Hallo,
ich bin neu hier im Forum, und zugegebenermaßen fällt mir das Schreiben genauso schwer wie alles, was mit meinen Schmerzen zusammen hängt.
Ich bin weiblich, 31 Jahre alt. Vor ca. 3,5 Jahren hatte ich plötzlich Schmerzen in allen Fingergrundgelenken, die immer schlimmer wurden. Ich bin in der Rheumatologischen Ambulanz der Uniklinik mehrere Male von oben bis unten durchgecheckt worden - ohne Ergebnis. Meine Schmerzen waren objektiv nicht nachweisbar, alle Blutwerte unauffällig, keine Gelenkentzündungen im MRT oder Röntgen sichtbar. Man hat mich dennoch sehr ernst genommen und das volle Programm ausprobiert: Cortison, Entzündungshemmer, Methotrexat oral und subkutan, Schmerztherapie. Die Rheumatologin der Uniklinik meinte, ich hätte eine seronegative chronische Polyarthritis im Frühstadium, und früher oder später würden die Beschwerden stärker und nachweisbar. Sie fand mich unkooperativ, da ich keine weiteren Medikamente "testen" wollte.
Nach knapp 1 Jahr war ich seelisch nur noch ein Wrack. Man konnte mir nicht sagen, warum ich Schmerzen hatte, und man konnte mir gegen die Schmerzen nicht helfen. Ich konnte niemandem beweisen, dass ich Schmerzen hatte, und hatte aber immer das Gefühl, ich müsste es beweisen. Ich habe dann alle Medikamente abgesetzt und habe mich zurück gezogen. Dann trat nach wenigen Wochen das Unerwartete ein: Meine Schmerzen gingen komplett zurück.
Nun war ich fast 2 Jahre schmerzfrei, habe unendlich viel Sport gemacht, gesund gelebt und war nie auch nur einen einzigen Tag krank.
Seit Sonntag ist alles anders. Seit Sonntag sind die Schmerzen in den Fingern zurück.
Am Anfang habe ich es verdrängt, wollte es nicht zulassen. Seit gestern kann ich das nicht mehr, da die Schmerzen stark sind und jetzt fast ständig da sind. Noch schlimmer als die Schmerzen ist die Angst davor, dass diese ganze Odyssee von vorne beginnt.
Ich will es nicht zulassen, ich will auch nicht eingestehen, dass die Rheumatologin Recht hatte. Und vor allem will ich nicht wieder alle möglichen Medikamente einnehmen, deren Nebenwirkungen ich spüre, die aber gegen die Schmerzen nicht helfen.
Bei allen Beschreibungen von Rheuma-Symptomen passt manches teilweise auf mich, das meiste aber nicht.
Meine Finger sind nie steif, sie sind nie geschwollen, und sie sind auch nicht heiß. Sie tun nachts und morgens gar nicht weh. Erst 1-2 Stunden nach dem Aufwachen fängt der Schmerz an. Er ist nicht in den Gelenken und schwer zu beschreiben. Ich habe das Gefühl, dass die Fingerknochen selbst weh tun. Am ehesten ist es das Gefühl, wie wenn im Winter die Hände draußen fast erfrieren und die Kälte schmerzt (nur eben, dass mir nicht kalt ist). Mir tun weder die Gelenke bei Bewegung selbst noch die Muskeln weh. Aber die Hände und Handgelenke sind ganz stoßempfindlich. Das unsanfte Ablegen auf der Tischkante oder das Klopfen an eine Tür sind sehr schmerzhaft.
Seit gestern habe ich das Gefühl, dass die Handgelenke auch ein wenig schmerzen, und auch die Fußgelenke. Aber auch hier kann ich die Gelenke abtasten und drehen und drücken, wie ich möchte, ohne dass es weh tut. Der Schmerz scheint von ganz tief innen vom Knochen zu kommen.
Und das scheint doch nun wirklich nicht typisch für Rheuma zu sein, oder? Kennt dieses Gefühl jemand von euch? Kann Rheuma im Frühstadium so anfangen?
Außer den Schmerzen bin ich übrigens sehr schlapp, müde und unfit. Gestern habe ich mich ein wenig fiebrig gefühlt.
Warum ich das alles geschrieben habe? Ich weiß nicht, ob ich mir wünsche, dass ihr mir jetzt sagt: "Nein, das kann kein Rheuma sein" oder ob ihr sagt "Mensch, so ging es mir auch."
ich bin neu hier im Forum, und zugegebenermaßen fällt mir das Schreiben genauso schwer wie alles, was mit meinen Schmerzen zusammen hängt.
Ich bin weiblich, 31 Jahre alt. Vor ca. 3,5 Jahren hatte ich plötzlich Schmerzen in allen Fingergrundgelenken, die immer schlimmer wurden. Ich bin in der Rheumatologischen Ambulanz der Uniklinik mehrere Male von oben bis unten durchgecheckt worden - ohne Ergebnis. Meine Schmerzen waren objektiv nicht nachweisbar, alle Blutwerte unauffällig, keine Gelenkentzündungen im MRT oder Röntgen sichtbar. Man hat mich dennoch sehr ernst genommen und das volle Programm ausprobiert: Cortison, Entzündungshemmer, Methotrexat oral und subkutan, Schmerztherapie. Die Rheumatologin der Uniklinik meinte, ich hätte eine seronegative chronische Polyarthritis im Frühstadium, und früher oder später würden die Beschwerden stärker und nachweisbar. Sie fand mich unkooperativ, da ich keine weiteren Medikamente "testen" wollte.
Nach knapp 1 Jahr war ich seelisch nur noch ein Wrack. Man konnte mir nicht sagen, warum ich Schmerzen hatte, und man konnte mir gegen die Schmerzen nicht helfen. Ich konnte niemandem beweisen, dass ich Schmerzen hatte, und hatte aber immer das Gefühl, ich müsste es beweisen. Ich habe dann alle Medikamente abgesetzt und habe mich zurück gezogen. Dann trat nach wenigen Wochen das Unerwartete ein: Meine Schmerzen gingen komplett zurück.
Nun war ich fast 2 Jahre schmerzfrei, habe unendlich viel Sport gemacht, gesund gelebt und war nie auch nur einen einzigen Tag krank.
Seit Sonntag ist alles anders. Seit Sonntag sind die Schmerzen in den Fingern zurück.
Am Anfang habe ich es verdrängt, wollte es nicht zulassen. Seit gestern kann ich das nicht mehr, da die Schmerzen stark sind und jetzt fast ständig da sind. Noch schlimmer als die Schmerzen ist die Angst davor, dass diese ganze Odyssee von vorne beginnt.
Ich will es nicht zulassen, ich will auch nicht eingestehen, dass die Rheumatologin Recht hatte. Und vor allem will ich nicht wieder alle möglichen Medikamente einnehmen, deren Nebenwirkungen ich spüre, die aber gegen die Schmerzen nicht helfen.
Bei allen Beschreibungen von Rheuma-Symptomen passt manches teilweise auf mich, das meiste aber nicht.
Meine Finger sind nie steif, sie sind nie geschwollen, und sie sind auch nicht heiß. Sie tun nachts und morgens gar nicht weh. Erst 1-2 Stunden nach dem Aufwachen fängt der Schmerz an. Er ist nicht in den Gelenken und schwer zu beschreiben. Ich habe das Gefühl, dass die Fingerknochen selbst weh tun. Am ehesten ist es das Gefühl, wie wenn im Winter die Hände draußen fast erfrieren und die Kälte schmerzt (nur eben, dass mir nicht kalt ist). Mir tun weder die Gelenke bei Bewegung selbst noch die Muskeln weh. Aber die Hände und Handgelenke sind ganz stoßempfindlich. Das unsanfte Ablegen auf der Tischkante oder das Klopfen an eine Tür sind sehr schmerzhaft.
Seit gestern habe ich das Gefühl, dass die Handgelenke auch ein wenig schmerzen, und auch die Fußgelenke. Aber auch hier kann ich die Gelenke abtasten und drehen und drücken, wie ich möchte, ohne dass es weh tut. Der Schmerz scheint von ganz tief innen vom Knochen zu kommen.
Und das scheint doch nun wirklich nicht typisch für Rheuma zu sein, oder? Kennt dieses Gefühl jemand von euch? Kann Rheuma im Frühstadium so anfangen?
Außer den Schmerzen bin ich übrigens sehr schlapp, müde und unfit. Gestern habe ich mich ein wenig fiebrig gefühlt.
Warum ich das alles geschrieben habe? Ich weiß nicht, ob ich mir wünsche, dass ihr mir jetzt sagt: "Nein, das kann kein Rheuma sein" oder ob ihr sagt "Mensch, so ging es mir auch."
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