Für die Diagnose Rheuma ist es leider normal, das Patienten bis zu 6 Jahre von Arzt zu Arzt pilgern um endlich mal ernst genommen zu werden.
Hallo Annaop,
ich denke, dieser Satz stimmt mal so nicht ganz.
Nicht jeder "Gelenk-oder Knochenschmerz" ist eine rheumatische Erkrankung und leider erscheint auf unserer Stirn keine Leuchtschrift mit passender Diagnose.
Es fehlen manchmal positive Befunde wie Blutergebnisse oder Röntgenuntersuchung, und bei rund 400 großen und kleinen Erkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis fällt es manchmal auch erfahrenen Rheumatologen schwer, zügig eine Diagnose zu stellen. Es möchte niemand eine Fehldiagnose nur damit hopp-hopp eine benannt wird, und es möchte auch niemand falsch therapiert werden mit Medikamenten, die allesamt keine Bonbons sind und deren Einsatz wohl durchdacht werden muss/sollte.
Daher kann man nicht verallgemeinern, dass "es leider normal ist" 6 Jahre zu warten, da muss man schon den Einzelnen betrachten, warum es so lange oder manchmal leider auch länger dauert. Und manchmal eben, auch wesentlich schneller (Wochen-Monate).
Daher finde ich persönlich, manche Gruppen und Foren sind kein Masstab, oft liest man nämlich genau das negative und das bleibt hängen. Es gibt viele Menschen, die zügig eine Diagnose und Therapie bekommen und dadurch wieder gut den Alltag meistern, die wenigsten schreiben das jedoch im WWW, dadurch entsteht häufig ein falsches Bild.
@fabio, Du bist ja noch am Anfang der Diagnosefindung.
Hast Du mal bei mehrere Rheumatologen oder Ambulanzen nach Terminen angefragt? Manchmal fallen Termine aus und es gibt Wartelisten, wo man nachrücken kann.
Manchmal hilft es wenn der Hausarzt/Praxis selbst dort anruft.
"Rheuma" ist eine Erkrankung, bei der manchmal keine auffälligen Werte im Labor oder Röntgen gefunden werden, trotzdem aber vorhanden ist, und auch daher ist die Diagnostik manchmal sehr Zeitaufwendig.
Manchmal bedarf es auch einer Zweitmeinung.
Warum möchtest Du zum Neurologen?
Ein Orthopäde macht da vorweg vielleicht mehr Sinn, er könnte vielleicht ausschließen, dass Deine Beschwerden nicht rheumatischer sondern orthopädischer Natur sind und im günstigsten Fall bekommst Du dort schon mal einige Untersuchungen.
Wenn Du Dir unsicher bist aufgrund der Medikamente, zu denen der Hausarzt Dir geraten hat, ist er Dein Ansprechpartner, denn er kennt Dich und Deine Krankengeschichte und weiß, was Du ggf. nehmen kannst und was nicht.
Du solltest ihm ehrlich Deine Bedenken schildern, damit er auch handeln kann. Wenn Du Deinen Folsäuremangel beheben möchtest sprich ihn darauf an, Folsäure ist ein Vitamin aus der Gruppe der B-Vitamine und ich glaube nicht, dass der Mangel ausschlaggebend für Deine Beschwerden ist.
Vielleicht klappt es ja auch früher mit einem Termin beim Facharzt, Schmerzen sind immer unangenehm, nicht zu wissen, was die Ursache ist, umso mehr.
Drücke Dir die Daumen
Viele Grüße
Käferchen