Winnie
kleines Nordlicht
Hallo, liebe Freunde,
ich hatte heute ein recht überraschendes Erlebnis bei "meiner" Rheumatologin, über das ich Euch berichten will.
Allerdings war ich heute erst zum zweiten Mal bei ihr, vor 4 Wochen stellte ich mich mit allen meinen Rö-Bildern, Arzt-, Labor-, OP-, und Rehaberichten, die ich besitze, zum ersten Mal bei ihr vor und sie untersuchte mich auch sehr gründlich incl. nochmal Füße röntgen und Ultraschall Schulter und Zehen.
An dem Tag sagte sie, wie schon alle Ärzte vor ihr, ich hätte "Läuse und Flöhe", sprich, wohl Polyarthrose, aber da wäre auch eine entzündliche Komponente, so schubweise, wie die Krankheit bei mir aufgetreten sei. Und Azulfidine allein wäre da kaum ausreichend als Basis, eher als Zusatz und wir sollten doch mal an MTX denken.
Zuerst allerdings verordnete sie mir einen neuen kleinen Cortisonschub - und ich war schon so happy, auf 1,5 mg runter zu sein!, und ich fing wieder mit 15 mg an, bin heute aber schon wieder bei 6 mg.
Cortison wirkt auch bei mir eindeutig und ich vertrug auch nicht ihre vorgeschlagenen 2,5 mg-Reduzierungssprünge, die hab ich in 1 mg-Schritte abgemildert.
Nun fuhr ich heute wieder zu ihr, ganz mulmig, weil ich mit meiner ersten MTX-Spritze rechnete und mich natürlich fragte, wie mir das wohl bekommen möge.
Nun, hier die große Überraschung: nein, die Untersuchungen wären nicht überzeugend, die Zehen-Sono habe keine eindeutigen synovitischen Anzeichen, auch wie meine Hände aussehen, diese aufgetriebenen und teilweise versteiften Fingergelenke einschließlich des Ganglions an meinem Zeigefingermittelgelenk und die betroffenen Daumensattelgelenke sind eher typisch für eine "schwere erosive Fingerarthrose".
Die Entzündungen scheinen eher durch Aktivierungen der Arthrose verursacht.
Fazit: alle Basismedi absetzen! Huch.
Kortison ausschleichen und Azulfidine sofort weg.
Nun schaukele ich in meinem Stimmungskarussel schön hin und her oder auch auf und ab.
Einerseits finde ich es natürlich ganz positiv, reizvoll und erleichternd, dass ich nun einen ganzen Haufen Pillen nicht mehr fressen soll.
Andererseits hab ich natürlich auch ein bisschen Schiss vor einer gepflegten Bauchlandung.
Ich werde heute Abend keine Azulfis mehr nehmen.
Ich werde morgen das Corti auf 5 mg reduzieren.
Dafür nehme ich dann ab morgen 800 i.E. Vitamin E , statt 600 und 3 mal omega-3 statt 2 mal (das hab ich sogar ganz allein entschieden).
Und sie hat mir empfohlen, im Schub lieber hochdosiert mit NSAR zu klotzen (ihr Ausdruck), sprich Ibuprofen 800 dann auch gerne 3 mal täglich bis zu 5 Tage lang, wenn das Wetter mal wieder bei mir reinhaut.
Probieren geht über Studieren.
Ich hab nie auch nur einen Hauch von Entzündungszeichen im Blut gehabt.
Ich habe Arthrose kreuz und quer durch meinen Körper, verbogene Finger, verkorkste und edelmetallverstärkte Wirbelsäule, dicke Zehen und außerdem auch noch Kalk in mehreren Gelenken (wurde ja auch schon mal in einer großen OP aus meiner Schulter entfernt).
Jetzt probiere ich also diesen neuen Weg, ein bisschen ängstlich, aber auch optimistisch.
Heute Nachmittag hab ich dann natürlich auch wieder ein bisschen im Arthrose-Forum herumgelesen, leider sind da so entmutigend viele Berichte über OPs....
Hals kenne ich ja nun schon, aber Finger, Hände .... wieder Gedanken, die ich gar nicht zulassen möchte.
So, heute hab ich mal hier mein Herz ausgeschüttet, kennt Ihr ja nicht so von mir.
Es musste einfach nur mal raus, das kennt Ihr ja von uns allen.
Danke für´s Lesen, mir ist im Moment auch ein bisschen "seltsam".
Winnie
ich hatte heute ein recht überraschendes Erlebnis bei "meiner" Rheumatologin, über das ich Euch berichten will.
Allerdings war ich heute erst zum zweiten Mal bei ihr, vor 4 Wochen stellte ich mich mit allen meinen Rö-Bildern, Arzt-, Labor-, OP-, und Rehaberichten, die ich besitze, zum ersten Mal bei ihr vor und sie untersuchte mich auch sehr gründlich incl. nochmal Füße röntgen und Ultraschall Schulter und Zehen.
An dem Tag sagte sie, wie schon alle Ärzte vor ihr, ich hätte "Läuse und Flöhe", sprich, wohl Polyarthrose, aber da wäre auch eine entzündliche Komponente, so schubweise, wie die Krankheit bei mir aufgetreten sei. Und Azulfidine allein wäre da kaum ausreichend als Basis, eher als Zusatz und wir sollten doch mal an MTX denken.
Zuerst allerdings verordnete sie mir einen neuen kleinen Cortisonschub - und ich war schon so happy, auf 1,5 mg runter zu sein!, und ich fing wieder mit 15 mg an, bin heute aber schon wieder bei 6 mg.
Cortison wirkt auch bei mir eindeutig und ich vertrug auch nicht ihre vorgeschlagenen 2,5 mg-Reduzierungssprünge, die hab ich in 1 mg-Schritte abgemildert.
Nun fuhr ich heute wieder zu ihr, ganz mulmig, weil ich mit meiner ersten MTX-Spritze rechnete und mich natürlich fragte, wie mir das wohl bekommen möge.
Nun, hier die große Überraschung: nein, die Untersuchungen wären nicht überzeugend, die Zehen-Sono habe keine eindeutigen synovitischen Anzeichen, auch wie meine Hände aussehen, diese aufgetriebenen und teilweise versteiften Fingergelenke einschließlich des Ganglions an meinem Zeigefingermittelgelenk und die betroffenen Daumensattelgelenke sind eher typisch für eine "schwere erosive Fingerarthrose".
Die Entzündungen scheinen eher durch Aktivierungen der Arthrose verursacht.
Fazit: alle Basismedi absetzen! Huch.
Kortison ausschleichen und Azulfidine sofort weg.
Nun schaukele ich in meinem Stimmungskarussel schön hin und her oder auch auf und ab.
Einerseits finde ich es natürlich ganz positiv, reizvoll und erleichternd, dass ich nun einen ganzen Haufen Pillen nicht mehr fressen soll.
Andererseits hab ich natürlich auch ein bisschen Schiss vor einer gepflegten Bauchlandung.
Ich werde heute Abend keine Azulfis mehr nehmen.
Ich werde morgen das Corti auf 5 mg reduzieren.
Dafür nehme ich dann ab morgen 800 i.E. Vitamin E , statt 600 und 3 mal omega-3 statt 2 mal (das hab ich sogar ganz allein entschieden).
Und sie hat mir empfohlen, im Schub lieber hochdosiert mit NSAR zu klotzen (ihr Ausdruck), sprich Ibuprofen 800 dann auch gerne 3 mal täglich bis zu 5 Tage lang, wenn das Wetter mal wieder bei mir reinhaut.
Probieren geht über Studieren.
Ich hab nie auch nur einen Hauch von Entzündungszeichen im Blut gehabt.
Ich habe Arthrose kreuz und quer durch meinen Körper, verbogene Finger, verkorkste und edelmetallverstärkte Wirbelsäule, dicke Zehen und außerdem auch noch Kalk in mehreren Gelenken (wurde ja auch schon mal in einer großen OP aus meiner Schulter entfernt).
Jetzt probiere ich also diesen neuen Weg, ein bisschen ängstlich, aber auch optimistisch.
Heute Nachmittag hab ich dann natürlich auch wieder ein bisschen im Arthrose-Forum herumgelesen, leider sind da so entmutigend viele Berichte über OPs....
Hals kenne ich ja nun schon, aber Finger, Hände .... wieder Gedanken, die ich gar nicht zulassen möchte.
So, heute hab ich mal hier mein Herz ausgeschüttet, kennt Ihr ja nicht so von mir.
Es musste einfach nur mal raus, das kennt Ihr ja von uns allen.
Danke für´s Lesen, mir ist im Moment auch ein bisschen "seltsam".
Winnie