@hallo gissmo,
erstmal kann ich dich verstehen, wenn du eine solche injektion aus dem bauchnheraus ablehnst.
cortison ist nun mal auch als injektion ein bretterknaller.
ich möchte dazu einiges schreiben, was me.n.beachtens- und wissenswert dazu ist, auch wenn es
etwas länger geworden ist:
diese injektion sollten nur max 3 mal im abstand von 4-6 wochen pro jahr gegeben werden. andererseits
kann es zu ev.schäden an kapseln, sehnen und bänder kommen. so dass diese ggf. dünn werden oder
reisssen bzw. an oder ein-reissen können. wer eh schon solch schwache organe hat, sollte gut aufpassen!
bitte immer den doc auch danach fragen, falls ihr solche probleme habt. ob das dann wirklich sinn macht.
wenn ihr es nicht wisst, trotzdem fragen! immer unter beachtung der folgeschäden, die auftreten könnten.
dabei solltet ihr
auf folgendes achten, dass der doc
-die injektionsstellen gut einsprüht, ca 30 sec wartet bevor er iniziert
-nach möglichkeit die injektionsstelle vorher gut abdeckt, die stelle steril abdeckt, mit kleinem loch in der
mitte im tuch, offen sichtbar)
-das tragen von handschuhen versteht sich von selbst
-nach der injektion unbedingt die wunde abdecken z.bsp. mit pflaster , vermeiden von infektion im körper
da das wie eine offene wunde bzw. eingriff zu behandeln ist. pflaster 24 stunden drauf lassen.
hierbei wird z.bsp.
Lipotalon (Cortison)oft mit einem
lidocain lsg.(lokalanästhetikum z.bsp.
xylocitin, procain)
verwendet. das lokalanästheikum dient der schmerzlinderung.
cortison ist eine
(kristallineweiss)weisse-milchige flüssigkeit und gelangt beim injizieren durch die oft kleine
dünne kanüle, um die kleinen gelenke, dünnen nerven, sehnen oder den engen gelenkraum zu erreichen.
das
lokalanästhetikum betäubt beim einspritzen das
umliegende gewebe und den bereich wo das cortison
hin soll. damit hat man am anfang
nach der injektion meist eine r
asche und spürbare schmerzlinderung,
die aber wieder mehr werden kann, nicht muss.
das cortison so eingebracht, wirkt auch genau an der stelle, wo das übel sitzt. somit muss es nicht erst den
magen-darm-trakt passieren und kann so sofort und gezielt wirken. daraus resultiert oftmals die schnelle
wirkung und linderung. zusätzliche therapeutische massnahmen wie physio, kg,manuele therapie können
die heilung gut beeinflussen.
hier sollte man dem medikament einige tage zeit geben um richtig zu wirken. die entzündungen und
schwellungen können nicht gleich von 100 auf 0 zurückgehen. das geht nur sehr langsam. somit kann es
sein, dass man ggf. nach einigen tagen
keine wirkliche linderung verspürt.
bitte die behandlung nicht anzweifeln oder abbrechen! geduld und nochmals geduld sind hier gefragt.
so wird der arzt ggf. die behandlung damit 2-3 mal wiederholen.
ich weiss was das bedeutet und kann da aus jahrelanger cortisoninjektionserfahrung, sehr wohl
nachvollziehn und nachfühlen, wie es ist, wenn die schmerzen anhalten. habe mich manchmal verwünschen
mögen, im kreis gedreht und mehr wie verzweifelt, die schmerzen waren und sind teilweise so schlimm,
schlimmer gehts nicht.
euer körper benötigt zeit. schmerzen, schwellungen und entzündungen die lange da sind, hat sich euer
körper gut gemerkt. sie können nicht von heut auf morgen auf diese art und weise verschwinden.
hinderlich dabei sind dann auch tägliche belastungssituationen. durch viel bewegung, gewicht oder druck.
leider lassen sich diese nicht immer vermeiden. wie z.bsp. gehen an unterarmstützen. dann ist das ergebnis
oft nicht so, wie erhofft und die wirkung dauert viel länger, bis sie eintritt
sind die schmerzen weiterhin so stark, dass es gar nicht mehr geht, dann vorher zum doc. er wird euch
ggf. ein geeignetes schmerzmedikament, ein nsar(entzündungshemmer)oder eine kombination aus beiden
zur linderung verordnen. physiotherapie und eine ev.nruhigstellung unterstützen die therapie. bitte nicht die
4-6 wochen mit schmerzen ausharren und glauben man darf nicht vorher wieder zum doc!
leider häufen sich berichte, dass ärzte einmal im quartal behandeln und dann den patienten mit worten wie:
"kommen sie ja nicht wieder in diesem quartal!" nach hause schickt!
das ist verantwortungslos und nicht im sinne des patienten un der kk. ärzte sind verpflichtet euch soweit zu
versorgen,dass ihr normal mit den ev.schmerzen bis zum nächsten termin aushalten könnt.
lasst euch nicht abwimmeln! lehnt er eine "akut" behandlung ab und dazu gehören starke schmerzen, dann
wendet euch sofort an eure krankenkasse! gleich in der praxis vor ort! ruft an und sagt denen um was es
geht. ihr seid schneller im behandlungszimmer als ihr denkt!
ein injiziertes gelenk mit cortison, hautareal, körperteil sollte ev.
ruhig gestellt, aber auch
nicht übermässig
belastet werden. ein gesundes mittelmass wäre gut.
meine cortisonscarriere an injektionen mit cortison begann 1988 mit injektionen ins re handgelenk, wo die
ärztin, aber zu dem zeitpunkt null ahnung von rheuma und deren faszetten hatte. mich nicht weiter behandelte,
mit den worten:"nun stellen sie sich mal nicht so an!das muss weg sein!" wars aber nicht, ich war 28...
weiter ging es dann 1992 mit meinem neuen hausarzt, auch chirurg, und einer akuten re schulter. seine
liebevollen worte dazu " -das waren sie wirklich-und ein verdammt junger arzt

"das bekommen wir mit 3 cortisonsinjektionen, wieder hin!"
denkste! aber er hat, nach dem der zyklus
durch war, mich dann zum facharzt überwiesen! eine weise entscheidung. u

nd er ist noch heute mein
hausarzt!

und spritzt wie ein junger gott!
trotzdem, habe ich gelitten ohne ende und etliches durchgemacht. nur "3 spritzen" waren es in 24 jahren
nicht mehr. ich habe aufgehört zu zählen. waren es inzwischen 70, 80...ich weiss es ehrlich nicht (mehr)
solang das cortison noch seine wirkung zeigt, bleibt mir die geplante schulterprothese für die re schulter
noch erspart. seit 5 wo bekomme ich nun ins isg, re und links, ebenso injektionen mit cortison.
mein jetziger doc, der unwarscheinlich viel feeling beim spritzen entwickelt, geht von etwa 14 tagen
schmerzlinderung in beide schultergelenken aus. derzeit bekomme ich alle 4-6 wochen injektionen. dies
ist eine invasive, unübliche behandlung und in keinem fall zum nachmachen vorgesehen und empfohlen!
das ist eine absolute ausnahme und wir haben das intensiv besprochen. aber meine schultern sind beide
stark eigeschrenkt und geschädigt. die therapiemöglichkeiten rundrum ausgeschöpft und diese invasive
cortisonbehandlung. für mich ein seegen, die schmerzen so einigermassen in schach zu halten und
entzündungen zu reduzieren. leider gehe ich ständig an unterarmgehstützen, die das übel noch vergrössern.
keine frage, die injektionen werden nicht mehr ewig die behandlungsmöglichkeit zumindest für die
schulter(n)sein.
gissmo, versuch dich mit dem gedanken anzufreunden. wenn du mekst, dass das so gar nicht das ist,
was geht, musst du das nicht weiter machen.
wünsche allen geplagten viel erfolg bei ihren cortisionsinjektionen und mögliochst recht eine baldige
schmerzlinderung und hoffentlich auf dauer.
saurier