Hallo zusammen,
An alle mit Hashimoto: Ich habe in Abhängigkeit von meinen Hashimoto-Schüben Gelenkschmerzen, die in schubfreien Zeiten zurückgehen. Letztes Jahr bekam ich im März einen heftigen Schub und hatte schlimme Schmerzen und z.T. Schwellungen an allen Gelenken. Während diese alle zurückgingen, blieben die Schmerzen in den Handgelenken. Diese tun allerdings nicht in Ruhe weg, kein bisschen, nur bei bestimmten Bewegungen. Letztes Jahr habe ich das dem Rheumatologen nochmals gesondert gezeigt, der nach Anamnese und klinischer Untersuchung meinte, die Schmerzen seien völlig untypisch für Rheuma.
Jetzt habe ich mal ein Handgelenk per MRT untersuchen lassen und der Radiologe (der nichts von meiner Schilddrüse weiß) meinte sofort: Der Patient hat Hashimoto. Zu sehen ist eine leichte Synovitis mit minimalem Erguss und so wie es aussieht sei es sehr typisch für Hashimoto und definitiv nicht rheumatoid. Ich habe extra mehrfach nachgefragt. Nachdem der Rheumatologe und der Radiologe beide sagen, es sei kein Rheuma, bin ich beruhigter. Trotz allem sagte der Radiologe, dass eine hohe Entzündungsaktivität bei Hashimoto durchaus im ärgsten Falle auch Schäden an den Gelenken hervorrufen könnte, die jedoch mit einer guten Thyroxineinstellung wieder weggehen sollten. Mehr könne man auch nicht machen.
Das wollte ich euch nur mal mitteilen, auch Gelenkentzündungen müssen nicht zwangsläufig RA sein. Und gerade Hashimoto-Patienten sollten über die Gelenkbeteiligung Bescheid wissen. Ich bin verblüfft, dass sich nur sehr wenige Ärzte mit Hashimoto + Gelenkproblemen auskennen.
Anbei noch die wissenschaftliche Bestätigung, die ich für das gefunden habe, was der Radiologe mir erklärt hat (bin immer skeptisch und muss alles nochmal für mich selbst recherchieren...):
[FONT=Verdana, Tahoma, Arial, Helvetica, Sans-serif, sans-serif][SIZE=-1]Die Schilddrüsenunterfunktion ist eine bekannte und wichtige Ursache von Gelenkverschleißerkrankungen (McLean und Podell., 1995; Devecerski et al., 2006). Bei höhergradiger Hypothyreose können entzündlich imponierende Gelenkschwellungen mit Ergußbildung auftreten, insbesondere in Handgelenken und Kniegelenken. Die Analyse der Gelenkflüssigkeit zeigt dann in der Regel einen viskösen und nicht-entzündlichen Erguß (McLean und Podell 1995). Beschrieben wurde bei der Schilddrüsenunterfunktion auch eine erosive Arthose der Fingermittelgelenke, die sich unter einer Thyroxinersatztherapie vollständig zurückbildete (Gerster und Valceschini, 1992). Aus diesem Grunde sollte bei jeder ausgeprägten und erosiven Fingerpolyarthose auch eine Kontrolle des Schilddrüsenstatus erfolgen.[/SIZE][/FONT]
An alle mit Hashimoto: Ich habe in Abhängigkeit von meinen Hashimoto-Schüben Gelenkschmerzen, die in schubfreien Zeiten zurückgehen. Letztes Jahr bekam ich im März einen heftigen Schub und hatte schlimme Schmerzen und z.T. Schwellungen an allen Gelenken. Während diese alle zurückgingen, blieben die Schmerzen in den Handgelenken. Diese tun allerdings nicht in Ruhe weg, kein bisschen, nur bei bestimmten Bewegungen. Letztes Jahr habe ich das dem Rheumatologen nochmals gesondert gezeigt, der nach Anamnese und klinischer Untersuchung meinte, die Schmerzen seien völlig untypisch für Rheuma.
Jetzt habe ich mal ein Handgelenk per MRT untersuchen lassen und der Radiologe (der nichts von meiner Schilddrüse weiß) meinte sofort: Der Patient hat Hashimoto. Zu sehen ist eine leichte Synovitis mit minimalem Erguss und so wie es aussieht sei es sehr typisch für Hashimoto und definitiv nicht rheumatoid. Ich habe extra mehrfach nachgefragt. Nachdem der Rheumatologe und der Radiologe beide sagen, es sei kein Rheuma, bin ich beruhigter. Trotz allem sagte der Radiologe, dass eine hohe Entzündungsaktivität bei Hashimoto durchaus im ärgsten Falle auch Schäden an den Gelenken hervorrufen könnte, die jedoch mit einer guten Thyroxineinstellung wieder weggehen sollten. Mehr könne man auch nicht machen.
Das wollte ich euch nur mal mitteilen, auch Gelenkentzündungen müssen nicht zwangsläufig RA sein. Und gerade Hashimoto-Patienten sollten über die Gelenkbeteiligung Bescheid wissen. Ich bin verblüfft, dass sich nur sehr wenige Ärzte mit Hashimoto + Gelenkproblemen auskennen.
Anbei noch die wissenschaftliche Bestätigung, die ich für das gefunden habe, was der Radiologe mir erklärt hat (bin immer skeptisch und muss alles nochmal für mich selbst recherchieren...):
[FONT=Verdana, Tahoma, Arial, Helvetica, Sans-serif, sans-serif][SIZE=-1]Die Schilddrüsenunterfunktion ist eine bekannte und wichtige Ursache von Gelenkverschleißerkrankungen (McLean und Podell., 1995; Devecerski et al., 2006). Bei höhergradiger Hypothyreose können entzündlich imponierende Gelenkschwellungen mit Ergußbildung auftreten, insbesondere in Handgelenken und Kniegelenken. Die Analyse der Gelenkflüssigkeit zeigt dann in der Regel einen viskösen und nicht-entzündlichen Erguß (McLean und Podell 1995). Beschrieben wurde bei der Schilddrüsenunterfunktion auch eine erosive Arthose der Fingermittelgelenke, die sich unter einer Thyroxinersatztherapie vollständig zurückbildete (Gerster und Valceschini, 1992). Aus diesem Grunde sollte bei jeder ausgeprägten und erosiven Fingerpolyarthose auch eine Kontrolle des Schilddrüsenstatus erfolgen.[/SIZE][/FONT]
...bei mir kam ja dann noch polychondrities dazu
Ich habe u.a. auch heftige Verdauungsbeschwerden wegen Hashimoto und bin trotz allem zum Gastroenterologen und habe alles checken lassen, aber nix wars. Sobald meine SD-Werte gut sind, vergehen sämtliche Probleme wie von alleine. Unglaublich, was dieses kleine Organ anrichten kann...