Beeinflussen Medikamente Bestimmung Rheumafaktoren?

O-Ren

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Hallo, ich bin neu hier und die Diagnose meines Hausarztes lautet: rheumatoide Arthritis. Beschwerden sind sehr plötzlich aufgetaucht, CRP-Wert ist erhöht, ein Szintigramm wurde gemacht und ich leide seit vielen Wochen ununterbrochen an geschwollen und schmerzenden Füßen, Händen, Schultern, Hüfte, etc. Mein Hausarzt hat mir Schmerztabletten und bereits ein langwirksames Antirheumatikum verschrieben. Der Termin beim Rheumatologen ist erst in einigen Wochen.

Ich würde gern wissen, ob sich die Einnahme der Medikamente auf die Bestimmung der Rheumafaktoren auswirken kann? Vielleicht weiß hier jemand Bescheid. Ich bin mir jetzt sehr unsicher, ob ich die Medikamente weiter nehmen soll oder nicht. Andererseits kann ich mich kaum bewegen, wenn ich die Schmerztabletten nur einen Tag weglasse. Vielleicht sollte ich das Antirheumatikum lieber weglassen bis ich beim Rheumatologen war?

Ich bin übrigens "erst" 30 Jahre alt und habe große Angst, wie es mir wohl erst mal in 20 Jahren gehen wird. Ich hoffe sehr, daß man mit den richtigen Medikamenten für längere Zeit mal beschwerdefrei bleiben kann. Auf jeden Fall versuche ich jetzt mal, meine Ernährung rheumatechnisch freundlich zu gestalten. Ich habe gehört, man sollte sich ähnlich wie bei Gicht ernähren.
 
Hallo!

ich finds toll, dass dein Hausarzt so schnell reagiert, die Diagnose gestellt und ein Medikament verordnet hat. Da hast du wahrscheinlich einen der wenigen guten Hausärzte erwischt!!;)

Das Medikament kann die Entzündungswerte und auch den Rheumafaktor verringern, aber wahrscheinlich erst nach 2-3 Monaten. Es ist wichtig und gut, möglichst früh mit einer Basistherapie anzufangen, deshalb würde ich es trotzdem gleich nehmen. Die Diagnose vom Hausarzt hast du ja schon, ich glaube nicht, dass der Rheumatologe sie über den Haufen werfen wird, wenn er weiß, dass du schon eine Basistherapie machst, und deshalb vielleicht die Werte schon besser sind. Er wird wahrscheinlich eher eine Röntgenuntersuchung oder ein Szintigramm veranlassen, um zu prüfen, ob schon Schäden an den Gelenken entstanden sind.

Ich wünsch dir, dass das Medikament gut anschlägt, und du bald weniger Schmerzen hast!

lg
Sonja
 
Das Medikament kann die Entzündungswerte und auch den Rheumafaktor verringern, aber wahrscheinlich erst nach 2-3 Monaten. Es ist wichtig und gut, möglichst früh mit einer Basistherapie anzufangen, deshalb würde ich es trotzdem gleich nehmen. Die Diagnose vom Hausarzt hast du ja schon, ich glaube nicht, dass der Rheumatologe sie über den Haufen werfen wird, wenn er weiß, dass du schon eine Basistherapie machst,

huhu sonja,

soweit ich o-ren verstanden habe, bekommt sie/er nur ein antirheumatikum, das ist sowas wie diclofenac und kein basismedikament. Diclofenac nimmt man bei bedarf so, wie es der doc verordnet hat.

@o-ren
wenn du ca eine woche vor deinem termin ohne antirheumatika auskommen kannst... vielleicht ist es besser du rufst deinen hausdoc an und fragst ihn ob dieses medikament irgendwelche laborteste verfälschen kann

herzlichst grummel
 
Also ich nehme Resochin und soweit ich das verstehe, ist das schon eine Basistherapie und jetzt mache ich mir wie gesagt halt Sorgen, daß das Medikament die Tests beim Rheumatologen behindert. Ich werde morgen mal versuchen, den Arzt anzurufen. (Ist leider immer so schwierig von der Arbeit aus)
 
Hallo,
also ich kann dir nur dazu sagen das durch meine Basistherapie (mit MTX) meine Blutwerte besser geworden sind.
Mein Rheumafaktor ist in 3 Monaten von 139 auf 67 runter :)

Aber wenn du in kurzer Zeit nen Termin bekommst wird sich so schnell nichts ändern an deinen Werten.
Ich würde an deiner Stelle trotzdem die Medikamente nehmen...dein Hausarzt wird deine aktuellen Blutwerte ja deinem Rheumatologen schicken und der wird sehen wie es zu dem Zeitpunkt um dich stand....

hoffe ich konnte dir nen bisschen helfen, viele Grüße
Bumblebee ;)
 
Hallo,

Also ich nehme Resochin und soweit ich das verstehe, ist das schon eine Basistherapie

Ja, Resochin ist ein Basismedikament:

rheuma-online » Rheuma von A-Z » B » Basismedikamente
Medikamente, die nicht sofort wirken, sondern die rheumatische Entzündung, um in einem Bild zu sprechen, von unten her, "von der Basis", angreifen.

Zu den Basismedikamenten gehören u.a. intramuskulär verabreichtes Gold (z.B. Tauredon), Methotrexat (z.B. Lantarel), Sulfasalazin (z.B. Azulfidine RA), Chloroquin (z.B. Resochin) und Azathioprin (z.B. Imurek). Ein weiteres Basismedikament ist Ciclosporin (z.B. Immunosporin), das in der Transplantationsmedizin schon seit langem eingesetzt wird und diese regelrecht revolutioniert hat. Andere Substanzen, die in Deutschland zugelassen wurden, umfassen Leflunomid (z.B. Arava) und die Gruppe der TNF-alpha-Inhibitoren wie Etanercept (z.B. Enbrel) oder Infliximab (z.B. Remicade).

Heute verwendet man besser den Begriff langwirksame Antirheumatika (abgekürzt LWAR).

lg
Sonja
 
Hallo leute,

jetzt ist es klarer. resochin ist basis, das ging aber im ausgansbeitrag nicht hervor. sorry für das mißverständnis.

herzlichst grummel
 
Hallo grummel,

doch:
Mein Hausarzt hat mir Schmerztabletten und bereits ein langwirksames Antirheumatikum verschrieben
:p

Aber ich geb zu, ich musste auch erst überlegen, ob ein langwirksames Antirheumatikum das gleiche bedeutet wie Basistherapie.:)

lg
Sonja
 
hallo sonja,

Der heute verwendete Begriff für Basismedikamente. In Anlehnung an den angloamerikanischen Sprachgebrauch werden langwirksame Antirheumatika (LWAR) auch krankheitsmodifizierende Medikamente genannt (DMARD´s = disease modifying antirheumatic drugs).

Langwirksame Antirheumatika werden bei der Therapie von entzündlich-rheumatischen Erkrankungen mit dem Ziel eingesetzt, eine Remission der Erkrankung, d.h. einen Heilungsprozess einzuleiten. Sie werden deshalb auch gerne als remissionsinduzierende Substanzen bezeichnet (RIDs, remission inducing drugs).

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schönen tag! :) ;)
 
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