Nachtrag zum Restless-Legs-Syndrom (RLS): Ich habe das schon seit über 30 Jahren, mal mehr, mal weniger. Ganz extrem war es in akuten psychischen Krisen, in Schwangerschaften und nach großen OPs. Da sorgten meine zappelnden Beine (und die Arme!) dafür, dass ich nicht vor 4-5 Uhr in der Früh einschlafen konnte. Da war ich morgens um 6:30 Uhr natürlich nicht sonderlich fit.
Die Symptome bei mir: Bei Müdigkeit und/oder warmen Füßen macht sich ein nicht unterdrückbarer Bewegungsdrang breit. Das Gefühl kann ich schlecht beschreiben, außer mit sehr unangenehmen Kribbeln, das nur durch Bewegung, Ablenkung und Kälte zu mildern ist. Ich habe es in den Akutphasen nicht nur abends, wenn ich gerne schlafen möchte, sondern auch tagsüber. Ich gehe deshalb schon nicht mehr ins Kino, weil ich für jeden neben mir eine grandiose Nervensäge bin, weil ich einfach nicht stillsitzen kann.
Auch ich nahm schon öfters Medikamente aus der L-Dopa-Reihe (niedrig dosiertes Madopar und Restex). Leider erreichen bei mir diese Mittel nach anfänglich sehr guter Wirkung irgendwann das Gegenteil: Es wird noch schlimmer. Sowas nennt man dann "paradoxe Wirkung".
Restex nehme ich bei Bedarf auch heute noch, aber nur noch für maximal 3 Tage. Danach habe ich meist auch erst mal Ruhe. Ein wenig habe ich es eigentlich täglich, aber es stört mich nicht weiter.
RLS ist meist familiär gehäuft, und zwar in der weiblichen Linie. Bei uns in der Familie hatte es meine Oma mütterlicherseits, meine Mutter hat es, zwei meiner Schwestern und ich haben es auch.
Die Diagnose erfolgte bei mir ohne Medikamententest durch einen Neurologen. Die Symptome waren so eindeutig, dass dieser Test nicht notwendig war.
Grüßle von
Angie