Hallo Smashy,
wahrscheinlich trete ich wieder ins Fettnäpfchen, aber was solls.
Die Entscheidung, ob eine Leistung aus dem IGel-Katalog in die Muß-Leistungen gehievt wird, kann meines Wissens die KK nicht allein entscheiden. (Meine Einschätzung als Nicht-Bürokrat) Da spielt unsere Gesundsheitspolitik wohl eher die große Rolle. Wahrscheinlich wird man mit dem richtigen Kreuzchen auf dem Wahlzettel mehr erreichen, als mit Briefen.

(weia, das ich sowas mal sage...

)
Leider ist es wohl so, dass die Osteopathie nicht als Heilmittel anerkannt ist, oder besser gesagt, es gibt keine Beweise für eine Wirkung. Wenn es hilft, steht das hier auf einem anderen Blatt. Gleiches Problem auch bei Homöopathie, TCM, Akupunktur (z.B. Monstis "Fred" aus den letzten Tagen -Thema Verwachsungsbauch), Ozon-Therapie und und und... Als die IGel-Verordnung in Kraft trat, wurden die KK mit Briefen und Anrufen bombardiert, nur - gebracht hat es nichts. Das ist eigentlich eine Sache der Politik. Den Vorstand interessiert das recht wenig, ich glaube kaum dass sich der Einsatz lohnt.
Smashy, Du hast schon recht. Eigentlich müsste man dagegen an. Ja. Eigentlich ist es nicht fair. Jahrzentelang haben die "Alten" alles bezahlt bekommen und bei uns gibts noch nicht mal mehr ein Dauerrezept für KG. Ich befürchte allerdings, das dieses "es steht mir zu" uns unter anderem auch dahin gebracht hat, wo wir heute stehen. Die Kassen sind scheinbar leer oder schlecht umverteilt. Wir jammern und klagen auf einem hohen Niveau wie schlecht es uns hier in D. geht und vergessen völlig, das Deutschland eines der wenigen Länder ist, wo man die Rechnung nicht erst privat zahlt und dann von der KK wiederbekommt, -wenn man es wiederbekommt! Stichwort USA, ich denke Uschi kann mehr dazu sagen.

Trotz aller Ungerechtigkeiten haben wir hier was Versorgung und Vorsorge angeht eines der besten Systeme.
Noch etwas. Mein Gutachter beim MDK sagte mir letztens sinngemäß:
"Verscherzen Sie es sich nicht mit der KK. Schicken Sie ihrem Sachbarbeiter zu Weihnachten eine Flasche Wein und halten Sie guten Kontakt. Sie werden sie die nächsten 30 Jahre (bis zur Rente) noch brauchen."
Er hat recht. (Ausser mit dem Wein, da bin ich geizig

) Davon hängt die schnelle Genehmigung notwendiger Hilfsmittel ab, die gewünschte Reha-möglichst in XY, die prompte Krankengeldbearbeitung oder nur der Wille eines Sachbearbeiters sich für einen einzusetzen, wenn es Probleme gibt. Das hat nichts mit schleimen zu tun. Ich meine nur, das Du Dir mit der direkten Konfrontation bei der KK auch eine Menge versauen kannst. Halt Deinen Kopf nicht für Sachen hin, die Du zur Zeit nicht ändern kannst.
Lieben Gruß
Katharina