Hallo,
schön, dass du Dich ehrenamtlich engagieren möchtest. Leider tun das viel zu wenige.
Auf Druck vom meinem Rheumatologen habe ich vor ein paar Jahren ein Treffen einer Selbsthilfegruppe besucht. Dort wurde ich sehr herzlich aufgenommen und ich habe mich gleich sehr verstanden und geborgen gefühlt. Kurze Zeit später mußte der Gründer dieser Gruppe sich einigen Op´s unterziehen und da ich nicht wollte, dass alles auseinanderbricht, habe ich die Gruppe einfach weitergeleitet. Vor einem Jahr habe ich noch eine Gruppe für Psoriasis-Arthritispatienten gegründet. Mit sehr großen Zuspruch.
Es macht mir riesig viel Spaß, auch wenn es viel Zeit kostet.
Da ich aber nach meiner Umschulung berentet wurde, musste ich etwas tun. Ich bin nicht in Rente, weil es mir zu schlecht zum Arbeiten geht, sondern weil ich mit 50 und chronisch krank keine Chance auf dem Arbeitsmarkt hatte.
Bezahlt wirst du leider nicht. Du kannst, wenn eine Selbsthilfegruppe ein Jahr besteht, Fördermittel bei den Krankenkassen beantragen. Damit kann man alle anfallenden Kosten, wie Porto, Fahrtkosten, Fachliteratur etc. betreiten.
Meine Gruppenmitglieder sind meist noch jünger und teilweise berufstätig.
Ihnen kommen meine Kontakte und Erfahrungen mit Integrationsfachdienst und Arbeitsamt zu Gute. Deshalb habe ich auch diese Schwerpunkte in meiner Arbeit gesetzt. Angebote für Ältere gibt es meiner Meinung nach, in der Rheuma-Liga genug.
Es wäre wirklich schön, wenn Du Lust hättest etwas Ehrenamtliches zu machen.
Liebe Grüße
Nina