Hallo Anni68,
mir geht es fast genauso wie Dir und ich möchte Dir meine persönlichen Erfahrungen weiter geben.
Als erstes: Nimm bitte nicht so oft Zopliclon, daran gewöhnt man sich schnell.
Ich bin 56 Jahre alt und habe seit 20 Jahren Lupus(SLE) mit Hautbeteiligung, Gelenkbeteiligung, Schwäche, Muskelschmerzen, Migräne, Renaud-Syndrom, Tinnitus und Schlafstörungen.
Allerdings habe ich schon immer schlecht geschlafen, auch als Kind und Jugendliche:vb_confused:.
Als ich ungefähr 48 war, wurde es ganz schlimm. Zu dieser Zeit nahm ich Quensyl. Nach 2 Jahren der Einnahme bekam ich Tinnitus. Daraufhin setzte ich das Quensyl ab, um herauszufinden, ob es dadurch besser wurde. Mein Rheumatologe war anderer Meinung. Da das Quensyl bei mir sowieso keine Wirkung auf die Haut hatte, setzte ich es dennoch ab. Ich bekam noch Physiotherapie vom Zahnarzt und eine Aufbißschiene für nachts und das Ohrensausen wurde ganz leise. Es beeinträchtigt mich kaum, zum Glück.
Mit dem Quensyl habe ich nicht wieder angefangen.
Meine Gynäkologin meinte, die Schlafstörungen können mit beginnenden Wechseljahren verschlimmert werden. Ich ließ beim Endokrinologen alles Mögliche untersuchen(Cortisolspiegel, Vitamin D, Schilddrüse, weibliche Hormone). Heraus kamen ein Vitamin D- Mangel(obwohl ich jeden Tag mit meinem Hund draußen bin!) und bekam Dekristol. Vitamin D-Mangel war die eine Ursache für die Schlafstörungen.
Dann wurde ein Östrogen- und Progesteronmangel festgestellt. Da ich keine künstlichen Hormone nehmen wollte, entschied ich mich für bioidentische Hormone in Form von Gynokadingel(über die Haut) und Utrogest-Kapseln. Nach 2 Wochen war der Spuk vorbei und ich konnte wieder schlafen. Wenn es mit dem Durchschlafen ab und zu schlechter wird, nehme ich Melatonin für ein paar Tage. Meistens 10 Tage, dann klappt es wieder automatisch mit dem Schlafen.
Ich weiß, dass man bei Lupus kein Tryptophan oder Melatonin nehmen soll. Ich nehme es ja auch nicht ständig. Auf jeden Fall fand ich es besser als Zopiclon oder Diazepam oder Änliches, was der Hausarzt mir geben wollte

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Melatonin bekommt man ab 55 Jahren verschrieben, aber auf Privatrezept. Es gibt aber in der Drogerie auch Melatonin als Nahrungsergänzungsmittel.
Vielleicht ist das bei Dir auch hormonell bedingt, lass auf jeden Fall auch Vitamin D und Eisen untersuchen.
Ich hoffe, Dir weitergeholfen zu haben.
Viele Grüße