Hallo Schnullerdevil habe etwas gefunden.
Gute Besserung.
Düsi
Bandverletzungen am Sprunggelenk
Anzeige des Textes im Navigationsrahmen
Entstehung
Bandverletzungen am Sprunggelenk gehören zu den häufigsten Verletzungen der unfallchirurgischen Praxis. Sie entstehen meist durch Umknicken. Im Alltag erfolgt ein Umknicken auf unebenem Boden, auf Treppenstufen oder an Bordsteinkanten, im Sport durch unkontrollierte Bewegungen oder durch Zusammenprall mit einem Gegner. 15-20% der Sportverletzungen sind im Sprunggelenk lokalisiert. Besonders verletzungsträchtig sind die Ballsportarten, in erster Linie Fußball. Für das Verletzungsmuster ist es entscheidend, ob das Umknicken nach innen (Supination) oder nach außen hin (Pronation) erfolgt.
Anatomie
Das Sprunggelenk wird in ein oberes und ein unteres Sprunggelenk eingeteilt.
I. Verletzungen im oberen Sprunggelenk
Das obere Sprunggelenk besteht aus dem unteren Schienbeinende als tragende Gelenkfläche, dem Innen- und dem Außenknöchel als Führung und dem Sprungbein. Das Sprungbein (Talus) führt in der Knöchelgabel Scharnierbewegungen nach oben und unten, sowie in geringem Maße Drehbewegungen aus. Die erforderliche straffe Verbindung für eine funktionelle Stabilität wird durch Bänder erreicht.
3 Gruppen von Bändern sind hierbei bedeutsam:
der Außenbandkomplex,
der Innenbandkomplex,
die so genannte Syndesmose (eine Bandverbindung zwischen Schienbein und Wadenbein).
1. Bandverletzungen an der Aussenseite des oberen Sprunggelenkes
ZERRUNG oder RISS, das ist hier die Frage!
Entstehung
Der Patient ist mit dem Fuß im Sprunggelenk nach innen hin umgeknickt. Diese Verletzung geschieht sehr viel häufiger im oberen als im unteren Sprunggelenk. Sie führt zu Schädigungen an der Sprunggelenksaußenseite.
Klinik
Alle Verletzten klagen über Schmerzen im Sprunggelenk bei Belastung. Manche können gar nicht mehr auftreten. Um die Spitze des Außenknöchels besteht meist eine Schwellung, die sich blutergussbedingt auch bläulich verfärben kann.
Manche Verletzte berichten, sie hätten ein Nachgeben im Sprunggelenk verspürt, als sei „etwas gerissen“, andere berichten über ein „Knacken“ und befürchten das Vorliegen eines Knochenbruchs.
Anatomie
Der Bandkomplex an der Außenseite des oberen Sprunggelenkes besteht hierbei aus drei Anteilen. Es sind das Ligamentum fibulotalare anterius (FTA), das Ligamentum fibulotalare posterius (FTP) und das Ligamentum fibulocalcaneare (FCA). Die lateinischen Namen dieser Bänder geben dabei den Verlauf vom Außenknöchel des Wadenbeins (Fibula) zum Sprungbein (Talus) bzw. Fersenbein (Calcaneus) an.
Abbildung: Der Außenbandkomplex mit seinen drei Anteilen:
Ligamentum fibulotalare anterius (FTA),
Ligamentum fibulotalare posterius (FTP) und
Ligamentum fibulocalcaneare (FCA)
Diagnostik
Zunächst wird der Arzt den Patienten nach dem Unfallhergang fragen, weil sich daraus bereits Hinweise auf das Verletzungsmuster ergeben. Außerdem kann die Dokumentation des Unfallgeschehens durch den Arzt später für die Beantwortung versicherungsrechtlicher Fragen von Bedeutung sein.
Bei der Untersuchung prüft der Arzt druckschmerzhafte Punkte und die Stabilität im oberen Sprunggelenk. Hierbei wird der Fuß in der Knöchelgabel seitlich nach innen gekippt (Taluskippung) und der Fuß bei Rechtwinkelstellung im oberen Sprunggelenk nach vorne gezogen (Talusvorschub).
Als Kriterien für die Diagnose Außenbandruptur werden in der Regel eine Taluskippung von mehr als 8 Grad und ein Talusvorschub von mehr als 8 mm angesehen.
Bei der Röntgendiagnostik müssen zunächst knöcherne Verletzungen (Brüche, knöcherne Absprengungen) ausgeschlossen werden. Wenn diese nicht vorliegen, werden meistens so genannte gehaltene Aufnahmen angefertigt:
In einem Apparat, dessen Aussehen an einen Schraubstock erinnert, werden die zuvor vom Arzt durchgeführten Stabilitätsprüfungen unter messtechnischen Bedingungen wiederholt und somit standardisiert. Der Fuß wird unter definierter Kraftanwendung (z. B. 10 Kilopond) im Halteapparat in der Knöchelgabel nach innen gekippt und nach vorne gezogen. Sind die Bänder zerrissen, so kommt es zu einer deutlichen Verbreiterung des Spaltes zwischen Schienbein und Sprungbein in der Röntgenaufnahme. Beim Gesunden wird diese Verbreiterung normalerweise durch intakte Bandstrukturen verhindert. Die gehaltene Aufnahmen dienen also dazu die Intaktheit der Bänder, die selbst in der Röntgenaufnahme nicht sichtbar sind, unter Stressbedingungen zu prüfen.
Die apparative Durchführung der gehaltenen Aufnahmen wurde aus zwei Gründen entwickelt: Zum einen um die Kraftaufwendung im Sprunggelenk in einer Maßeinheit (KP) genau angeben zu können und hiermit vergleichbar zu machen. Zum anderen musste vor Einführung des Apparates die Stabilitätsprüfung vom Arzt unter Röntgendurchleuchtung vorgenommen werden, was zu einer häufigen Röntgenbelastung für die Arzte führte.
Hoffe du kannst etwas damit anfangen
Liebe Grüßle Düsi