Hallo Simone,
einen Tip,wie du das Problem erfolgreich lösen kannst,habe ich leider auch nicht parat.
Doch einige Fragen möchte ich doch noch loswerden.
Zeigt deine kleine Hundedame noch andere Verhaltensauffälligkeiten?
Macht sie beide Geschäfte in der Wohnung oder muß sie "nur" so oft
pieseln?
Säuft sie ev. auch mehr und wie ist es mit dem Fressen?
Und welche Untersuchungen hat dein Tierarzt gemacht, um andere Kh
auszuschließen?
Und wie ist es mit dem Fell und der Haut, vielleicht zeigt sich vermehrter
Haarausfall?
Hat sich ihr Gewicht verändert, oder sieht der Bauch kugelig aus?
Ich weiß,das sind viele Fragen auf einmal.
Doch nicht ohne Grund.
Auch ich hatte dieses Problem im letzten Jahr.Allerdings nicht im Winter,
es begann irgendwann im Mai.Also nichts mit kaltem Hintern und so....
Zuerst dachte ich auch an Blasenentzünd. oder Nieren verkühlt.
Unser Rauhhaardackelmann Felix badet nämlich für sein Leben gern im See.
Aber diverse Teesorten brachten keine Besserung. Im Gegenteil, inzwischen
lief die Blase schon im Schlaf unbemerkt über.
Die nächsten Vermutungen liefen dann auch schon in Richtung Diabetes
oder irgendetwas anderes Schwerwiegendes.
Also ab zum Tierarzt,der auch gleich 2 Verdachtsdiagnosen hatte.
1. Diabetes insipidus (das Hormon ADH wird nicht ausreichend produziert)
2. Morbus Cushing bzw. Cushing-Syndrom
Ausführliche Untersuchungen,die teilweise für meine Umwelt sehr lustig
und unterhaltsam waren

,für mich eher weniger :o .
Man stelle sich die Bilder von 24 Std. Urinsammeln bei einer Bodenfreiheit
von inzwischen fast 0 cm vor

.Und das an 3 Tagen hintereinander

.
Naja irgendwie haben wir das auch geschafft.
Mit den Symptomen (siehe Fragen) und einem ausführlichem Laborbild,war
die Diagnose eindeutig>>> Cushing-Syndrom<<< verursacht durch einen
Hypophysentumor.Dieser läßt die Nebennieren unkontrolliert Kortison
produzieren.
Es folgte eine 14 tägige Chemotherapie mit Tabletten und unser kleiner
lieber (damals 7jähriger) "Sturkopf" war wieder fast der alte.
Allerdings wurde in diesem Zusammenhang auch eine Herzerkrankung
festgestellt. Das kann eine Folge der Krankheit sein,doch wir vermuten,daß
er es schon seit der Geburt hat.Im Sommer hatte er schon immer arge
Probleme,naja das ist eine andere Sache.
Vor ca. 4 Wochen bemerkten wir wieder eine Zunahme der Symptome.
Als bei alle 2 Std. pieseln der Punkt erreicht war,daß auch meine Kräfte
am Ende waren,war es wieder höchste Zeit für die Chemotherapie.
Diesesmal reichten 4 Tage

,bis sich sein Sauf-,Fress- u. Pieselverhalten
normalisiert hat.
Wie du siehst,gibt es viele Möglichkeiten und Gründe.Solltest du der
Meinung sein,daß dein Tierarzt etwas übersehen haben könnte,sprich ihn
einfach darauf an.Leider ist das eine krankheit,die oft "übersehen" wird
und nicht jerder Arzt kennt sich damit ausreichend aus

.
Ich kenne übrigens einen 18jährigen!!!!!!! Terrier,der lebt schon 9 Jahre
mit dieser Krankheit.Er interressiert sich zwar nicht mehr für Katzen und
Hühner, aber 3 mal täglich möchte er eine ausgiebiege Schnüffelrunde
drehen und seine "Zeitung" lesen. Wenn in seinem Napf dann auch noch
lecker Futter kommt, ist er zufrieden.
Aber man muß natürlich jeden Fall für sich sehen.
Vielleicht ist es deinem Hundi ja wirklich nur zu kalt von unten

.
An manchen Regentagen steckt unser kleiner "Esel" auch nur mal kurz den
Kopf hinaus um die Lage zu peilen,um dann schwupps wieder umzukehren.
Alles Gute für euch
adina