Monsti
das Monster
Hi, Ihr Lieben,
leider geht's schon eine ganze Weile. Im Juni waren meine Schwiegereltern hier, Schwiegerpapa ging es ganz und gar nicht gut und am Ende des Urlaubs kam er zu mir, um sich für immer von mir zu verabschieden. Sein Kieferkrebs ist längst nach außen durchgebrochen, er sah einfach nur grauenhaft aus. Er hörte, schmeckte und roch nichts mehr.
Inzwischen hatte er einen Darmverschluss und wurde operiert. Danach wachte er nur noch zweimal auf. Die OP liegt jetzt 1,5 Wochen zurück, es sieht ganz, ganz schlecht aus. Mein Schwiegervater hat eine Patientenverfügung, aber nach dieser sind die Geräte nur im Falle des Komas abzuschalten. Er ist aber nicht im Koma, sondern in einem ärztlicherseits herbeigeführten Tiefschlaf. Lunge, Blut und Nieren machen schlapp. Ansonsten: Er ist doppelbeinamputiert und schwer krebskrank mit Metastasen überall, Gesundung ist also ganz sicher nicht in Sicht.
Göga ist grad in Berlin und hat mir heute eine eidesstattliche Versicherung bzgl. des Willens meines Schwiegervaters vorgelesen. Diese ist hart, aber meiner Ansicht nach richtig und in Schwiegerpapas Sinne: Mein Schwiegerpapa will sterben, ohne zu leiden. Er hat nach seiner letzten OP wie ich einen künstlichen Darmausgang bekommen. Zum Glück hatte er bisher keine Gelegenheit, ihn wahrzunehmen. Ich weiß, für ihn wäre sowas (zusammen mit all dem anderen) der Weltuntergang. So wie's jetzt aussieht, werden sie am Montag alle Schleuche ziehen, was Schwiegerpapas sofortigen Tod bedeutet.
Bitte drückt ihm die Daumen, dass er nicht mehr aufwacht!!! Im Moment schläft er friedlich, ich möchte so gerne, dass es auch so bleibt. Bitte entschuldigt, dass ich das hier ablasse, aber ich habe die Hoffnung, dass Ihr versteht.
Liebe Grüße von
Monsti
leider geht's schon eine ganze Weile. Im Juni waren meine Schwiegereltern hier, Schwiegerpapa ging es ganz und gar nicht gut und am Ende des Urlaubs kam er zu mir, um sich für immer von mir zu verabschieden. Sein Kieferkrebs ist längst nach außen durchgebrochen, er sah einfach nur grauenhaft aus. Er hörte, schmeckte und roch nichts mehr.
Inzwischen hatte er einen Darmverschluss und wurde operiert. Danach wachte er nur noch zweimal auf. Die OP liegt jetzt 1,5 Wochen zurück, es sieht ganz, ganz schlecht aus. Mein Schwiegervater hat eine Patientenverfügung, aber nach dieser sind die Geräte nur im Falle des Komas abzuschalten. Er ist aber nicht im Koma, sondern in einem ärztlicherseits herbeigeführten Tiefschlaf. Lunge, Blut und Nieren machen schlapp. Ansonsten: Er ist doppelbeinamputiert und schwer krebskrank mit Metastasen überall, Gesundung ist also ganz sicher nicht in Sicht.
Göga ist grad in Berlin und hat mir heute eine eidesstattliche Versicherung bzgl. des Willens meines Schwiegervaters vorgelesen. Diese ist hart, aber meiner Ansicht nach richtig und in Schwiegerpapas Sinne: Mein Schwiegerpapa will sterben, ohne zu leiden. Er hat nach seiner letzten OP wie ich einen künstlichen Darmausgang bekommen. Zum Glück hatte er bisher keine Gelegenheit, ihn wahrzunehmen. Ich weiß, für ihn wäre sowas (zusammen mit all dem anderen) der Weltuntergang. So wie's jetzt aussieht, werden sie am Montag alle Schleuche ziehen, was Schwiegerpapas sofortigen Tod bedeutet.
Bitte drückt ihm die Daumen, dass er nicht mehr aufwacht!!! Im Moment schläft er friedlich, ich möchte so gerne, dass es auch so bleibt. Bitte entschuldigt, dass ich das hier ablasse, aber ich habe die Hoffnung, dass Ihr versteht.
Liebe Grüße von
Monsti