.
    Andere stressen sich mit der Suche nach der perfekten Ernährung und werden dann durch den Stress krank.

    Im Nachhinein die Ursachen zu suchen stresst doch auch wieder.

    Ein gesundes Gleichgewicht aus vernünftiger Lebensweise und ausreichend Lebensfreude ist m.A. nach der erstrebenswerteste Weg.

    Zumindest hat sich das für mich so bewährt.

    Und weil hier die Ärzte zitiert wurden: Meiner meinte, ein Viertel trockener Roter dann und wann - kann keiner verwehren ;)

    LG
    Inge
     
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  15. Resi Ratlos

    Resi Ratlos Guest

    Und gerade weil wir solche "Auslöser" meiden oder minimieren möchten, finde ich die Ursachenforschung eben nicht müßig.
    Die Kenntnis der Auslöser ist ausschließlich der Ursachenforschung zu verdanken, spielt eine wesentliche Rolle für die künftigen Erkrankten UND für den zu erwartenden Verlauf.
    Insofern können wir durchaus mehr tun - auch wenn das uns selbst nur bedingt helfen mag, ist bedingt auch schon mehr als nichts.
    Ich denke da ein wenig weiter als über den derzeitigen (allgemeinen und eigenen) Horizont......
     
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  16. Resi Ratlos

    Resi Ratlos Guest

    Sinela,

    es tut mir leid, dass du an RA erkrankt bist. Ob das Rauchen wirklich der "Initialzünder" war, wird niemand beweisen oder widerlegen können. Es gibt auch zufällige Koinzidenzen (zusammen auftretende Ereignisse) - letztlich spielt es auch keine Rolle. Ohne Ko(wieder zusammen auftretend!)faktoren wäre es wohl nicht zu der RA gekommen.
    Entscheidend ist, was du damit machst. Und das entscheidest du - da gebe ich dir Recht - selbst; wenn absoluter Alkoholverzicht für dich dazu gehört, ist das nichts, was dir irgend jemand absprechen darf.
     
  17. Sinela

    Sinela Registrierter Benutzer

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    @Resi Ratlos : Natürlich werde ich nie herausfinden, warum ich an RA erkrankt bin, das will ich auch gar nicht, denn selbst wenn ich es wüsste, würde das ja nichts an der Sache an sich ändern, aber mir fielen halt der Zusammenhang Passivrauchen - entzündete Gelenke auf, deshalb nehme ich einfach mal an, dass das Passivrauchen die Krankheit getriggert hat.

    Alkohol hat mir noch nie viel gegeben, deshalb ist es mir auch leicht gefallen darauf zu verzichten als ich damals mit den Medikamenten angefangen habe. Ich möchte meinen Körper einfach nicht zusätzlich mit etwas belasten, was ich nicht zum überleben brauche.

    @general: Ich habe zwei Jahre lang geraucht, von 15-17, danach habe ich zum Glück aufgehört. Ein erneuter Versuch drei Jahre später hat mir die Erkenntnis gebracht, dass mir das Zeug nicht mehr schmeckt, worüber ich im Nachhinein mehr als heilfroh bin! Im übrigen mache ich niemanden einen Vorwurf, weil diese Menschen in meiner Gegenwart geraucht haben. Es war meine Entscheidung, mit ihnen zusammen zu sein bzw. dort zu arbeiten (als mir das zuviel wurde bei Yves Rocher habe ich mir eine andere rauchfreie Arbeitsstelle gesucht).
     
  18. ErikaSt

    ErikaSt ErikaSt

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    Hallo zusammen,
    Der Threads ist schon einige Monate alt - dennoch möchte ich meine Erfahrungen schildern.
    Erstmals diagnostiziert wurde ein entzündliches Gelenkrheuma 01/2006 - zunächst unbekannter Natur.
    Die ersten Jahre hielt ich mich strikt an den Alkoholverzicht. Ging es mir besser, probierte ich kleinere Schlückchen aus - mit den von anderen Usern beschriebenen negativen Auswirkungen.
    Noch einige Jahre später, als es mir noch besser ging, versuchte ich erneut einige Schlucke Wein - mit unerwartet positivem Ergebnis. Ich fühlte mich nicht nur weiterhin gut - sondern hatte am nächsten Tag sogar deutlich weniger Schmerzen. Einen Monat später, beim nächsten 1/4 Glas Weißwein - der gleiche Effekt.
    Sodass ich meinen Arzt fragte, wie er das Erleben einschätzt.
    Er meinte, es gäbe durchaus Studien, die nahelegen, sass Alkohol in niedriger Dosis eine Schmerzreduktion bewirken kann. Generell befürwortet er geringe Mengen Wein - oder auch Bier - wenn kein negativer Effekt entsteht. Insbesondere wenn eine Schmerzreduktion beobachtet wird, betrachte er gelegentlich etwas Alkohol als weniger schädlich als hoch potente Schmerzmedikamente. Die ja auch über die Leber und / oder Nieren verstoffwechselt werden.

    Meine persönliche Konsequenz: wenn es mir psychisch gut geht und das Rheuma sich längere Zeit ruhig verhalten hat - genieße ich 1/4 - 1/2 Glas trockenen Weißwein.

    Ich möchte jede/n ermutigen, die Getränke und Speisen in Maßen genussvoll zu genießen, die einem gut tun. Und stehen zu lassen, was einem nicht gut tut.
    Manchmal ändert sich auch die Bekömmlichkeit, ohne einen Grund zu erkennen. So vertrage ich den früher bevorzugten lieblichen Wein nicht mehr.

    Gruß Erika
     
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  19. Chrissi50

    Chrissi50 Registrierter Benutzer

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    Man darf dabei jedoch nicht die Medikamente aus den Augen lassen, denn manche Medikamente vertragen sich mit Alkohol garnicht. Mir ist das zu riskant.
     
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