Es ist wirklich nicht nur die DRV in Berlin, sondern generell alle Behörden/Einrichtungen, mit denen man zu tun hat. Aber komischerweise gerade die Instutiton, bei der ich am meisten Ärger befürchtet hatte, war am freundlichsten und hat mir absolut perfekt geholfen, das war die Arge. So freundlich, menschlich und reibungslos wir dort, wurde ich bei keiner anderen Stelle behandelt, da hat wirklich alles gepasst.
Beim "Amt für Soziales" oder auch Versorgungsamt genannt, das eigentlich schon des Wort "sozial" im Namen trägt, ginge es nur mit einer Untätigkeitsklage, weil meine Unterlagen fast ein Jahr auf einem Schreibtisch eingestaubt sind, weil der bearbeitene Kollege in Rente ging und sich keiner für seine "Fälle" verantwortlich gefühlt hat. Nach der Klageschrift kam dann schon nach14 Tage meine Einladung zum Amtsarzt und wieder 14 Tage später mein Ausweis mit den 50% GdB. Etwa ein Jahr später haben ich dann einen Verschlimmerungsantrag gestellt, der komischerweise innerhalb von 3 Wochen ohne weitere rückfragen genehmigt wurde. Ich habe einfach das Gutachten des Vertrauesarztes der DRV begefügt, das ein ziemlich vernichtendes Ergebnis beinhaltet (inzwischen waren Osteoporose, Hypertonie und Adipositas hinzugekommen - alles Dank der starken Medi´s und die RA war weiter fortgeschritten ohne Linderung) und gleich 2 neuen Lichtbilder mit beigelegt und schwubs lag im Briefkasten der Bescheid und der neue Ausweis mit 70% und einem Merkmal "G". Bestimmt steht irgendwo in meiner Akte "Achtung klagt" oder ich hatte einfach nur Glück...
Man muss sich leider viel einlesen und Paragrahen studieren, um zu seinem Recht zu kommen, denn darauf hingewiesen, was einem eigentlich alles zusteht, wird man nicht. Aber gerade das wäre m.E. die Aufgabe einer solchen Behörde, den Patienten informieren... In Deutschland wird aber lieber geschwiegen und alles was der Patient selbst rausfindet dann widerwillig genehmigt, das allen nur, um Geld zu sparen... Sehr Schade....