ich kann deine abscheu vor den krassen medikamenten gut verstehen. die hatte ich auch bzw. habe sie noch. doch ich habe die erfahrung gemacht, dass es leider ohne sie nicht geht.
ich habe ganz am anfang ganze 1,5 jahre ohne rheumamedis "ertragen". aber es war eben nicht zu ertragen. ich dachte, wenn ich will, dann schaffe ich es auch ohne die schulmedizin. habe sehr viel über die ernährung geregelt, was z.T. sehr krasse erfahrungen waren. (z.B. schweinespeck- davon bekomme ich sofort nen schub. bin mittlerweile vegetarierin) bin zu ner naturheilpraktikerin die mir wöchentlich irgendwelche spritzen gegeben und mir erzählt hat, dass es besser wird. wurde es aber nicht; im gegenteil.
dann hab ich die naturheilpraktikerin gewechselt (nur wegen eines umzugs) und die hat die notbremse gezogen und mich an eine gute rheumatologin überwiesen. es ist wichtig, dass du nen arzt hast dem du vertrauen kannst. dann kannst du ihm auch von deinen bedenken erzählen und wenn er gut ist wird er darauf eingehen.
ich weiß mittlerweile, dass es für mich das beste ist, schulmedizin mit naturheilkunde zu kombinieren. aber ausschließlich-nie wieder. ich habe höllenqualen durchgemacht. und bei rheumatoider arthritis ist es besonders wichtig, sie so schnell wie möglich nach der diagnosestellung zu behandeln! das ist jedenfalls etwas, das ich sehr bereue mittlerweile.
an naturheilkundlichen dingen gibt es ne menge was du ausprobieren kannst. brennesseltee oder teufelskralle (eine wurzel - super bitter, als tee) oder auch akupunktur.
was ich dir auf jeden fall empfehlen würde, ist, zum ergotherapeuten zu gehen. da lernst du, welche bewegungen du lieber nicht mehr machen solltest weil sie deine gelenke zu stark belasten und wie du mit muskeltraining zB. deine handmuskulatur stärkst. (wenn du deine hände nicht mehr so bewegen kannst wie früher bauen sich die muskeln schnell ab). wenn der arzt es nicht anspricht, dann frag ihn ruhig nach einer überweisung zur ergotherapie.
an dieser stelle

denke, liegestützen sind für deine handgelenke nicht gerade das beste. ich habe früher sooooooo gerne handstand gemacht - meine handgelenke mögen das jetzt gar nicht mehr...)
und zur mtx-einnahme: ich selbst esse vorher so lang wie möglich nichts. sonst wird mir übel. also nehme ich es immer mitten in der nacht, bevor ich ins bett gehe).aber das scheint bei jedem anders zu sein. also: ausprobieren.
das mit dem ananassaft werde ich allerdings mal ausprobieren, auch wenn ich noch nichts an denmundschleimhäutren hatte. aber vorbeugen ist besser.....
machs gut. wie gehts dir denn jetzt so?
viele grüße