Hallo!
Es ist etwas unüblich, bei jungen Leuten chemische oder radio Synoviorthese durchzuführen!
Vielleicht hat dir deshalb noch niemand geschrieben.
Eigentlich führt man eher eine operative Gelenkschleimhautentfernung durch. Die geht auch endoskopisch und ist ungefährlicher fürs Gelenk.
Aber ich will trotzdem etwas zum Ablauf schreiben:
Das behandelte Gelenk wird sorgfältig mit alkoholischer Desinfektionslösung gesäubert. Danach erfolgt die Punktion des Gelenkes (meist großes Gelenke). Alles natürlich ganz steril!
Nachdem der Gelenkerguss abgesogen wurde, spritzt der Arzt mit der gleichen Nadel ein lokales Betäubungsmittel.
Anschließend wird das Verödungsmittel injiziert, wovon man nichts mehr spürt, weil ja das Betäubungsmittel schon wirkt! Etwas drücken tut es beim Einspritzen, aber das ist wirklich nicht schlimm ; )
In der Folgezeit kann es vorübergehend zu einer Befundverschlechterung (Rötung, Schwellung, Schmerzen) des Gelenkes kommen, verursacht durch eine Begleitentzündung und die Abbauprodukte der Gelenkschleimhaut.
(Und genau hier ist der Punkt, wo sich die Geister scheiden, denn viele Rheumatologen machen diesen Eingriff bei Kindern und Jugendlichen nicht, weil es durch die Begleitentzündung und die Abbauprodukte zu einer schädigenden Wirkung auf den Gelenkknorpel kommen kann!)
Noch auf dem Tisch wird das Gelenk gut durchbewegt, damit der Wirkstoff auch überall hin gelangen kann. Danach heißt es dann aber absolute Ruhighalten.
Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig weiter helfen, auch wenn ich fürchte, dass ich die Angst nicht nehmen konnte...Ich selbst bin auch erst 22 Jahre jung und KEIN Verfechter von Chemosynoviorthese oder Radiosynoviorthese!
Denkt einmal über die minimal invasive Op zur Gelenkschleimhautentfernung nach...bei Fragen helfe ich auch gerne weiter, da ich diese schon öfter hab machen lassen ; )
Viele Grüße!
Stefanie