Liebe Forumteilnehmer,
erst mal eine kurze Vorstellung:
Bin weiblich, 49, habe Fibromyalgie und werde aktuell mit Tramadol (3x100mg), Trimipramin und Novaminsulfontropfen im Bedarfsfall behandelt.
In einer Reha in Bad Eilsen 2010 erhielt ich die Bestätigung der Diagnose ("ist plausibel"), nachdem etliche Ärzte hier vor Ort lange herumgeeiert sind. Ich wurde im Vorfeld heftig durch die Mangel gedreht, es standen einige Diagnosen im Raum.
Da ich aber keine Rheumafaktoren vorweisen konnte, kein HLAB 27 gefunden wurde und meine Blutwerte auch sonst optimal waren, stufte meine Rheumatologin mich 2009 als depressiv ein (am Untersuchungstag war meine beste Freundin verstorben - hätte ich besser den Termin nicht wahrgenommen... aber man bekommt so schlecht Termine) und diagnostizierte "Somatoforme Schmerzstörungen".
Ich hatte damals beidseitigen Fersensporn (dagegen gab es Einlagen, sind auch super) und konnte vor Schmerzen ewig nicht laufen, im ISG habe ich schmerzhafte Arthrose, die damals auf einem vom Neurologen veranlassten Sintigram als "Sacorilitis beidseits" diagnostiziert wurde.
Die Rheumatologin jedoch tat diese Diagnose ab, da ich angeblich einen Lendenwirbel mehr habe und durch die dadurch bedingten statischen Probleme die Arthrose entstanden. Dazu dann noch in der HWS und LWS Bandscheibenvorwölbungen. Sie verodnete mir damals Ibu (was ich bald nicht mehr vertrug) und Trimipramin und Gesprächstherapie.
In der Folgezeit stellte mich meine Hausärztin auf Tramadol 2x50 mg um, was kurzfristig besser half, aber es kamen dann noch "Tennisarm" beidseits hinzu, die Bizepssehenansätze waren schmerzhaft gereizt, der Orthopäde verordnete Physiotherapie und " nehmen Sie mal ein wenig Ibo". Er veranlasste dann in einer schlimmen Schmerzphase ein MRT des ISG, es wurde ein leichte Arthrose beidseits festgestellt, nicht aktiviert.
Dann kam die Reha, die außer der wirklich guten Pateintenschulung nur ein steifes und extrem schmerzhaftes Schultergelenk einbrachte, an dem ich gut ein halbes Jahr litt. Im MRT konnte man dann eine aktivierte Arthrose des Schultereckgekenks und einen kleine Erguss erkennen.
Meine Hausärztin war sehr unzufrieden, dass ich nach der Reha immer noch mit Schmerzen bei ihr auftauchte, war regelrecht ungehalten "sie müssen doch in der Reha gelernt haben, mit den Schmerzen umzugehen". Sie schickte mich an einen Schmerztherapeuten weiter, der mir die oben genannte Therapie verordnete. Nach einem halben Jahr (über Sommer, wenn es mir eh besser geht) schloss dieser Arzt seine Praxis und nun hole ich mir meine Rezepte wieder von der Hausärztin, bin aber absolut nicht sicher, wie es weitergehen soll.
Zur Zeit machen mir neben dem ISG, den Fußgelenken (Sprungelenken), der HWS, besonders die Finger/ Hände zu schaffen, zwischen den Fingergrundgelenken die Weichteile sind permanent ziemlich verschwollen, einige Fingergelenke tun recht weh, wenn ich viel arbeite.
Eine interessante Erfahrung machte ich noch: Im Winter 2010/11 war ich bei einem HNO-Arzt, der mir einen Cortisonstoß (Predinisolon 40 mg und dann immer weniger) verordnete (vermutete Polypen - die ich aber dann wohl doch nicht hatte). Mir ging es in dieser Zeit super gut, ein schmerzhafter Zeh gab schnell Ruhe und als ich dies meiner hausärztin erzählte, dass ich durch das Cortison eine super Zeit gehabt hatte, meite sie, das Cortsion würde ja vielleicht ein wenig euphorisieren. Hmmm, noch nie gehört, aber wenn sie meint?! Die steife Schulter war danach ürigens auch wieder zu gebrauchen... Aber was bei Fibro nicht sein kann, das darf halt nicht sein???
Letztens machte ich nochmals Versuche mit Ibu zusätzlich, das verringerte die Beschwerden deutlich, aber mein Magen macht nicht mit. Magenschutz hat wenig geholfen.
Ich treibe übrigens ausreichend Sport (Yoga, 1x wöchentl. Wassergymnastik, tägl. gut 2 Stunden schnelles Gehen mit einem großen Hund) + Haushalt und Garten. Wir haben eine Infrarot-Wärmekabine angeschafft, die Wärme tut mir ganz gut.
Meine Frage an euch erfahrene Forumsteilnehmer ist nun:
Ist die Fibrotherapie ok, sollte ich evtl. eine andere Rheumatologin aufsuche und die Diagnose überprüfen lassen oder gehören alle Malessen dann doch zu Fibro und ich muss mich halt damit abfinden, dass es immer nur weh tut und immer was Neues dazu kommt???? Würde eine andere Medikation (Lyrica stand zur Debatte - macht mir aber vorerst Angst, weil die damit in Bad Eilsen behandelten Damen alle sehr neben sich standen...) helfen???
Puh, so viel, sooo lang. Aber es läßt sich alles kaum kürzer beschreiben, sorry....
Liebe Grüße,
Bine
erst mal eine kurze Vorstellung:
Bin weiblich, 49, habe Fibromyalgie und werde aktuell mit Tramadol (3x100mg), Trimipramin und Novaminsulfontropfen im Bedarfsfall behandelt.
In einer Reha in Bad Eilsen 2010 erhielt ich die Bestätigung der Diagnose ("ist plausibel"), nachdem etliche Ärzte hier vor Ort lange herumgeeiert sind. Ich wurde im Vorfeld heftig durch die Mangel gedreht, es standen einige Diagnosen im Raum.
Da ich aber keine Rheumafaktoren vorweisen konnte, kein HLAB 27 gefunden wurde und meine Blutwerte auch sonst optimal waren, stufte meine Rheumatologin mich 2009 als depressiv ein (am Untersuchungstag war meine beste Freundin verstorben - hätte ich besser den Termin nicht wahrgenommen... aber man bekommt so schlecht Termine) und diagnostizierte "Somatoforme Schmerzstörungen".
Ich hatte damals beidseitigen Fersensporn (dagegen gab es Einlagen, sind auch super) und konnte vor Schmerzen ewig nicht laufen, im ISG habe ich schmerzhafte Arthrose, die damals auf einem vom Neurologen veranlassten Sintigram als "Sacorilitis beidseits" diagnostiziert wurde.
Die Rheumatologin jedoch tat diese Diagnose ab, da ich angeblich einen Lendenwirbel mehr habe und durch die dadurch bedingten statischen Probleme die Arthrose entstanden. Dazu dann noch in der HWS und LWS Bandscheibenvorwölbungen. Sie verodnete mir damals Ibu (was ich bald nicht mehr vertrug) und Trimipramin und Gesprächstherapie.
In der Folgezeit stellte mich meine Hausärztin auf Tramadol 2x50 mg um, was kurzfristig besser half, aber es kamen dann noch "Tennisarm" beidseits hinzu, die Bizepssehenansätze waren schmerzhaft gereizt, der Orthopäde verordnete Physiotherapie und " nehmen Sie mal ein wenig Ibo". Er veranlasste dann in einer schlimmen Schmerzphase ein MRT des ISG, es wurde ein leichte Arthrose beidseits festgestellt, nicht aktiviert.
Dann kam die Reha, die außer der wirklich guten Pateintenschulung nur ein steifes und extrem schmerzhaftes Schultergelenk einbrachte, an dem ich gut ein halbes Jahr litt. Im MRT konnte man dann eine aktivierte Arthrose des Schultereckgekenks und einen kleine Erguss erkennen.
Meine Hausärztin war sehr unzufrieden, dass ich nach der Reha immer noch mit Schmerzen bei ihr auftauchte, war regelrecht ungehalten "sie müssen doch in der Reha gelernt haben, mit den Schmerzen umzugehen". Sie schickte mich an einen Schmerztherapeuten weiter, der mir die oben genannte Therapie verordnete. Nach einem halben Jahr (über Sommer, wenn es mir eh besser geht) schloss dieser Arzt seine Praxis und nun hole ich mir meine Rezepte wieder von der Hausärztin, bin aber absolut nicht sicher, wie es weitergehen soll.
Zur Zeit machen mir neben dem ISG, den Fußgelenken (Sprungelenken), der HWS, besonders die Finger/ Hände zu schaffen, zwischen den Fingergrundgelenken die Weichteile sind permanent ziemlich verschwollen, einige Fingergelenke tun recht weh, wenn ich viel arbeite.
Eine interessante Erfahrung machte ich noch: Im Winter 2010/11 war ich bei einem HNO-Arzt, der mir einen Cortisonstoß (Predinisolon 40 mg und dann immer weniger) verordnete (vermutete Polypen - die ich aber dann wohl doch nicht hatte). Mir ging es in dieser Zeit super gut, ein schmerzhafter Zeh gab schnell Ruhe und als ich dies meiner hausärztin erzählte, dass ich durch das Cortison eine super Zeit gehabt hatte, meite sie, das Cortsion würde ja vielleicht ein wenig euphorisieren. Hmmm, noch nie gehört, aber wenn sie meint?! Die steife Schulter war danach ürigens auch wieder zu gebrauchen... Aber was bei Fibro nicht sein kann, das darf halt nicht sein???
Letztens machte ich nochmals Versuche mit Ibu zusätzlich, das verringerte die Beschwerden deutlich, aber mein Magen macht nicht mit. Magenschutz hat wenig geholfen.
Ich treibe übrigens ausreichend Sport (Yoga, 1x wöchentl. Wassergymnastik, tägl. gut 2 Stunden schnelles Gehen mit einem großen Hund) + Haushalt und Garten. Wir haben eine Infrarot-Wärmekabine angeschafft, die Wärme tut mir ganz gut.
Meine Frage an euch erfahrene Forumsteilnehmer ist nun:
Ist die Fibrotherapie ok, sollte ich evtl. eine andere Rheumatologin aufsuche und die Diagnose überprüfen lassen oder gehören alle Malessen dann doch zu Fibro und ich muss mich halt damit abfinden, dass es immer nur weh tut und immer was Neues dazu kommt???? Würde eine andere Medikation (Lyrica stand zur Debatte - macht mir aber vorerst Angst, weil die damit in Bad Eilsen behandelten Damen alle sehr neben sich standen...) helfen???
Puh, so viel, sooo lang. Aber es läßt sich alles kaum kürzer beschreiben, sorry....
Liebe Grüße,
Bine
