Lecram
Mitglied
Hallo ihr alle!
Nachdem ich jetzt endlich meine Abi-Prüfungen hinter mir habe und mein Gesundheitszustand sich kurz davor - wie ein kleines Wunder - wieder stabilisiert hatte (danke nochmal für eure damaligen Tipps; es war wohl eine langwierige Infektion, die nach 3 Wochen dann langsam verschwand; Blutwerte normalisierten sich dann auch wieder), hab ich schon wieder eine andere Frage.
Sie betrifft das Arbeitsrecht und den Schwerbehindertenausweis. Ich bin jetzt nämlich ziemlich verwirrt.
Derzeit kämpfe ich um einen Schwerbehindertenausweis, um gewisse Vorteile bei Bewerbungen im Öffentlichen Dienst zu erhalten. Leider dauert das so lange, dass es mir nicht mehr so viel bringt, wie eigentlich gedacht, da ich jetzt schon die ganzen Einstellungstest hab/hatte ohne bevorteiligt zu werden.
Diese Woche war ich das erste Mal bei der Rheuma-Liga, die mich eigentlich für das Widerspruchsverfahren unterstützen sollte, das nun schon eingeleitet wurde.
Und nun die völlige Verwirrung: Dort wurde mir davon abgeraten, da ich - sollte es mit den Bewerbungen nicht klappen, was ja in der heutigen Wirtschaftslage sehr wahrscheinlich ist - keine Chancen auf einen Einstieg in den Arbeitsmarkt haben würde. Niemand will junge rheumatische Schwerbehinderte einstellen. Selbst der Öffentliche Dienst sei angeblich nicht so wild darauf, da er automatisch sehr viele Schwerbehinderte bekommt, wenn eigene Mitarbeiter im Alter erkanken.
Schön und gut, das war zwar ein Stoß vor den Kopf, aber dann kam das 2. Problem:
Selbst wenn ich keinen Ausweis hätte, den ich ja wahrheitsgemäß angeben müsste, bin ich anscheinend bei allen Arbeitgebern dazu verpflichtet, meine Einschränkungen (die man ja auch teilweise nicht verstecken kann...humpeln usw.) anzugeben. Im Klartext heißt das, dass ich eigentlich nirgendwo eingestellt werden würde. Jeder Arbeitgeber würde lieber erst Gesunde vorziehen mit wenig Fehltagen usw. Was hab ich denn dann für eine Zukunft? Ich würde schließlich gerne arbeiten, aber natürlich hab ich Einschränkungen.
Und dann hab ich noch eine Frage, die mich mal interessieren würde: Angenommen, das bereits eingeleitete Widerspruchsverfahren erbringt einen Schwerbehindertenausweis.
Könnte ich dann nicht - rein theoretisch - einfach sagen, dass es mir plötzlich besser geht, auch wenn es nicht stimmt. Dann wird er mir wieder abgenommen und irgendwann, wenn ich dann doch irgendwo, irgendwie einen Job hab, könnte ich ihn wieder beantragen? Vermutlich lässt sich das Versorgungsamt auf solche Spielchen aber nicht so schnell ein, oder?
Na ja, aber wenn ich eh unter Wahrheitspflicht stehe, ist es ja fast egal, ob ich einen Ausweis hab oder nicht - genommen wird man ja sowieso nicht.
Irgendwie ein Teufelskreis...
Vielleicht wisst ihr ja mehr...würde mich sehr über jegliche Tipps freuen.
Viele Grüße,
Marcel
Nachdem ich jetzt endlich meine Abi-Prüfungen hinter mir habe und mein Gesundheitszustand sich kurz davor - wie ein kleines Wunder - wieder stabilisiert hatte (danke nochmal für eure damaligen Tipps; es war wohl eine langwierige Infektion, die nach 3 Wochen dann langsam verschwand; Blutwerte normalisierten sich dann auch wieder), hab ich schon wieder eine andere Frage.
Sie betrifft das Arbeitsrecht und den Schwerbehindertenausweis. Ich bin jetzt nämlich ziemlich verwirrt.
Derzeit kämpfe ich um einen Schwerbehindertenausweis, um gewisse Vorteile bei Bewerbungen im Öffentlichen Dienst zu erhalten. Leider dauert das so lange, dass es mir nicht mehr so viel bringt, wie eigentlich gedacht, da ich jetzt schon die ganzen Einstellungstest hab/hatte ohne bevorteiligt zu werden.
Diese Woche war ich das erste Mal bei der Rheuma-Liga, die mich eigentlich für das Widerspruchsverfahren unterstützen sollte, das nun schon eingeleitet wurde.
Und nun die völlige Verwirrung: Dort wurde mir davon abgeraten, da ich - sollte es mit den Bewerbungen nicht klappen, was ja in der heutigen Wirtschaftslage sehr wahrscheinlich ist - keine Chancen auf einen Einstieg in den Arbeitsmarkt haben würde. Niemand will junge rheumatische Schwerbehinderte einstellen. Selbst der Öffentliche Dienst sei angeblich nicht so wild darauf, da er automatisch sehr viele Schwerbehinderte bekommt, wenn eigene Mitarbeiter im Alter erkanken.
Schön und gut, das war zwar ein Stoß vor den Kopf, aber dann kam das 2. Problem:
Selbst wenn ich keinen Ausweis hätte, den ich ja wahrheitsgemäß angeben müsste, bin ich anscheinend bei allen Arbeitgebern dazu verpflichtet, meine Einschränkungen (die man ja auch teilweise nicht verstecken kann...humpeln usw.) anzugeben. Im Klartext heißt das, dass ich eigentlich nirgendwo eingestellt werden würde. Jeder Arbeitgeber würde lieber erst Gesunde vorziehen mit wenig Fehltagen usw. Was hab ich denn dann für eine Zukunft? Ich würde schließlich gerne arbeiten, aber natürlich hab ich Einschränkungen.
Und dann hab ich noch eine Frage, die mich mal interessieren würde: Angenommen, das bereits eingeleitete Widerspruchsverfahren erbringt einen Schwerbehindertenausweis.
Könnte ich dann nicht - rein theoretisch - einfach sagen, dass es mir plötzlich besser geht, auch wenn es nicht stimmt. Dann wird er mir wieder abgenommen und irgendwann, wenn ich dann doch irgendwo, irgendwie einen Job hab, könnte ich ihn wieder beantragen? Vermutlich lässt sich das Versorgungsamt auf solche Spielchen aber nicht so schnell ein, oder?
Na ja, aber wenn ich eh unter Wahrheitspflicht stehe, ist es ja fast egal, ob ich einen Ausweis hab oder nicht - genommen wird man ja sowieso nicht.
Irgendwie ein Teufelskreis...
Vielleicht wisst ihr ja mehr...würde mich sehr über jegliche Tipps freuen.
Viele Grüße,
Marcel