Eine Anmerkung - und dann will ich dazu auch nichts mehr sagen - am Rande:
jegliche Impfwirksamkeit und auch Nebenwirkung kann ausschließlich im Verlauf der Anwendung einer wie auch immer gearteten Substanz und über längere Zeit erst wirklich und halbwegs abschließend beurteilt werden. Das gilt übrigens auch für alle nach jahrelangem Zulassungsprozess etablierten Substanzen, die NICHT einer Impfung dienen, also all unseren schönen Rheumamedikamenten. Bestes Beispiel: Kineret, das ursprünglich für die Behandlung der RA zugelassen wurde und sich NIE etabliert hat, weil es nicht gut gegen die RA wirkt.
Letztlich hat jeder von uns dann die Wahl: reales oder befürchtetes Risiko der Impfung gegen reales oder befürchtetes Risiko der Erkrankung - das kennen wir schließlich individuell auch nicht.
Des Menschen Willi......, äh, Wille
Was die Impfung gegen Corona angeht, ist das eine Frage der grundsätzlichen Haltung: jeglicher medikamentöser Wirkstoff wurde an Menschen erprobt, die das Risiko - zwar freiwillig, aber auch zweifelsohne mit einem gewissen Mut und oft auch Pioniergeist - eingegangen sind. Wir alle profitieren davon und sollten das vielleicht nicht ganz vergessen.
Selbstredend kann niemand zu irgend etwas gezwungen werden, aber der Volksmund spricht darüber sehr schön "wer den Bär waschen will, muss ihn dafür (geht leider nicht anders) auch nass machen"....oder eben schmutzig lassen!
Wie geneigte User*innen das gerne für sich regeln möchten, bleibt ihnen in aller Komplexität und selbstverständlich auch in Zukunft selbst überlassen.
Was das beschleunigte Zulassungsverfahren angeht: wie hätten wir es gerne? Wir wollen keinen Lockdown, wir wollen möglichst wenig Einschränkungen vor Allem der persönlichen, aber auch der allgemeinen Freiheit, wir wollen gesund bleiben, unsere Kinder und Enkelkinder sollen weiter Kita und Schule besuchen dürfen, wir wollen ein funktionierendes Gesundheitssystem mit immer verfügbarer Versorgung durch allseits aufopfernd engagierte, empathische, nimmermüde, zwar maximal gefährdete, aber am besten naturimmune, dauerbienenfleißige Menschen in der Versorgungskette (wer denkt an deren Wohlergehen? Klatschen auf dem Balkon hilft da herzlich wenig....) UND wir wollen am Ende der Kette einen absolut sicheren, vollständig ausgetesteten Impfstoff (den zu nutzen wir für uns selbst noch nicht entschieden haben), damit Corona bald kein Angstgegner mehr ist, selbstverständlich nicht mit uns als "Versuchskaninchen" (das sollen doch Andere machen.....) - also eigentlich einfach alles, was wir für gut befinden. Das halte ich persönlich für unrealistisch und im Kern auch - bei allem Verständnis für Ängste - für ziemlich kurz gesprungen und egoistisch.
Das mag gepoltert klingen, meine ich aber aus gutem Grund ernst und nicht böse; gerne dürft ihr mich hauen, aber vielleicht denkt ja trotzdem mal der Eine oder Andere darüber nach.