Guten Morgen Miteinander!
Habe bisher still mitgelesen. Möchte mich aber nun doch einmal zu Wort melden.
Ich bin männlich, 32 und zweifacher Familienpapa. Arbeite in der Metallindustrie in 3-Schicht und werde seit 10 Wochen mit MTX behandelt.
Vita
Juli 2018 - Arbeitsunfall mit Fingeranbruch der linken Hand, Gelenkprellung und überdehnung der Sehnen
September 2018
- MRT wegen unveränderten Schmerzen mit Empfehlung auf rheumatologische Abklärung da Knochenödeme an der besagten Hand entdeckt wurden
- Abklärung beim Hausarzt in Form einer Blutkontrolle ohne nennenswerte Entzündungswerte (Überweisung zum Rheumatologen)
Oktober 2018
- Rheumatologe Erstgespräch.
• Schmerzen in der Unfallhand (links)
• Belastungsschmerz der rechten Hand (wurde zunächst als Sehnenscheidenentzündung abgetan)
• Belastungsschmerz der beiden Knie, Ellenbogen sowie Schultergelenke. Ebenso betroffen, der Rücken.
• Müdigkeit
• Steifheit am Morgen
• Probleme beim Greifen
• An- und abschwellende Gelenke
*(Anmerkungen kommen zum Schluss, muss mich gerade ziemlich sammeln)
- Anhand der vorhandenen Krankenakte und den Symptomen sowie dem abtasten von Schmerzpunkten wurde dann eine Stoßtherapie mit einer 100mg Cortison-Infusion eingeleitet.
- 20mg Methotrexat (Lantarel)
- zu Beginn 30mg Prednisolon (alle 7 Tage um 10mg verringerte Dosis bis auf minimal 10mg)
- aktuell 10mg Prednisolon
- Arbeitswiederaufnahme nach Unfall (15.10)
Anfang November 2018
- Röntgenuntersuchung der Hände, Füße und Rücken ohne nennenswerte Ergebnisse
- Blutuntersuchungen zur Überwachung zeigen noch immer keine Entzündungswerte
- Schmerzen sind unter Belastung und in anschließenden Ruhephasen unerträglich
- MTX versaut mir durch die Nebenwirkungen die Wochenenden
- Eigeninitiative in Form von Kurkuma und Gerstengras
Dezember 2018
- statt Lantarel in Tablettenform (11. Woche) soll ich ab dem nächsten Einnahmetag eine 12mg metex-Spritze benutzen
- zusätzlich 15mg Leflunomid täglich
- Überweisung zum Radiologen für MRT der Knie
- Überweisung zum Nuklearmediziner bzgl. Szintigraphie li. Hand und Knie
___________________
So, soviel zu den Daten.
Schmerzen in den Knien habe ich bereits mein Leben lang. Früher wurde es als Wachstumsschmerz abgetan, später dann als Folge von Handball und Leichtathletik. Und die anderen Schmerzen bestehen auch schon wesentlich länger. Irgendwie hat man solche Dinge immer mit Überlastung abgetan ("Muskelkater", verhoben, verrissen usw.) Erst nach und Nach ist ein Schuh draus geworden, dass die ganze Geschichte nicht unbedingt so normal ist mit meinen Schmerzen.
Habe es aber immer ausgesessen, weil...ja weil...man will halt für die Familie da sein, die Arbeit muss passen. Darum hat man sich jahrelang irgendwie durchgeschlängelt.
Ich muss sagen nach 10 Wochen Lantarel, Cortison sowie (3 Wochen) Kurkuma/Gerstengras komme ich morgens wesentlich besser auf die Beine. Auch meine Schmerzen halten sich beim normalen Alltag in Grenzen.
Ich bewege mich täglich (auf Arbeit) zwischen 15 und 30km und muss Lasten bis zu 60kg heben, mich viel Bücken und schwere Lasten schieben/ziehen. 2-3Tage geht das gut (erträglicher Schmerz) danach bergab (brennende geschwollene Füße/Hände, höllische Knie mit/ohne Schwellung usw. es ist immer ein Kampf die Wochen zuende zu bringen. Oft gelingt mir das auch nicht und ich muss früher gehen (Zeitkonto sei dank) oder mich ggf. krank schreiben lassen.
Mir taugt dieser Behandlungsumschwung nach bereits 10 Wochen leider nicht so ganz. Bzgl dem Umstieg auf Spritzen sowie zusätzlich Leflunomid. Ich vertrage Medikamente im Allgemeinen nicht ganz so gut.
Und habe echt, man verzeihe mir die derbe Aussprache, scheiß viel Angst soviel zu nehmen.
Mein Rheumatologe reagierte auf die Skepsis mit der Aussage "Schön dass es ihnen bereits besser geht, aber wir wollen 90% besser erreichen, nicht nur ein bisschen."
Ich überlege mir gerade eine Zweitmeinung einzuholen und die Leflunomid-Einnahme zu verzögern.
Leider ist es ziemlich schwierig eine Praxis zu finden da die Meisten, mit positiven Rezensionen, keine Patienten mehr aufnehmen.
Um ehrlich zu sein frisst mich gerade eine Mischung aus Verzweiflung, Angst und die Bestehenden Schmerzen echt auf. Als würde sich nichts bewegen...eher sogar schlimmer werden.
Zum Glück steht meine Frau hinter mir und unterstützt mich im Alltag, trotz eigener Erkrankung, und lässt es erst möglich werden mich zwischen den Schichten trotzdem um die zwei Kurzen (3,5 Jahre und 10 Monate) zu kümmern und für die Kleinen da zu sein.
Würde mich über Meinungen und Tipps herzlichst freuen!
Mit besten Grüßen
Habe bisher still mitgelesen. Möchte mich aber nun doch einmal zu Wort melden.
Ich bin männlich, 32 und zweifacher Familienpapa. Arbeite in der Metallindustrie in 3-Schicht und werde seit 10 Wochen mit MTX behandelt.
Vita
Juli 2018 - Arbeitsunfall mit Fingeranbruch der linken Hand, Gelenkprellung und überdehnung der Sehnen
September 2018
- MRT wegen unveränderten Schmerzen mit Empfehlung auf rheumatologische Abklärung da Knochenödeme an der besagten Hand entdeckt wurden
- Abklärung beim Hausarzt in Form einer Blutkontrolle ohne nennenswerte Entzündungswerte (Überweisung zum Rheumatologen)
Oktober 2018
- Rheumatologe Erstgespräch.
• Schmerzen in der Unfallhand (links)
• Belastungsschmerz der rechten Hand (wurde zunächst als Sehnenscheidenentzündung abgetan)
• Belastungsschmerz der beiden Knie, Ellenbogen sowie Schultergelenke. Ebenso betroffen, der Rücken.
• Müdigkeit
• Steifheit am Morgen
• Probleme beim Greifen
• An- und abschwellende Gelenke
*(Anmerkungen kommen zum Schluss, muss mich gerade ziemlich sammeln)
- Anhand der vorhandenen Krankenakte und den Symptomen sowie dem abtasten von Schmerzpunkten wurde dann eine Stoßtherapie mit einer 100mg Cortison-Infusion eingeleitet.
- 20mg Methotrexat (Lantarel)
- zu Beginn 30mg Prednisolon (alle 7 Tage um 10mg verringerte Dosis bis auf minimal 10mg)
- aktuell 10mg Prednisolon
- Arbeitswiederaufnahme nach Unfall (15.10)
Anfang November 2018
- Röntgenuntersuchung der Hände, Füße und Rücken ohne nennenswerte Ergebnisse
- Blutuntersuchungen zur Überwachung zeigen noch immer keine Entzündungswerte
- Schmerzen sind unter Belastung und in anschließenden Ruhephasen unerträglich
- MTX versaut mir durch die Nebenwirkungen die Wochenenden
- Eigeninitiative in Form von Kurkuma und Gerstengras
Dezember 2018
- statt Lantarel in Tablettenform (11. Woche) soll ich ab dem nächsten Einnahmetag eine 12mg metex-Spritze benutzen
- zusätzlich 15mg Leflunomid täglich
- Überweisung zum Radiologen für MRT der Knie
- Überweisung zum Nuklearmediziner bzgl. Szintigraphie li. Hand und Knie
___________________
So, soviel zu den Daten.
Schmerzen in den Knien habe ich bereits mein Leben lang. Früher wurde es als Wachstumsschmerz abgetan, später dann als Folge von Handball und Leichtathletik. Und die anderen Schmerzen bestehen auch schon wesentlich länger. Irgendwie hat man solche Dinge immer mit Überlastung abgetan ("Muskelkater", verhoben, verrissen usw.) Erst nach und Nach ist ein Schuh draus geworden, dass die ganze Geschichte nicht unbedingt so normal ist mit meinen Schmerzen.
Habe es aber immer ausgesessen, weil...ja weil...man will halt für die Familie da sein, die Arbeit muss passen. Darum hat man sich jahrelang irgendwie durchgeschlängelt.
Ich muss sagen nach 10 Wochen Lantarel, Cortison sowie (3 Wochen) Kurkuma/Gerstengras komme ich morgens wesentlich besser auf die Beine. Auch meine Schmerzen halten sich beim normalen Alltag in Grenzen.
Ich bewege mich täglich (auf Arbeit) zwischen 15 und 30km und muss Lasten bis zu 60kg heben, mich viel Bücken und schwere Lasten schieben/ziehen. 2-3Tage geht das gut (erträglicher Schmerz) danach bergab (brennende geschwollene Füße/Hände, höllische Knie mit/ohne Schwellung usw. es ist immer ein Kampf die Wochen zuende zu bringen. Oft gelingt mir das auch nicht und ich muss früher gehen (Zeitkonto sei dank) oder mich ggf. krank schreiben lassen.
Mir taugt dieser Behandlungsumschwung nach bereits 10 Wochen leider nicht so ganz. Bzgl dem Umstieg auf Spritzen sowie zusätzlich Leflunomid. Ich vertrage Medikamente im Allgemeinen nicht ganz so gut.
Und habe echt, man verzeihe mir die derbe Aussprache, scheiß viel Angst soviel zu nehmen.
Mein Rheumatologe reagierte auf die Skepsis mit der Aussage "Schön dass es ihnen bereits besser geht, aber wir wollen 90% besser erreichen, nicht nur ein bisschen."
Ich überlege mir gerade eine Zweitmeinung einzuholen und die Leflunomid-Einnahme zu verzögern.
Leider ist es ziemlich schwierig eine Praxis zu finden da die Meisten, mit positiven Rezensionen, keine Patienten mehr aufnehmen.
Um ehrlich zu sein frisst mich gerade eine Mischung aus Verzweiflung, Angst und die Bestehenden Schmerzen echt auf. Als würde sich nichts bewegen...eher sogar schlimmer werden.
Zum Glück steht meine Frau hinter mir und unterstützt mich im Alltag, trotz eigener Erkrankung, und lässt es erst möglich werden mich zwischen den Schichten trotzdem um die zwei Kurzen (3,5 Jahre und 10 Monate) zu kümmern und für die Kleinen da zu sein.
Würde mich über Meinungen und Tipps herzlichst freuen!
Mit besten Grüßen