Na ja, das ist halt wie bei so vielen Sachen so:
bei vielen hilft es,bei manchen eben nicht.
Und nein, weder Ami noch Atarax sind Mittel gegen Schmerzen. Langfristig eingesetzt schaffen sie so etwas wie eine innere Distanz zum Schmerz. Mir fällt dann auf, aha, tut weh da, hmmm, ja, vielleicht so 5 auf der Skala? is egal, kümmre ich mich später drum. Der Schmerz zermürbt mich nicht so, macht mich nicht so fertig, selbst wenn er objektiv ganz schön heftig ist.
Beide Medikamente wurden mir von den Schmerztherapeuten ans Herz gelegt. Und wie gesagt: Ami war jetzt nich so der Hit, Atarax schon eher.
Aber eines muss ich noch dazu sagen : es gibt mitunter trotzdem Tage, wo die Schmerzen vielleicht schlimm sind und gewinnen. Es gibt einen dramatischen Fehler, den man in der Schmerztherapie bzw im Schmerzmanagement machen kann: es wird immer Tage geben können, an denen man sich trotz aller Kompetenz und aller (Selbst-)Hilfe und aller Medikamente einfach hundsmiserabel fühlt. Und dann darf man sich nicht einreden (lassen), dass man versagt hat. Dass man nicht alles getan hat. Dass man irgend was falsch macht. Nein, hat man nicht. Manchmal hilft eben nüscht außer aushalten, Bedaefsmedis einwerfen und breit wie tausend Nattern (puffelhexe, danke nochmal für dieses genialen Ausdruck!) auf demSofa milde lächelnd vor sich hin vegetieren.
Liebe Grüße von der Insel
seepfedchen