Hallo zusammen .
Ich (47) habe seit 30 Jahren Morbus Bechterew, und alle Medikamente inzwischen durch.
Zuletzt ein Immundämfer Simponi.
Jetzt stelle ich mir die Frage, ob ich ein Recht auf "Cannabis auf Rezpet" habe.
Würde gerne meinen Rheumatologen ansprechen.
Jedoch wären Erfahrungstips von Rheumatikern erwünscht, da ich damit rechne, dass mein
Rheumatologe dies ablehnt.
Bekommt hier jemand Cannabis auf Rezept wegen seinem Rheuma?
Dankeschön
@mrymen
Die Verordnung von med. Cannabis ist unter bestimmten Bedingungen grundsätzlich möglich, aber erstens gibt es darauf kein verbrieftes "Recht" und zweitens ist es nicht so, dass Dein Rheumatologe einfach so ein Rezept ausstellen kann.
Ehrlich gesagt halte ich es eher für die Ausnahme, dass ein Rheumatologe sich darum bemüht, zumal der Aufwand (edit: und die Hürden) recht hoch liegen und die Rationale nicht so eindeutig ist, wie es für den Einen oder Anderen den Anschein hat.
Ich selbst habe keine Erfahrungen mit Cannabis, aber diesbezüglich einmal eine einschlägige Veranstaltung besucht - es ist ein komplexes, ganz und gar nicht triviales Thema, und das gilt m. E. besonders für von rheumatischen Erkrankungen Betroffenen.
Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: ich kann mir im einen oder anderen Fall sehr konkret vorstellen, dass Cannabis eine alternative oder ergänzende Behandlungsoption sein kann - das gilt aber mitnichten für den "Normalo" unter den Rheumatikern.
Ob Deine Behandlungsoptionen im eher gewohnten Spektrum wirklich alle ausgeschöpft sind, kann ich naturgemäß nicht beurteilen - es gibt derer ja durchaus eine erkleckliche Auswahl.
Du wirst für eine Unterstützung Deines Wunsches nach Behandlung mit Cannabis eher einen geneigten Schmerztherapeuten benötigen - und auch die sind keineswegs unisono begeistert.....
Falls das für Dich eine echte Option ist: viel Glück!