Hallo Sylvelin,
erst mal herzlich willkommen hier im Forum!
Ich muss mich meinen Vorrednern anschließen. Es kann durchaus sein, dass Antibiotika gut auf rheumatische Entzündungen wirken können. Ich habe gelesen, dass man das bei infektreaktiver Arthritis einsetzt. Kann es sein, dass dein Mann so eine Art Arthritis hat? Diese käme, wie der Name schon sagt, als Reaktion auf einen Infekt, wäre aber keine rheumatoide Arthritis und ist somit heilbar. Falls es doch Rheuma sein sollte, würde mich interessieren, wie da die chemischen Prozesse ablaufen, denn Antibiotika wirken normalerweise so, dass sie Bakterien abtöten.
Ich wäre dahingehend skeptisch, wenn Ärzte sagen, sie könnten damit Rheuma heilen. Rheuma ist eine Autoimmunerkrankung, dessen Ursache man noch nicht erforscht hat, und solange man keine Ursache kennt, kann man sie auch nicht heilen. Man konnte bisher nur schauen, wie man die Entzündungen eindämmen kann.
Desweiteren wäre ich mit der ständigen Antibiose vorsichtig, denn da besteht die Gefahr, dass der Körper resistent wird, und wenn man mal eine bakterielle Infektion hat, könnte es sein, dass die Antibiotika nicht mehr wirken. Auch wenn es ein mildes AB ist, bleibt auch die Nebenwirkung, dass auch wichtige Darmbakterien zerstört werden und die Darmflora aus den Fugen gerät. Und man hört immer wieder, wie eine gestörte Darmflora den ganzen Organismus beeinträchtigen kann.
Soweit mir bekannt ist, gibt es in Amerika Studien, wie Tetracycline bei RA wirken. Die Ergebnisse sind durchaus positiv. Eine Einschränkung aber hat man festgestellt, dass - wie took schon erwähnte - Gelenkschäden damit nicht aufzuhalten sind. Bitte lies dazu in folgendem Link:
http://www.rheuma-online.de/news/artikel/tetracycline-zur-behandlung-der-rhe.html
Und lies dazu auch, welche Nebenwirkungen Minocyclin haben kann.
http://medikamente.onmeda.de/Wirkstoffe/Minocyclin/nebenwirkungen-medikament-10.html
Unter all diesen Aspekten und da ich MTX nehme, würde ich MTX eher empfehlen als das Antibiotikum.