Hallo Resi Ratlos,
Der oft gewählte Vergleich von Alkohol und Cannabis hinkt übrigens insofern in der Diskussion (Stichwort Suchtmittel), als Alkohol ja nicht - außer als Bestandteil in Medikamenten und da in nicht suchtauslösenden Mengen - auf Kassenrezept erhältlich ist.
Ich habe lange überlegt, ob ich darauf antworte. Solange wie Cannabis als Suchtmittel abgestuft wird, werde ich den Vergleich heran ziehen. Daran wird nämlich die Legalisierung festgemacht. Leider. Die medizinische Verwendung steht leider im Hintergrund.
Hier mal ein interessante Bericht:
http://m.aerzteblatt.de/print/127598.htm
Dort wird auch auf Wechselwirkungen Medikamenten und Cannabinoiden die in der Leber oder Niere entstehen hingewiesen. Viele Ärzte wissen dieses nicht. Auf Wechselwirkungen werden die Hauptbestandteile von Medikamenten getestet, nicht aber aber auf deren Abbauprodukten.
Darüber hinaus macht die Menge das Gift. So hoch dosiert das als Anwendung gegeben wird zur Zeit, kann das auch nicht funktionieren. Auch die Pflanzen, sprich Hanfsorten, die es auf Rezept gibt, sind eigentlich Ausdruck des Unsinn des Verbotes für Cannabis. Die meisten Pflanzen sind derat hoch gezüchtet, also mit THC angereichtert, da geht es nur um den "High-Zustand". Das dann als medizinischen Hanf zu deklarieren ...? Weil es verboten ist, muss man dann viel mit wenig erreichen.
Warum da nicht genauer geforscht, liegt am lieben Geld. Die Hanfpflanze kann sich kein Unternehmen patentieren lassen. Da liegt dann auch ein Problem. Das nächste Problem: Die Wissenschaft versucht es auf wenige Faktoren zu reduzieren. Kann das bei Rheuma klappen? Nein! Biogenica wurden als Wundermittel gepriesen. Und ist es das Wundermittel? Für einige ja. Für mich war es mehr der Horror. Aus einmal Bluthochdruck und Herzprobleme. Gab laut Arzt aber kein Zusammenhang. Merkwürdig nur, das nach dem Absetzen sich das wieder normalisiert hat.
Bei den gängigen Schmerzmitteln sind gerade bei Dauereinnahme mit erheblichen und zum Teil schwerwiegenden Nebenwirkungen zu rechnen. Zudem wird meist die Ursache nicht bekämpft. Von der Suchtgefahr mal ganz abgesehen, die totgeschwiegen wird, weil ja auf Rezept! Gerade für uns Rheumels sind diese Mittel meistens die erste Wahl. Also Schmerzmittel der Klasse II oder III. Bei Opiatschmerzmitteln ist die Suchtgefahr um ein vielfaches höher, das Opiate körperlich sehr schnell abhängig machen. Beim Cannabis sieht das nun mal anders aus.
Bei andauernden Scmerzen gesellt sich ja gerne die Deprission dazu. Viele Antideprisiva haben ähnliche Wirkmechanismen wie Cannabis (THC). Diese werden in recht hohen Konzentrationen verabreicht. Auch hier besteht die Suchtgefahr. Körperlich wie seelisch. Auch hier stellt sich die Frage, sollte man nicht eher auf Stoffe setzen, die der menschliche Körper besser kennt, weil er die zum Teil selber produziert? Stichwort Endo-Cannabinoide!
Gruß kreimue