Cannabis bei chronischen Schmerzen

Dieses Thema im Forum "Sonstige Medikamente und Schmerztherapie" wurde erstellt von laface, 6. Februar 2015.

Status des Themas:
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  1. Frau Meier

    Frau Meier Guest

    @laface

    Pardon, wenn ich da gegenhalten muss: für TNF-alpha-Blocker gibt es eine ausgezeichnete Evidenz und eine klare Rationale.

    Das kann man für Cannabis und seine spezifische Wirkung kaum behaupten. Es fehlt an überzeugenden Studien - die gibt es bis dato vor Allem für den Einsatz gegen Spastiken bei MS!
    Außerdem sind auch beim Einsatz von Cannabis nicht ganz unerhebliche Nebenwirkungen und Kontraindikationen zu bedenken....
     
  2. Lagune

    Lagune Registrierter Benutzer

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    Frau Meier, aber früher war es ganz normal das Cannabis in der Medizin eingesetzt wurde, sind das nicht genug Erfahrungen ? Leider missbrauchten es dann Menschen für Rauschzwecke und erst dann wurde es verboten.
     
  3. laface

    laface Registrierter Benutzer

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    Hallo,

    @Frau Meier,

    nur ganz kurz da ich gerade mit dem Handy tippe.

    Warum wußte ich, dass wenn ich Tnf anspreche gleich eine Reaktion ausgelöst wird ; -)

    Ich möchte jetzt keine Diskussion von Nebenwirkungen der TNF Alpha Medis aufmachen. Diese waren in meinem Fall nicht unerheblich und ich selbst mußte ganze 3 verschiedene deswegen absetzen.

    Wie dem auch sei.

    Ich meinte den Vergleich vom Kostenfaktor her. Nicht bezüglich auf Wirkung und Nebenwirkung.

    Vor etwa 12 Jahren wollte mir kein Rheumatologe Tnf verschreiben. Viel zu teuer hieß es.
    Meine Erkrankung schritt immer weiter fort und Tnf wurde erst letztes Jahr getestet. Zu spät, da einige irreparable Schäden nun vorhanden sind.

    Heute ist Tnf schon Standard mit etwa ein paar 1000 Euro vierteljährliche Begandlungskosten.
    Nicht falsch verstehen!
    Ich begrüße diese Entwicklung von Tnf als Therapie Option und daher würde ich auch eine Kassenleistung von medizinischen Cannabis begrüßen. Diese Kosten wären durchaus vertretbar, wenn dadurch vielen chronisch Kranken geholfen werden kann.

    Meine subjektive Meinung.

    Grüße
    laface
     
    #23 13. Februar 2015
    Zuletzt bearbeitet: 13. Februar 2015
  4. TriBo

    TriBo Registrierter Benutzer

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    Hallo,
    @lukas90: also meine Apotheke hat mir auch bestätigt, dass die Cannabisblüten auf unbestimmte Zeit nicht lieferbar sind. Ich darf derzeit 15 gr im Monat beziehen. Bediol nehme ich gegen Entzündungen, Bedrocan gegen Schmerzen.
    Wie viel Gramm bekommst du pro Monat? Bist du auch bei Dr. Grotenhermen oder bei einem anderen Arzt? Wenn ja, welche Fachrichtung hat der Arzt und war er sofort aufgeschlossen?
    Da die Bundesregierung unbedingt dem Urteil des BVG zum Eigenanbau entgehen will, soll Cannabis für Ausnahmepatienten ab dem 01/2026 bezahlt werden. Allerdings, sollte Bedrocan weiterhin Lieferengpässe haben, werden wieder Patienten auf Eigenanbau Klagen. D.h. sie werden um die Gründung einer Cannabisagentur+Anbau durch Unternehmen nicht herum kommen. Das würde sehr wahrscheinlich mehr Sorten bedeuten vllt sogar Cannabisöl.

    @Frau Meier: natürlich haben die Biologika als solches einwandfrei evidenzbasierten Studien, die die Wirksamkeit belegen. Aber man sollte auch die zum Teil schweren NW und die hohen Preise berücksichtigen. Dennoch gibt es für medizinisches Cannabis einige randomisierte Studien zu unterschiedlichste Erkrankungen auch bei RA siehe hier http://www.cannabis-med.org/german/studies.pdf. Da ich selbst Orencia bekomme und alle Biologika außer Roactemra und MabThera durch habe, denke ich kann ich mir ein Urteil erlauben! Viele Biologika bleiben bei RA Patienten wirkungslos inkl. Heftiger NW!

    @laface: Ich habe mir Cannabisblüten aus der Apotheke auf Reserve gelegt, so dass ich hoffentlich über den Engpass komme. Ja ich zahle 15,75 €/gr.

    lg
    TriBo
     
  5. lukas90

    lukas90 Neues Mitglied

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    Ich bin auch überzeugt von das die blocker funktionieren. Keine fragen, leider habe ich damit nur schlechte Erfahrung gemacht und würde das zeug nie wieder nehmen. Ich habe einen Schock erfahren dem man nur entgegenwirken konnte, weil ich noch in der Praxis und der Arzt sofort zur stelle war....

    Sowas vergisst man nicht..

    Viele Grüße
     
  6. Frau Meier

    Frau Meier Guest

    @laface

    Ich kann Deine Meinung gelten lassen; ob Cannabis dann wirklich so vielen chronisch Kranken helfen würde (ausreichend helfen würde!), bleibt zu hinterfragen und ist bisher nicht gut belegt.


    @Lagune

    Du darfst gerne für Dich ganz persönlich entscheiden, ob das genügend "Erfahrungen" sind. Für eine allgemeine Etablierung ist das m. E. zu wenig, zumal nicht nur die missbräuchliche Anwendung (und die sicher auch nicht nur bei Cannabis) ein bis dato ungelöstes Problem ist.
    Wir beide werden da aber kaum gefragt werden, und das ist vielleicht auch nicht unbegründet ;)


    @TriBo

    Ich beziehe mich auf die Behandlung mit Cannabis bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen. Dazu gibt es eine einzige kontrollierte Studie:

    bei RA. Welche Schlüsse kann mensch daraus ziehen??
     
    #26 15. Februar 2015
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 15. Februar 2015
  7. maria60

    maria60 Registrierter Benutzer

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    Anfrage

    hallo liebe Forumsmitglieder
    ich bin die neue, sorry wenn ich das Thema irgendwie reinschreibe, kenne mich nicht so aus.
    ich habe chron. Schmerzen, sozusagen eine Grossbaustelle, OP vom Kopf, Rheuma alles mögliche eben. ich vertrage auf Dauer keine Medis mehr, starke NW, soll dann lt. Arzt nochmal ein neues ausprobieren, der Kreislauf streikt, Allergien und mit den Nieren habe ich es sowieso. ich bin es echt leid, dass ich praktisch das Versuchskaninchen bin.
    ich rauche und trinke nicht,soweit zu mir erstmal.
    und will unbedingt das Cannabis ausprobieren.
    ist das Öl auch wirksam gegen die chron. Schmerzen ?
    oder muss man jetzt eine Ausnahmegenehmigung holen? fragt sich nur welcher arzt dahintersteht, mein HA und andere Ärzte hier nicht. gibt es Richtung München jemanden, der von Cannabis überzeugt ist?we
    wenn ich das anspreche, z.B. Drobaniol werde ich angesehen wie wenn ich ein Junkie wäre, derweil ich nicht mal rauche und Alk sowieso nicht.
    langsam kann man echt verzweifeln an der Pharma, viele Medis mit hammerartigen NW, da zieht es einem die Schuhe aus, aber das wirksamste möglicherweise gibt es nicht, es sei denn man zieht nach Israel (habe unlängst einen Bericht im TV gesehen )
    hoffe es liest hier noch jemand
    lg christine aus Bayern
     
  8. Clara07

    Clara07 Registrierter Benutzer

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    Grüß dich Christine,

    ist ja übel, wenn man die Medikamente nicht verträgt.

    Ich habe nur das Hanföl aus dem Biomarkt probiert. Ist recht teuer. Obwohl ich jeden Tag einen Salat mit einem EL von dem Öl verputze habe ich keinen Unterschied bemerkt. Vorher habe ich meistens Salat mit Rapsöl angemacht.

    Das Öl zum Einreiben oder das Medikament habe ich noch nie probiert.

    Hat dein Rheumatologe dich mal zu einem Schmerztherapeuten überwiesen? Menschen sprechen auf unterschiedliche Dinge an. Vor dem medizinisch verordneten Cannabis muss auch sehr viel anderes probiert werden. Das Medikament ist teuer, die Kassen drehen und wenden sich, um das nicht bezahlen zu müssen. (Dabei könnten sie doch zumindest ihre riesigen Paläste zum Hanfanbau nutzen. ;))

    Liebe Grüße
    Clara
     
  9. kreimue

    kreimue und Mister RA

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    Hallo christine1,

    das Thema Cannabis ist sehr komplex. Mit wenigen Worten:

    Hanföl ist ein sehr hochwertiges Speiseöl, was gute Fettsäuren enthält. Es ist ein Baustein von vielen bei der gesunden Ernährung. Dort sind kaum Cannabinoide enthalten. Für mich ist das aber empfehlenswert.

    Zu den Cannabinoiden:

    Die bekannstesten und für Dich wichtigen sind CBD (Cannabidol) und THC (Tetrahydrocannabinol).

    Das CBD wirkt entzündungshemmend und ist in Deutschland auch frei erhältlich. Denn es besitzt keine berauschende Wirkung. Mir hilft es ungemein.

    Das THC steht auf dem Index und ist verboten. Mein weiß heute, das THC sehr gut hilft bei Schmerzen, gerade bei chronischen Schmerzen. Das ist aber ein Politikum.

    Beides Cannabinoide kannst Du mit Lecithol gewinnen. Beim THC vorsichtig mit der Dosierung, das es zeitverzögert erst seine Wirkung entfaltet.

    Gruß kreimue
     
  10. maria60

    maria60 Registrierter Benutzer

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    hallo
    Danke für die Antwort.
    natürlich war bzw. bin ich beim Schmerztherapeuten, aber immer das gleiche Spiel: Medikamente mit starken NW, was anderes bekommt man nicht.
    leider beantwortet das nicht meine Frage: wo bekomme ich bzw. von welchem Arzt dann das THC -Medi hier bzw. das andere? mit dem Lecitin oder wie das heisst das habe ich schon gegoogelt, aber vorher muss das Medi her, sonst nützt mir das ja nichts. Habt ihr noch eine Idee? habe echt schon alle Ärzte durch, die haben alle Angst, wollen nicht etc. etc. derweil würde ich mal sagen, dass starke Medis z.B. Morphin oder Opiate weit mehr NW haben, aber klar, die Pharma verdient damit supergut.
    Paläste bauen, hoho für Cannabis, es reicht ein grosser Garten
     
  11. josie16

    josie16 PsA

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    Hallo Christine!
    Ich glaube, Du stellst dir das zu einfach vor.
    Die Ärzte können zwar Dronabil verordnen, auf einem BTM-Rezept, aber die KK verweigern in den allermeisten Fällen die Kostenübernahme.
    D.h. Du brauchst eine Ausnahmegenehmigung von der Bundesopiumstelle für Cannabisblüten und diese wird nur bei ganz wenigen Diagnose erteilt.

    Vielleicht hilft dir das weiter:
    cannabis-med.org/german/bfarm_hilfe.pdf

    Selbst wenn Du die Ausnahmegenehmigung erhalten würdest, sind trotzdem die Kosten selbst zu tragen und das wiederrum ist nicht unerheblich.
    Des weiteren gibt es wohl immer wieder Lieferschwierigkeiten, es könnte also passieren, daß Du von heute auf morgen ohne Medikament da stehst.

    Des weiteren kann auch Cannabis Nebenwirkungen haben u.a. im psychischen Bereich, es kann z.B. eine schizoaffektiven Psychose hervorrufen.

    Das Hauptproblem ist aber tatsächlich, einen Arzt zu finden, der es verschreibt, ich kenne Keinen.
    Ich denke, Du bist einfach noch zu früh dran mit deinem Wunsch, da ist die Politik noch lange nicht soweit, daß das Mittel für Jeden erhältlich ist und wie gesagt, medz. ist es nur ein kleiner Kreis von Diagnosen, z.B. MS, Lateralsklerose etc und zahlen mußt Du es auch noch selber.
     
  12. Fügi

    Fügi Registrierter Benutzer

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    Hallo zusammen, hallo Kreiumue,

    uns wurde ja irgendwie beigebracht, dass eine Medizin bitter schmecken muss, sonst wirkt sie nicht. Vor Jahren habe ich Namibische Teufelskralle als Tee gegen mein Rheuma mit leichtem Erfolg eingesetzt, und da trifft dies auch zu, sehr bitter und nicht gerade besonders lecker.
    Ich habe mich immer gewundert warum Ihr bei eurem Lecithol Pfefferminz einsetzt, es ist nicht gerade meine Geschmacksrichtung, bis mir dann einleuchtete, dass ätherissche Öle wie eben das Pfefferminz die Bioverfügbarkeit des THC;s deutlich verbessert.
    Aber warum denn Pfefferminze, wenn es doch auch andere sehr schmackhafte ätherische Öle gibt, wie z.B. Anis (Ouzo) oder Kümmel (Alasch) im richtigen Verhältnis gibt.
    Ist es jetzt jetzt wirklich so schlimm, wenn eine Medizin zumindest für eine Mehrheit absolut gut schmeckt, und dazu eben durch diese ätherischen Öle eine hohe Bioverfügbarkeit der Cannabiswirkstoffe CBD u. THC erreicht, ist es jetzt schlimm, dass es jetzt trotz dieser erhöhten Suchtgefahr doch eine gewisse Heilung möglich ist, was sonst kaum ein anderer Wirkstoff vermag.

    Einen schönen Abend,
    Fügi.
     
  13. Resi Ratlos

    Resi Ratlos Registrierter Benutzer

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  14. kreimue

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    Interessante Publikation. Dort wird auf die positve Wirkung von CBD bei rheumatoide Arthritis hingewiesen. Leider gibt es keine Studien dazu. Gleich wohl wird von den CB-Rezeptoren gesprochen. Welche Ziel der Pharmainsdutrie sind, so nebenbei bemerkt.

    Ich finde aber, das die Neutralität fehlt. Sehr einseitig dargestellt. Aber das wird sich nicht ändern. Leider.

    Klar Rauschmittel sind Rauschmittel und die sind halt gefährlich. Aber auch hier gilt die Menge macht das gibt. Alkohol ist in "geringen Dosen" ja auch nicht gefährlich. Erst die Menge macht es gefährlich. Das Cannabidol (CBD) ist übrings kein Rauschmittel. Bei mir wirksam. Ich selbst habe Humira nehmen dürfen, worüber ich dann auf Cannabis gestoßen bin. Stichwort TNF-Alpha-Blocker.

    Gruß kreimue
     
  15. Resi Ratlos

    Resi Ratlos Registrierter Benutzer

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    @kreimue


    Da sagst Du was - komisch, genau das Gleiche fällt mir durchaus auch woanders auf ...... ;):vb_cool:
     
  16. Kati

    Kati Registrierter Benutzer

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    Finde sehr interessant, wie mit der Frage in Israel umgegangen wird.
    Dort sind, soweit ich gelesen habe, verschiedenste Studien gemacht worden.
    Denke alle können googlen, so gebe ich mal nix an, auch weil ich, wie ich versch. las, nix "aufgeschrieben" hab.
    Der Umgang mit der ganzen Fragestellung ist wohl etwas anders - und vielleicht besser - als in weiten Teilen Europas.

    Kati
     
  17. Lagune

    Lagune Registrierter Benutzer

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    [video=youtube;aLR6ILW4e3s]https://www.youtube.com/watch?v=aLR6ILW4e3s[/video]
     
  18. kreimue

    kreimue und Mister RA

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    Resi Ratlos

    Da hast Du nicht ganz unrecht. Nur bei mir stehe ich alleine dahinter. Ich werde leider nicht von der öffentlichen Hand noch von der Industrie gesponsert. Deshalb darf ich ich das! :vb_cool:

    Nein leider fehlen die wissenschaftlichen Studien und das ist traurig, weil die Ansätze da sind. Viele Selbstversuche zeigen das ja. Aber die genügen der wissentschaftlichen Forschung nicht.

    Und wir Menschen haben halt verlernt, die Natur zuschätzen. Ich denke es würde funktionieren, das beide Wege zusammen arbeiten würden und das liebe Geld keine Rolle spielen würde. Ein Pflanze zu patentieren geht halt nicht.

    Und auch bei Cannabis macht die Menge das Gift. Bis zu 2 g täglich ist Sucht. So aus meiner Erfahrung heraus würde ich sagen, das entspricht in etwa 0,5 - 1 Flasche Korn oder so. Und so eine Dosis Schmerzmittel hätte, glaube ich fatale Folgen.

    Wie dem auch sei. Je früher, desto Besser. Meine Meinung. Die Autoimmunerkrankungen hängen oftmals mit menscheneigenen Endo-Cannabinoiden zusammen. Sprich mit den CB-Rezeptoren. Und genau da docken halt auch die Cannabioden an.

    Ich bin von einer Vielzahl von Medikamenten (Schulmedizin) auf zwei runter. Und daran arbeite ich noch, das ich diese Zwei auch noch los werde.

    Gruß kreimue
     
  19. Resi Ratlos

    Resi Ratlos Registrierter Benutzer

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    @kreimue

    Ich bin prinzipiell interessiert an echten Lösungsansätzen für Autoimmunerkrankungen. Bis jetzt fehlen sie nach meinem Informationsstand (das muss ja nichts heißen...) ziemlich flächendeckend.

    Wenn sich daraus eine seriöse Option für die ursächliche Behandlung von Autoimmunerkrankungen je ergeben sollte, bin ich mit bei den Ersten, die das begrüßen. Meine eigene Erkrankung mag ich dann - nebenbei bemerkt - vorher lieber abgeben, gerne gegen eine symbolische Gebühr von 1 Euro, 1 Milchkaffee oder wahlweise auch Briefmarken im Gegenwert.

    Das ist irgendwie aktuell (noch?) nicht in Sicht; daher müssen sich die meisten Betroffenen wohl oder übel mit den real verfügbaren, zugelassenen bzw. etablierten Behandlungen arrangieren, ihren Heilpraktiker, ihre Apothekerin, ihren Friseur oder manchmal sogar ihren Rheumaarzt konsultieren und mit diesen oder gegen sie arbeiten. Von einer echten Alternative lasse ich mich sehr gerne mit guten Argumenten und Belegen überzeugen!

    Der oft gewählte Vergleich von Alkohol und Cannabis hinkt übrigens insofern in der Diskussion (Stichwort Suchtmittel), als Alkohol ja nicht - außer als Bestandteil in Medikamenten und da in nicht suchtauslösenden Mengen - auf Kassenrezept erhältlich ist.

    Aber die Schönheit so vieler Gedanken liegt meist im Hirn des Denkers respektive Auge des Beschauers ;)


    Ich gönne Dir die angestrebte schulmedizinische Karenz von Herzen, auch wenn ich nicht recht an die Schlüssigkeit der dahinter stehenden Theorie glaube....
     
    #39 5. März 2016
    Zuletzt bearbeitet: 5. März 2016
  20. kreimue

    kreimue und Mister RA

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    Hallo Resi Ratlos,

    Ich habe lange überlegt, ob ich darauf antworte. Solange wie Cannabis als Suchtmittel abgestuft wird, werde ich den Vergleich heran ziehen. Daran wird nämlich die Legalisierung festgemacht. Leider. Die medizinische Verwendung steht leider im Hintergrund.

    Hier mal ein interessante Bericht:

    http://m.aerzteblatt.de/print/127598.htm

    Dort wird auch auf Wechselwirkungen Medikamenten und Cannabinoiden die in der Leber oder Niere entstehen hingewiesen. Viele Ärzte wissen dieses nicht. Auf Wechselwirkungen werden die Hauptbestandteile von Medikamenten getestet, nicht aber aber auf deren Abbauprodukten.

    Darüber hinaus macht die Menge das Gift. So hoch dosiert das als Anwendung gegeben wird zur Zeit, kann das auch nicht funktionieren. Auch die Pflanzen, sprich Hanfsorten, die es auf Rezept gibt, sind eigentlich Ausdruck des Unsinn des Verbotes für Cannabis. Die meisten Pflanzen sind derat hoch gezüchtet, also mit THC angereichtert, da geht es nur um den "High-Zustand". Das dann als medizinischen Hanf zu deklarieren ...? Weil es verboten ist, muss man dann viel mit wenig erreichen.

    Warum da nicht genauer geforscht, liegt am lieben Geld. Die Hanfpflanze kann sich kein Unternehmen patentieren lassen. Da liegt dann auch ein Problem. Das nächste Problem: Die Wissenschaft versucht es auf wenige Faktoren zu reduzieren. Kann das bei Rheuma klappen? Nein! Biogenica wurden als Wundermittel gepriesen. Und ist es das Wundermittel? Für einige ja. Für mich war es mehr der Horror. Aus einmal Bluthochdruck und Herzprobleme. Gab laut Arzt aber kein Zusammenhang. Merkwürdig nur, das nach dem Absetzen sich das wieder normalisiert hat.

    Bei den gängigen Schmerzmitteln sind gerade bei Dauereinnahme mit erheblichen und zum Teil schwerwiegenden Nebenwirkungen zu rechnen. Zudem wird meist die Ursache nicht bekämpft. Von der Suchtgefahr mal ganz abgesehen, die totgeschwiegen wird, weil ja auf Rezept! Gerade für uns Rheumels sind diese Mittel meistens die erste Wahl. Also Schmerzmittel der Klasse II oder III. Bei Opiatschmerzmitteln ist die Suchtgefahr um ein vielfaches höher, das Opiate körperlich sehr schnell abhängig machen. Beim Cannabis sieht das nun mal anders aus.

    Bei andauernden Scmerzen gesellt sich ja gerne die Deprission dazu. Viele Antideprisiva haben ähnliche Wirkmechanismen wie Cannabis (THC). Diese werden in recht hohen Konzentrationen verabreicht. Auch hier besteht die Suchtgefahr. Körperlich wie seelisch. Auch hier stellt sich die Frage, sollte man nicht eher auf Stoffe setzen, die der menschliche Körper besser kennt, weil er die zum Teil selber produziert? Stichwort Endo-Cannabinoide!

    Gruß kreimue
     
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