schön, dass sich an der uni mit diesem thema mal befasst wird.
sicherlich ist es sinnvoll bzw. zwingend geboten, dass man als immunsuppressiv behandelter patient von einer stammapotheke betreut wird.
das ist die eine seite.
nun zur anderen:
die medis sollten ins haus gebracht werden. nicht alle patienten haben (noch) ein auto bzw. führerschein. gekühlte medis per bus zu transportieren ist gerade im sommer nicht ratsam.
nicht jeder apotheker nimmt sich die zeit, bzw. beschäftigt approbierte im verkauf. viele dort sind assistenten, die nicht so informiert sind.
voll approbierte und informierte sind für eine apotheke durchaus ein kostenfaktor. sie müssen gelöhnt werden.
das ist nämlich jetzt die crux<.
zuzahlungen, eigenenateil und alle selbst zu bezahlenden notwendigen medis verschlingen bei chronikern viel, viel geld. nicht alle, doch die meisten müssen sparen. dann wird nach alternativen gesucht. die internet oder versandapotheken bieten sich an.
ergebnis: je weniger chroniker in der apotheke am ort beziehen, desto stärker deren umsatzeinbussen, desto weniger approbierte kräfte können angestellt werden. es ist ein teufelskreis.
chroniker müssen sich i.d.r. die preislich günstigste versandapotheke aussuchen.(wie geringere zuzahlung, zuzahlungsboni, zuzahlungsgutscheine, 30 - 50 % preisreduktion bei einzelnen medis udgl.mehr, dazu noch lieferung frei haus) aber von versandapotheken kommt selten eine beratung; die kostenlosen hotlines sind permanent belegt bzw. patient liegt lange in der warteschleife.
allein aus kostenüberlegungen folgt, dass chroniker dann auf sich allein gestellt sind. das ist höchst riskant in manchen fällen.
vielleicht sollten die verbände mal eine generelle hotline einrichten......
ich hoffe, dass du, Lena, diese überlegungen in dein referat mit einbeziehst. denn was nützt die beste kompetenteste beratung, stühle im geschäft, hausanlieferung, medi-kontrolle vor ort, sobald patient sie sich nicht (mehr) leisten kann.
gruss