Ein liebes Hallo an alle Mitstreiter,
ich habe Rosarots „Tagebuch“ gefunden und gelesen (finde es jetzt allerdings nicht mehr wieder) und war erschüttert. Solches Leid, darauf war ich nicht gefasst. Dass sie trotzdem so „gut drauf“ ist, finde ich phantastisch und kann es nur bewundern. Auch anderen, deren Krankengeschichten ich nun las, gehört mein Mitgefühl und auch Bewunderung.
Ich habe auch eine andere Bemerkung gelesen, die sinngemäß so lautete: lies Dir mal die Fragen der Anfänger durch, waren wir auch jemals so naiv zu glauben, das geht vorbei?! Ich muss gestehen, das macht mir ein wenig Angst, denn ja, das habe ich auch geglaubt und war der Meinung, dass sogar der Rheumadok das hätte verlauten lassen. Hier lese ich aber etwas ganz anderes und schäme mich für meine Jammerei, denn solche Schmerzen und Beschwerden habe ich (noch?) nicht.
Bei mir begann es im Februar diesen Jahres, d.h. Beschwerden habe ich eigentlich schon lange Jahre, nur waren die dann dank Diclo, Ibuprofen und der Spritzen meines Hausarztes nach Tagen, Wochen, auch mal Monaten wieder weg. Genaue Diagnose wurde nicht gestellt. Ich dachte wohl irgendwie, dass das mit zunehmendem Alter halt so ist.
Aber nun zum Februar: ich wurde eines Morgens nach unruhigem Schlaf wach und stellte fest, dass meine Gelenke, Finger-, Hand-, Knie- und Schultergelenke sehr sehr weh taten. Greifen konnte ich kaum, Tasse halten ging nicht, Bluse usw. anziehen war schmerzhaft und auch das Gehen bereitete Probleme. Der HA spritzte wieder und verschrieb Pillen, es wurde besser, schlimmer, mal das Hüftgelenk, mal die Füße, kurz, es war nicht sehr schön, sodass der Arzt eine Überweisung zum Rheumatologen ausschrieb. Einen Termin konnte ich erst in Monaten, Juli bekommen. Nach und nach wurden meine Beschwerden weniger, nur die Hände waren morgens sehr schmerzhaft zu bewegen, das andere verzog sich.
Eigentlich wollte ich den Termin schon wieder absagen, nur riet mein HA mir, doch einmal die Untersuchung durch einen FA stattfinden zu lassen. Gesagt, getan. Befund: Polyarthritis. Nicht im Blut feststellbar, nur durch Knötchen auf dem Röntgenbild sichtbar. Er verschrieb eine geringe Dosis Cortison und Sulfasalazin. Die Nebenwirkungen wurden von Woche zu Woche schlimmer. Übelkeit, Schwindel, Bauch- und Kopfschmerzen waren da, bei den Augen hatte ich das Gefühl, jemand drücke sie von innen raus. Ständige Müdigkeit, nicht schlafen können und zuletzt depressive Anwandlungen.
Rücksprache mit Rheumadok: erst einmal Sulfasalazin verringern, dann erneuten Anlauf.
Bei dem Wiederanlauf bin ich jetzt und hoffe, dass das eintritt, was der Dok mir sagte: die NW wären vielleicht weniger schlimm als beim ersten Mal.
Ich hoffe, ich habe Eure Geduld nicht über Gebühr strapaziert.