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Aufnahme der Osteopathie in die Kataloge der KKs

Dieses Thema im Forum "Arbeit und Allgemeines" wurde erstellt von smashy, 8. August 2005.

  1. smashy

    smashy Neues Mitglied

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    weiß das jemand? Was müßte denn geschehen, das neue MUß-Leistungen in die Kataloge der Krankenkassen aufgenommen werden? Läuft das übers Bundesgesundheitsministerium und/oder Bundestag? Meine KK würde z.B. für eine osteopathische Behandlung, nur wenn ein Arzt die medizinische Notwendigkeit sieht, durch Goodwill des Sachbearbeiters der KK, einen Zuschuß zahlen, der von der Höhe her dem Satz der Physiotherapie entspricht. Also so ca 15-20 Euro pro Stunde. Da aber ne osteopathische Stunde um die 100 Euro kostet, ist das nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Könnte es sein, das ein Brief an den Vorstand meiner KK (von mir selber) etwas bringen würde??? In dem Brief würde gefragt werden, ob sie es nicht für sinnvoll halten würden, anstatt eine Arztrennerei zur Frage der richtigen Therapie zu bezahlen, besser eine osteopathische Behandlung übernehmen wollen - die im Endeffekt eine effektive Einsparung der Ärztekosten erbringen könnte.
     
  2. Frank_Stuttgart

    Frank_Stuttgart Neues Mitglied

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    Wenn die Osteopathie in den Katalog aufgenommen würde, dann sicher nicht zum Preis von 100 Euro in der Stunde.
    Das ist im Vergleich zu anderen vergleichbaren Leistungen der Physiotherapie oder der Ergotherapie sicher ein sagen wir mal abweichender Betrag.

    Ergo und Physio liegen da jedenfalls weit darunter.
    Es bleibt letztlich jedem selbst überlassen, ob er diese Preise akzeptiert. Die Kassen werden es nicht tun.
     
  3. ClaudiaSp

    ClaudiaSp Guest

    Krankengymnastik / Ergotherapie / Osteopathie

    Hallo,

    ich bin auch neu hier - und habe zum Glück noch kein Rheuma, aber sämtlich "älteren" Damen in meiner Familie.
    Deshalb suchen wir dringend KG / Ergoth. o.ä. zur ambulanten Betreuung nach einer neurochirurgischen Wirbelsäulen-OP. Dass das am besten in einer Reha-Klinik wäre, braucht Ihr mir nicht zu sagen - aber wir brauchen es ambulant in Darmstadt!!

    Ich hoffe sehr auf Eure Antworten!
    Claudia
     
  4. KayC

    KayC Stehauffrauchen

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    Hallo Smashy,

    wahrscheinlich trete ich wieder ins Fettnäpfchen, aber was solls. :p

    Die Entscheidung, ob eine Leistung aus dem IGel-Katalog in die Muß-Leistungen gehievt wird, kann meines Wissens die KK nicht allein entscheiden. (Meine Einschätzung als Nicht-Bürokrat) Da spielt unsere Gesundsheitspolitik wohl eher die große Rolle. Wahrscheinlich wird man mit dem richtigen Kreuzchen auf dem Wahlzettel mehr erreichen, als mit Briefen. :( (weia, das ich sowas mal sage... :p )

    Leider ist es wohl so, dass die Osteopathie nicht als Heilmittel anerkannt ist, oder besser gesagt, es gibt keine Beweise für eine Wirkung. Wenn es hilft, steht das hier auf einem anderen Blatt. Gleiches Problem auch bei Homöopathie, TCM, Akupunktur (z.B. Monstis "Fred" aus den letzten Tagen -Thema Verwachsungsbauch), Ozon-Therapie und und und... Als die IGel-Verordnung in Kraft trat, wurden die KK mit Briefen und Anrufen bombardiert, nur - gebracht hat es nichts. Das ist eigentlich eine Sache der Politik. Den Vorstand interessiert das recht wenig, ich glaube kaum dass sich der Einsatz lohnt.

    Smashy, Du hast schon recht. Eigentlich müsste man dagegen an. Ja. Eigentlich ist es nicht fair. Jahrzentelang haben die "Alten" alles bezahlt bekommen und bei uns gibts noch nicht mal mehr ein Dauerrezept für KG. Ich befürchte allerdings, das dieses "es steht mir zu" uns unter anderem auch dahin gebracht hat, wo wir heute stehen. Die Kassen sind scheinbar leer oder schlecht umverteilt. Wir jammern und klagen auf einem hohen Niveau wie schlecht es uns hier in D. geht und vergessen völlig, das Deutschland eines der wenigen Länder ist, wo man die Rechnung nicht erst privat zahlt und dann von der KK wiederbekommt, -wenn man es wiederbekommt! Stichwort USA, ich denke Uschi kann mehr dazu sagen. ;) Trotz aller Ungerechtigkeiten haben wir hier was Versorgung und Vorsorge angeht eines der besten Systeme. :p

    Noch etwas. Mein Gutachter beim MDK sagte mir letztens sinngemäß:

    "Verscherzen Sie es sich nicht mit der KK. Schicken Sie ihrem Sachbarbeiter zu Weihnachten eine Flasche Wein und halten Sie guten Kontakt. Sie werden sie die nächsten 30 Jahre (bis zur Rente) noch brauchen." :rolleyes:

    Er hat recht. (Ausser mit dem Wein, da bin ich geizig :D ;) ) Davon hängt die schnelle Genehmigung notwendiger Hilfsmittel ab, die gewünschte Reha-möglichst in XY, die prompte Krankengeldbearbeitung oder nur der Wille eines Sachbearbeiters sich für einen einzusetzen, wenn es Probleme gibt. Das hat nichts mit schleimen zu tun. Ich meine nur, das Du Dir mit der direkten Konfrontation bei der KK auch eine Menge versauen kannst. Halt Deinen Kopf nicht für Sachen hin, die Du zur Zeit nicht ändern kannst.

    Lieben Gruß
    Katharina
     
  5. Jürgen

    Jürgen Mitglied

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    Hallo Smashy,

    die Entscheidung ob eine Leistung bezahlt wird oder nicht wird vom Gem. Bundesausschuß festgelegt (http://www.g-ba.de/cms/front_content.php). Dort sitzen ganz kompetente Menschen, die nur das Beste für Patienten wollen (beispielsweise darf Kalzium nur noch nach einem Knochenbruch verschrieben werden...). Jetzt kannst Du Dir überlegen, ob neue Leistungen in den Leistungskatalog aufgenommen werden...

    @Katharina
    Wo soll das richtige Kreuzchen auf dem Wahlzettel sein? Die letzte Reform wurde von SPD, Grünen und CDU gemeinsam beschlossen. Die Linkspartei hat tolle Vorschläge und keine Gegenfinanzierung... Wer also soll wirklich eine Besserung bringen???

    Man sollte nie vergessen, dass die Krankenkasse von unseren Beiträgen finanziert wird und eigentlich ein Dienstleister ist. Aus diesem Grunde sehe ich keine Notwendigkeit, besonders freundlich zu sein, wenn man mir zustehende (gesetzlich festgeschriebene und dem Stand der Wissenschaft entsprechende) Leistungen verweigert. Nach der Einführung des neuen Heilmittelkatalogs verwährte man mir die KG+Massage außerhalb des Regelfalls, was eine Beschwerde bei der Hauptgeschäftsstelle und beim Vorgesetzten meines Sachbearbeiters zur Folge hatte. 2 Tage später war alles genehmigt...

    Wünsche allen wenig Streß mit Ämtern und Behörden
    Jürgen
     
  6. KayC

    KayC Stehauffrauchen

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    Hallo Jürgen,

    Das kann ich Dir leider auch nicht sagen, da ich genauso ratlos bin, wie die restlichen 80 % der Mitmaneschen dieses Landes. Leider!

    Gebe ich Dir grundsätzlich immer recht. Ich sprach allerdings nicht von einem "Nichtbewilligen ", sondern davon, wie gerne der Mitarbeiter der KK seine Arbeit für jemanden tut. Das mir die Leistungen der KK gesetzlich zustehen, ist klar. Aber konkreter Fall: Durch einen muffigen Sachbearbeiter aus der Krankengeldabteilung, der keine Lust hatte, zu berechnen, wieviel mir als Selbstständige an Krankengeld zusteht, hat sich der Termin der ersten Zahlung um mehr als 4 Monate verschoben. (Seit Anfang Juli 2004 krank, erstes KG Ende November) Eine Sauerrei ohne Ende. Ich hab geschimpft und getobt und zum Schluß echt finanzielle Sorgen gehabt. Ich gebe allerdings zu, das die Berechnung bei mir nicht so einfach ist (ich habe einen Angestellten, da muß errechnet werden, was der kostet und wieviel Geld der reinbringt) . Ausserdem habe ich ja kein festes Einkommen u.s.w. Zum Schluss habe ich fast täglich mit der einen oder anderen Abteilung der KK telefoniert. Jetzt hätte ich mich schriftlich an die Obrigkeiten wenden können und dort einmal richtig Druck machen können. So von wegen ohne Geld sitzen lassen, dann wenigstens Vorauszahlung, ect. Ich hätte mir einen Anwalt nehmen können, um das Ganze anzuschieben.

    Ich habe aus Verzweifelung und Wut so gut wie jeden Tag (weil auch dauernd neue Briefe mit anderen Sachbearbeitern kamen, mit Bitte um irgendwelchen Sachen, die noch nachzureichen waren) in der Leistungsabteilung angerufen. Beim dritten Telefonat hatte ich den Sachbearbeiter soweit, dass er nicht mehr ganz so genervt klang und als die Sache abgeschlossen war, war er sogar richtig freundlich und hat sich sogar für mich eingesetzt. (Mir war nämlich auch ein Fehler unterlaufen, der eigentlich zur weiteren Verzögerungen hätte führen können :rolleyes:).

    Ich meine die Art, wie man miteinander umgeht. Du weißt ja, wie es in den Wald reinschallt...

    Schönen Tag noch

    Katharina
     
  7. Lecram

    Lecram Neues Mitglied

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    Kayc:
    *würde ohne Sehnenscheidenentzündung nun applaudieren* :D
    Sehe ich genauso. ;) Wenn alle das so sehen würden -auch in vielen anderen Bereichen -würde die Lage Deutschlands eine andere sein. Das heißt nicht, dass es verboten sein soll, zu meckern -nein, denn das ist in einigen Bereichen sicher angebracht. Bloß man sollte sich immer darüber im Klaren sein, dass es uns trotzdem viel besser geht als dem Rest auf dieser doch recht großen Erde.

    Ich denke, in der Zukunft wird es nicht darum gehen, das Niveau unseres Sozialsystems zu steigern, sondern darum zu kämpfen, es stabil zu halten (in Anbetracht der demografischen Entwicklung usw.) und es, wenn möglich, gerechter zugehen zu lassen (privat vs. gesetzl.) und produktiver zu machen (u. a. in Form von Ärzten, die dem Patienten tatsächlich zuhören und gleichzeitig kompetent sind ->spart überflüssige Arztbesuche und Ärzte könnten dafür wieder etwas besser verdienen ->alle wären glücklich) .

    Sonst geht es uns im weltweiten Vergleich sehr gut. Natürlich bestätigen Ausnahmen wie immer die Regel: ich finde es z. B. unverantwortlich, wenn man mit starken Schmerzen oder sogar als Krebspatienten einen wichtigen MRT Termin erst in frühestens ein zwei Monaten erhält - zumindest als gesetzlich Versicherter.

    Sorry, wenn es etwas vom Grundthema abweicht, aber das lag mir auf der Zunge und ist auch gegen niemanden persönlich gerichtet. War einfach nur mein Wort zum "Sonntag".:)

    Viele Grüße
    Marcel
     
  8. trombone

    trombone die Schreibtischtäterin

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    Hallo smashy,

    ich glaube ganz fest, dass Du Dir diese Mühe absolut sparen kannst. Von Seiten der Interessenvertreter aus dem Bereich der Ostheopaten ist dieses in der Zwischenzeit des häufigern geschehen - dieses aber wohl auch nur eher halbherzig. Denn wie Du schon sagst ist diese Therapie extrem teuer (mit 100 €/Sitzung bist Du noch super günstig bedienst, hier liegen die Sätze i.d.R. bei 150 €/h) und die Therapeuten, die die Zusatzausbildung ja finanzieren mussten (ich meine hier nicht die Ärzte, die mit einer Fortbildung von ca. 25-50 Std. bedient sind, sonder die Physiotherapeuten bei denen die Ausbildung mehrere Tausend Euro kostet) möchten natürlich auch ihr investiertes Geld wieder hereinbekommen und das geht halt nicht so einfach, wenn man für eine Behandlung nur 20 € von der KK bekommt - oder?????
     
  9. Jürgen

    Jürgen Mitglied

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    Hallo Katharina,

    ich wollte auch nicht sagen, dass man grundsätzlich unfreundlich sein sollte ;) , nur manchmal muß man halt schon etwas aufdringlicher werden... Das Problem ist, dass die Sachbearbeiter teilweise mit den ganzen Vorschriften, die sich regelmäßig ändern, völlig überfordert sind (man kann es ihnen nicht verübeln). Dennoch ist es nicht mein Problem... Was die Jammerei über zu wenig Geld angeht, so könnte man durchaus sinnvolle Sparmaßnahmen treffen, beispielsweise kann ich keinen Grund für 266 gesetzliche KK finden, mit meiner KK-Karte kann jeder eine ärztliche Behandlung in Anspruch nehmen, Medikamente sind in Deutschland so teuer wie in keinem anderen Land, der Arzt kann abrechnen was er will,...

    Schöne Grüße
    Jürgen
     
  10. Frank_Stuttgart

    Frank_Stuttgart Neues Mitglied

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    An Trombone

    Hallo Trombone

    Der Verband der Osteopathen gibt einen Stundensatz zwischen 60 Euro und 100 Euro an.

    Im übrigen müssen andere Berufe auch ihre Ausbildung selber finanzieren. Ein üblicher Physiotherapeut muss sehr viel Geld in Kurse investieren (Lymphdrainage, Bobath etc) und bekommt bei weitem nicht solche Honorare.

    Ergos, Physios und Logos erreichen in etwa 50 Euro als Stundensatz bei einer vergleichsweise teuren Ausbildung und zahlreichen teuren Fortbildungskursen.

    Dass die Kassen solche Honorare nicht akzeptieren ist klar und daher machen die Ostheopathen auch nicht wirklich Druck, dass die Behandlung eine Kassenbehandlung wird.

    Ob eben 150 Euro die Stunde gezahlt werden ist die Entscheidung eines jeden Einzelnen.
    (Immerhin weit über der Empfehlung des jeweiligen Verbandes und 3 mal so hoch wie der Stundensatz der übrigen Therapeuten)
     
  11. Mücke

    Mücke Guest

    vergütung bei logo...

    @ Frank

    ich weiss nicht wie der satz, bei ergos und physios ist, aber ich denke nicht viel anders.
    als logopädin bekommt man im mittel ( unterschedet sich um wenige euros,je nach kk) 30 euro für 45 minuten am patienten und 15 minuten vor- und nachbereitungszeit , lediglich die hausbesuche bringen noch eine zusatzpauschale oder eben privatpatiienten.

    liebe grüße

    mücke
     
  12. Chrischan

    Chrischan Neues Mitglied

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    hi,

    die preis für physio könnt ihr euch z.b. bei www.physio.de anschauen! als beispiel:

    kg (regelbehandlungszeit laut rahmenvertrag 15-25 min inklusive vor- und nachbereitung):

    13,94 (vdak = barmer, techniker ...), 14,40 (primärkassen, also z.b. aok)

    da viele physios zeitlich mehr investieren als vertraglich vorgesehen (behandlungstakt 30 min), werden die meisten wohl kaum auf einen umsatz von 50,-/hrs kommen ... dies ist annähernd bei einer 20 min-taktung erreichbar, wenn nebenher noch elektrotherapie oder fango laufen. mein physio arbeitet mit einer 15 min-taktung - sein plan ist trotzdem vollkommen überfüllt, da er im bereich der manuellen therapie einfach unschlagbar ist im weiten umkreis.

    ich denke, man sollte zunächst einmal diskutieren, wie im bereich der physiotherapie eine angemessene bezahlung sowie behandlungszeit erreicht werden kann - bevor diese leistungen ohnehin aus dem leistungskatalog gestrichen werden! auch sollte der dualismus arztbehandlung vs. physiotherapie beachtung finden - denn nach dem empfinden vieler ärzte geht dies eben vom eigenen gehalt ab ... mit dem ausstellen von rezepten kann man nun mal auch keine große kohle machen, wer mal auf www.igelarzt.de schaut, weiss wo es lang geht :eek:

    grüßle, chrischan
     
  13. Frank_Stuttgart

    Frank_Stuttgart Neues Mitglied

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    Es ging hier um die Osteopathie.

    Mir erscheinen dabei die Preise von 100 oder 150 Euro als zu hoch und ich habe lediglich einen Vergleich gezogen zu den therapeutischen Leistungen, die die Kasse bereits übernimmt im Bereich der Physiotherapie.

    Ein Betrag über 100 Euro erscheint mir auch deshalb zu hoch, weil eben die anderen auch eine teure Ausbildung finanzieren müssen, das kann also nicht als Grund herangezogen werden.


    Das Spannungsverhältnis zwischen Arzt und Physiotherapeut und irgendwelche Vermutungen waren nicht das Thema.
     
  14. bise

    bise Neues Mitglied

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    bei Frau Antje
    immer mehr physios machen die ausbildung und prüfung zum heilpraktiker. sie machen dann auch fortbildungskurse in der osteopathie, um dann als HP die osteopathische behandlung selbständig ausüben zu können, d.h. u.a. private rechnungen ausstellen zu können. die kosten einer behandlung in osteopathie übernimmt derzeit kaum eine kk. wer kann sich diese behandlung überhaupt leisten? so wird der preis einer behandlung immer höher. die physios haben nicht genügend zahlungsfähige kundschaft, also schlagen sie kräftig zu, wenn sich die gelegenheit dazu ergibt.
    im übrigen sind sie als HP meistens für die regulären kg behandlungen verloren.

    viele physios arbeiten schon im15 minuten takt, d.h. 4 patienten in einer stunde. manche von ihnen arbeiten "nebenbei" ca. 2 stunden am tag. das rechnet sich für sie. leider ist dann auch die behandlung entsprechend "flott". für chronisch kranke - wie rheumis u.a. - kann diese einstellung eine katastrophe bedeuten.

    wieviele physios machen überhaupt eine teure fortbildung? ich suche seit jahren nach physios, die eine fortbildung für rheumatische erkrankungen absolviert haben. diese lehrgänge sind durchaus bezahlbar, wurden sogar am ort abgehalten. niemand hatte interesse. auf nachfrage wurde mir erklärt, dass es sich nicht rechne.
    denn fort/weiterbildung werden von den kk nicht honoriert. die differenz zwischen kg und mt ist so gering, dass es sich für physios nicht "lohnt".
    für die kk gilt: physio ist gleich physio.

    im übrigen: in friedrichshafen gibt es einen physio, der auch als physio praktiziert und sehr gute kenntnisse in osteopathie hat.
    nix für ungut.
     
  15. Chrischan

    Chrischan Neues Mitglied

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    hi,

    es geht um die aufnahme neuer leistungen - hier eben die osteopathie - in den leistungskatalog der gesetzlichen krankenversicherung; welchen preis der einzelne osteopath kalkuliert, muss dieser nach seinen betriebswirtschaftlichen berechnungen selbst sehen - auch der patient entscheidet ja hoffentlich nach qualität und preis. da muss man eben auch mehrere ausprobieren ... die qualität von physios kann ja sehr schwanken. naja, das ist eben so, wie in vielen anderen berufen auch, was sich ja aber teilweise fatal auswirkt, da man sein hart erkämpftes rezept nicht einfach so in den wind schießen möchte.
    (@ frank) natürlich ist es aber wichtig, bei der neuaufnahme von leistungen in den leistungskatalog der gkv auch das wirkungsgefüge der einzelnen akteure bzw. entscheidungsträger zu betrachten - ist es von deren interessenlage aus überhaupt erwünscht, diese leistung neu in den leistungskatalog aufzunehmen? dies kann sicherlich verneint werden, oder! ... die eingangsfrage zielte ja darauf ab, was man tun müsse, damit eine neue leistung gezahlt werden kann und nicht, ob irgendein betrag x gerechtfertigt sind.

    da zur zeit mehr oder weniger offen diskutiert wird, ob die physiotherapie nicht eher ganz aus dem leistungskatalog herausgenommen werden und privat abgesichert werden sollte, wird in nächster zeit eine aufnahme der osteopathie in den leistungskatalog wohl eher sehr unwahrscheinlich sein - und liegt auch nicht im interesse der akteure ... den patienten mal ausgenommen. schließlich geht es nur ums geld: die kk freut sich, wenn sie nicht so viel zahlen muss, die ärzte freuen sich, da mehr in ihrem honorartopf verbleibt, osteopathen (ob nun orthopäden oder physios, heilpraktiker, die sich weitergebildet haben) freuen sich, da man eine privatleistung eben individuell gestalten kann und nicht auf die gkv angewiesen ist - der einzige, der sich nicht freut, ist der patient.

    meine meinung ist aber zu dem thema grundsätzlich, dass es bereits in der physiotherapie sehr gute methoden gibt - und die teilweise z.b. auch in einer studie der gmünder ersatzkasse beklagte wirkungslosigkeit selbiger wohl auch darin liegt, dass zusatzqualifikationen (und sei es eben "nur" manuelle therapie) monetär nicht gewürdigt werden sowie behandlungszeiten dermaßen heruntergekürzt werden, dass eine vernünftige behandlung gar nicht mehr möglich sein kann. flappsig ausgedrückt, hat eine älterer mensch bei einer behandlungszeit von 15 min gerade mal seinen pulli ausgezogen .... könnte ein "normaler" physio ebenso lange und mit angemessener bezahlung behandeln wie eben ein privat abrechnender osteopath, wären behandlungsergebnisse sicherlich auch oftmals besser. eine standardbehandlungszeit von 30 min wäre bestimmt für physio und patient akzeptabel, aber was machen, wenn es dafür nur knapp 15,- gibt? damit kann man eben kein unternehmen aufrecht erhalten .... vom gba wird da bewusst in kauf genommen, dass die leistung physiotherapie so nicht unbedingt wirkungsvoll ist - und dies wird dann noch als argument genommen, die physiotherapie gänzlich zu streichen.

    @ smashy: eigentlich hast du das ja schon richtig gemacht - deine kk hat ja bei dir wohl eine einzelfallentscheidung getroffen oder ist osteopathie bei deiner kk eine satzungsleistung? vielleicht nimmst du dir zuerst mal die satzung deiner kk zur hand und schaust, was da bei den zusätzlichen leistungen so drin steht. ist die osteopathie da nicht verzeichnet, wird's wohl schwierig, da die kk ja schon goodwill gezeigt hat. ansonsten hilft wohl nur der gang zum sozialgericht - da kommt's dann wieder auf den richter an - nciht, dass der dir dann um die ohren klatscht, dass es ja genug methoden innerhalb der physiotherapie gibt und man doch diese nutzen sollte ... die sind da ja teilweise recht unsensibel (jedenfalls meine erfahrung ...).

    gruß, chrischan.
     
  16. smashy

    smashy Neues Mitglied

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    Hallo an alle,

    na, da hab ich mal ne interessante Diskussion losgerissen ;-)
    Im Endeffekt geht es hier tatsächlich nur um eine Aufnahme der Osteopathie in die Kataloge der gesetzlichen KKs.

    @ Chrischan: hast Du wahrscheinlich Mißverstanden. Bei mir liegt noch keine Entscheidung meiner KK auf Übernahme von Kosten der osteopathischen Behandlung vor. Ich habe mich erstmal lediglich telefonisch dort erkundigt. Es ist Goodwill des Sachbearbeiters derer, ob ich das bekomme. Es ist keine MUß-Leistung.

    Auch wenn es vielleicht wenig bringt. Mein Osteopath meinte selbst, das wohl die Patienten derer ihre guten Erfahrungen vermehrt bei den richtigen Stellen mitteilen sollen. Vielleicht werden diese dadurch hellhörig.

    Ich denke so. Die Kosten der Osteopathie lesen sich auf den ersten Blick als Schweine teuer. Wenn aber die Gesamtkosten eines Leidensweges zusammen gerechnet werden, und was man schon alles an nutzlosen Medikamenten und Therapien hinter sich hat, dann zahlt sich die Osteopathie auf jeden Fall als langfristige WIRKUNGSVOLLE Therapie aus.

    Ich war heute schon fleissig. Ich habe mein Anliegen an die BUNDESARBEITSGEMEINSCHAFT FÜR PATIENTINNENSTELLEN UND -INITIATIVEN via email geschildert http://patientinnenstellen.de Diese sitzen in dem Gemeinsamen Bundesausschuß für Ärzte und Krankenhäuser, der über die Aufnahme von Leistungen in die Kataloge der KKs beschließt.
    Bin auf deren Ausreden gespannt. So wie ich es oben geschildert habe, habe ich es denen verklickert.
     
  17. Chrischan

    Chrischan Neues Mitglied

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    hi smashy,

    ach ich dachte, dass du die 20,- euronen schon bekämst :o naja, im rahmen einer einzelfallentscheidung ist dies ja bereits ein anfang, aber mehr könnten die natürlich trotzdem zahlen! im rahmen einer einzelfallentscheidung sollte eigentlich auch mehr möglich sein ....

    könntest vielleicht auch noch was an die patientenbeauftragte sowie ans bundesgesundheitsministerium schreiben .... aber besser erst nach der wahl ;) die patientenvertreter haben im gba ja ohnehin so gut wie gar nix zu vermelden ...

    du musst halt auch sehen, dass die osteopathie keine wissenschaftlich fundierte behandlungsmethode darstellt ... sie sagt von sich selbst, dass sie bewegungseinschränkungen unter beachtung von struktur und funktion aller teile löst - da macht sie nix anderes als die manuelle therapie nach dem maitland-prinzip. also nicht wundern, wenn da als antwort kommt, dass eine derartige therapie bereits im leistungskatalog enthalten ist ....

    schönen sonntag!
     
  18. smashy

    smashy Neues Mitglied

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    da bringst Du mich auf ne Idee, mit der Einzelbewertung bei meiner KK.
    Ein Versuch wäre es Wert, vielleicht doch mehr rauszuschlagen. Mit dem Argument auf die Gesamtkosten gesehen, die ich bisher mit meiner Ärzterennerei und Medikamenten meiner KK verursacht habe.

    So eine Antwort, in der Art "haben wir schon im Katalog", würde mich nicht wundern *g*. An das BMG schreib ich natürlich erst nach dem 18.09.
    Oder beides - vorher und nachher - falls es doch nen Regierungswechsel gibt *g* (und diese hätt ich dann vielleicht sogar gar nicht mal gewählt *lach*)
     
  19. Chrischan

    Chrischan Neues Mitglied

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    na, ich auch nicht ;)

    meine erfahrung ist, dass man die kk in sachen einzelfallentscheidung schon auch mal etwas mehr stuppsen muss ... das kann klappen oder auch nicht, ist aber immer einen versuch wert :)

    ich habe auch irgendwie im hinterkopf, dass es kk's gibt, die die osteopathie als satzungsleistung übernehmen - da gab's mal 'ne übersicht bei der stiftung warentest ... vielleicht schaust du da auch noch mal?

    gruß, christiane.
     
  20. smashy

    smashy Neues Mitglied

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    Hallo Christiane,

    schade, da hab ich jetzt auf die schnelle nix gefunden und bei google sucht man sich da dumm und dipplig, aber eigentlich könnte das ja auch mein Osteopathe selber wissen, ob er überhaupt mit Kassen im allgemeinen abrechnen kann, wenn es denn welche gibt, die das übernehmen. Aber danke für die Tipps :)