Guten Morgen
Lieben Dank für Eure Begrüßung.
Dann werde ich erst einmal ein bißchen was über mich erzählen
Seit meinem 10. Lebensjahr etwa habe ich immer wieder mit dem Ischiassyndrom zu tun gehabt, so jedenfalls die Meinung der Mediziner. Es gab dann halt Spritzen in den schmerzenden Bereich und "gut war". Mit 14 ungefähr begannen chronische Sehnenscheidenentzündungen, die mein Arzt auf das Gitarre-Spielen schob, jedoch hatte ich sie in beiden Handgelenken und später kamen noch die Fußgelenke hinzu.
Wenn man dann arbeiten muß, erst Ausbildung, später Beruf, Haushalt, Familie, dann schiebt man die ständigen Schmerzen auf Verspannungen, Überanstrengungen, Unterkühlungen. Merkwürdig war für mich immer nur, daß die Schmerzen in Intervallen auftragen, häufig witterungsabhängig und mir Bewegungen an einigen Tagen keine Probleme bereiten, an die ich an anderen Tagen gar nicht zu denken wagte. Wegen meiner ständigen Rückenschmerzen bekam ich von meinem Internisten Diclofenac verschrieben. Ich glaube, Ratiopharm konnte ab Mitte der 90er Jahre mehr Tantiemen an seine Mitarbeiter auszahlen
Eines Tages (es muß ungefähr 1997 gewesen sein), hatte ich fürchterliche Schmerzen im Bereich der rechten Hüfte, die bis in den Bauchraum bzw. bis ins Knie ausstrahlten. Das Gefühl war, als würden meine Knochen brennen. Mein Hausarzt (der Ratiopharm-Fan) meinte nur lapidar, ich habe eine rheumatische Arthrose. Zu dieser Diagnose ist er ohne Untersuchung, vor allem aber ohne Blutuntersuchung gekommen.
Weil er sich nicht weiter darum kümmerte, dachte ich, ich müßte einfach mit den Schmerzen leben.
Vor drei Jahren begannen Schmerzen im rechten Großzehgrundgelenk. Zuerst konnte ich den Fuß nicht mehr abrollen, dann nicht einmal mehr auftreten. Ich bin sofort zu einem Internisten, der zwar eine Blutuntersuchung machte, bei der Gicht ausgeschlossen wurde, jedoch wurde auch nicht weiter nach der Ursache geforscht.
Nachtrag:
Anfang 1998 erkrankte ich an CFS (Chronic Fatigue Syndrom - chronisches Müdigkeitssyndrom) nach einer nicht auskurierten Streptokokkeninfektion, doch die Krankheit wurde erst Mitte 2000 erst durch eine Ärztin diagnostiziert und später durch einen Heilpraktiker bestätigt.
Mittlerweile ist es so, daß mir nahezu jedes Gelenk im Körper weh tut, morgens mehr als abends, an trockenen (auch kalten) Tagen weniger als an feuchten (auch warmen). Ob ich nun an einer der rheumatischen Erkrankungen leide, konnte mir bislang noch niemand sagen, weil ich fast kontinuierlich bei den Ärzten mit leicht spöttischem Grinsen als Hypochonder abgewiesen werde.
Hinzu kommt, daß ich eine chronische Schilddrüsenentzündung (Thyreoiditis, eine Autoimmunkrankheit) habe. Aber für diese Diagnose mußte ich auch fast 10 Jahre durch diverse Arztpraxen pilgern, bis mir endlich jemand Gehör schenkte. Ich will nun nicht wieder 10 Jahre verstreichen lassen müssen, bis sich einer der Mediziner herabläßt, meinen Rheumafaktor zu bestimmen.
Vielleicht hat ja jemand von Euch einen Vorschlag
(Ups, ganz schön lang geworden )