KayC
Stehauffrauchen
Hi,
heute morgen der seit langem von der Krankenkasse herbeigesehnte Termin beim Medizinischen Dienst der Krankenkasse in der Dortmunder Innenstadt. Zur Ausgangslage: Ich bin seit knapp zwei Jahren selbstständig als Softwareentwicklerin und bei der Techniker Krankenkasse freiwillig gesetzlich versichert. Seit Anfang Juli bin ich krankgeschrieben, obwohl ich nur einen Schreibtischjob ausübe
und mein Hausarzt weigert sich mich für gesund zu erklären. Der medizinische Dienst sollte feststellen, ob man mit geeigneten Maßnahmen wieder in den Beruf zurückbringt (oder einfach nur gucken, ob ich echt so krank bin
)
Das Gespräch lief ungefähr so ab:
Dr: Haben Sie Ihre Befunde mitgebracht?
Ich: Ja, im Ordner. (reiche ihm den Ordner)
Dr: Warten Sie bitte draussen, ich sehe mir das jetzt an.
10 min später wieder im Untersuchungszimmer
Dr: Ich habe jetzt alles durchgesehen, im wesentlichen lag mir das schon alles vor.
Ich:
...
Dr: Sie sind jetzt seit 1 Jahr erkrankt
Ich: Nein, seit knapp 11 Jahren, hab erst seit letztem Jahr die Diagnose
Dr: Was nehmen Sie für Medikamente?
Zähle die ganze Liste auf
Dr: Nehmen Sie die auch regelmässig?
Ich: Ja, natürlich
Dr: Was haben Sie für Beschwerden?
Ich: Schlapp, müde, allgemeines Krankheitsgefühl....
Dr: Ich nehme jetzt den Bericht auf, unterbrechen Sie mich wenn etwas nicht richtig ist. In welchem Gelenk sind ihre Hauptbeschwerden?
Ich: Füsse, linkes Sprunggelenk, Hände Handgelenke, rechtes Knie...
Dr: Patientin klagt über Abgeschlagenheit... ...betroffen sind rechtes Sprunggelenk, rechtes Knie...
Ich [unterbrechend] : Nein, das linke Sprunggelenk
Dr: ich korrigiere: linkes Sprunggelenk
es folgt weiteres Palaver in Richtung Berufsunfähigkeit, GdB, und TNF-Alpha Hemmer, Schilddrüse ect.
Dr: Die Berufsunfähigkeitsversicherung gibt es doch auch in Teilleistung ,oder?
(Eine Anspielung, daß das ja alles so schlimm nicht sein kann.)
Ich: [versuche das Chaos zu erklären, das das wohl schlecht aussieht]
Dr: Das interessiert mich jetzt nicht, ich bin nur hier um festzustellen ob sie arbeitsunfähig sind.
Ich: ahja.
Wenig später, es naht die körperliche Untersuchung
Dr: Ich kann im rechten Knie nichts finden, weder überwärmt noch geschwollen.
Ich: Interessant, vorletzte Woche beim Rheumadoc war da noch was.
Dr: ich seh das nicht so.
Ich: Ich schon, merk ich ja beim laufen.
Noch einwenig später, nachdem der Herr Doktor mein krankes Knie hin und herbewegt und vielsagend vor sich hinmurrt hat
Dr: Sie können sich wieder anziehen und warten jetzt draussen, ich muß mir jetzt ein Bild machen, ob Sie arbeitsunfähig sind.
Ich: ... :o
Nochmal einwenig später
Dr: Meiner Meinung sind sie noch arbeitsunfähig, aber nur weil sie solange Arbeitszeiten angegeben haben. (Ich hatte einen normalen Acht-Stunden-Tag zugrunde gelegt). Ich sehe eine Reha nicht als notwendig an. Wenn Sie Ihr neues Medikament bekommen (Enbrel bzw. Infliximab) geht es Ihnen besser und Sie können wieder arbeiten. Gehen Sie jetzt bitte runter ins Labor...
(Nö, schon klar, ist ja alles wieder in Butter dann
)
Ich: Herzlichen Dank und bis zum nächsten Mal (und wenns nen Smiley gäbe, der die Zunge raus streckt, dann würde er jetzt hier stehen!)
Ich weiß immer noch nicht, ob das jetzt positiv oder negativ war. Dafür war ich aber auf seiner Waage ein Kilo leichter als zu Hause
LG Katharina
heute morgen der seit langem von der Krankenkasse herbeigesehnte Termin beim Medizinischen Dienst der Krankenkasse in der Dortmunder Innenstadt. Zur Ausgangslage: Ich bin seit knapp zwei Jahren selbstständig als Softwareentwicklerin und bei der Techniker Krankenkasse freiwillig gesetzlich versichert. Seit Anfang Juli bin ich krankgeschrieben, obwohl ich nur einen Schreibtischjob ausübe
Das Gespräch lief ungefähr so ab:
Dr: Haben Sie Ihre Befunde mitgebracht?
Ich: Ja, im Ordner. (reiche ihm den Ordner)
Dr: Warten Sie bitte draussen, ich sehe mir das jetzt an.
10 min später wieder im Untersuchungszimmer
Dr: Ich habe jetzt alles durchgesehen, im wesentlichen lag mir das schon alles vor.
Ich:
...Dr: Sie sind jetzt seit 1 Jahr erkrankt
Ich: Nein, seit knapp 11 Jahren, hab erst seit letztem Jahr die Diagnose
Dr: Was nehmen Sie für Medikamente?
Zähle die ganze Liste auf
Dr: Nehmen Sie die auch regelmässig?
Ich: Ja, natürlich

Dr: Was haben Sie für Beschwerden?
Ich: Schlapp, müde, allgemeines Krankheitsgefühl....
Dr: Ich nehme jetzt den Bericht auf, unterbrechen Sie mich wenn etwas nicht richtig ist. In welchem Gelenk sind ihre Hauptbeschwerden?
Ich: Füsse, linkes Sprunggelenk, Hände Handgelenke, rechtes Knie...
Dr: Patientin klagt über Abgeschlagenheit... ...betroffen sind rechtes Sprunggelenk, rechtes Knie...
Ich [unterbrechend] : Nein, das linke Sprunggelenk
Dr: ich korrigiere: linkes Sprunggelenk
es folgt weiteres Palaver in Richtung Berufsunfähigkeit, GdB, und TNF-Alpha Hemmer, Schilddrüse ect.
Dr: Die Berufsunfähigkeitsversicherung gibt es doch auch in Teilleistung ,oder?
(Eine Anspielung, daß das ja alles so schlimm nicht sein kann.)
Ich: [versuche das Chaos zu erklären, das das wohl schlecht aussieht]
Dr: Das interessiert mich jetzt nicht, ich bin nur hier um festzustellen ob sie arbeitsunfähig sind.
Ich: ahja.
Wenig später, es naht die körperliche Untersuchung
Dr: Ich kann im rechten Knie nichts finden, weder überwärmt noch geschwollen.
Ich: Interessant, vorletzte Woche beim Rheumadoc war da noch was.
Dr: ich seh das nicht so.
Ich: Ich schon, merk ich ja beim laufen.
Noch einwenig später, nachdem der Herr Doktor mein krankes Knie hin und herbewegt und vielsagend vor sich hinmurrt hat
Dr: Sie können sich wieder anziehen und warten jetzt draussen, ich muß mir jetzt ein Bild machen, ob Sie arbeitsunfähig sind.
Ich: ... :o
Nochmal einwenig später
Dr: Meiner Meinung sind sie noch arbeitsunfähig, aber nur weil sie solange Arbeitszeiten angegeben haben. (Ich hatte einen normalen Acht-Stunden-Tag zugrunde gelegt). Ich sehe eine Reha nicht als notwendig an. Wenn Sie Ihr neues Medikament bekommen (Enbrel bzw. Infliximab) geht es Ihnen besser und Sie können wieder arbeiten. Gehen Sie jetzt bitte runter ins Labor...
(Nö, schon klar, ist ja alles wieder in Butter dann
Ich: Herzlichen Dank und bis zum nächsten Mal (und wenns nen Smiley gäbe, der die Zunge raus streckt, dann würde er jetzt hier stehen!)
Ich weiß immer noch nicht, ob das jetzt positiv oder negativ war. Dafür war ich aber auf seiner Waage ein Kilo leichter als zu Hause
LG Katharina