Es sollte nicht abwertend sein Bise.
Diese neue Gebührenordnung ging einfach davon aus, dass es einen einzigen Dauerbetreuer im Quartal gibt. Dafür gibt es eine Pauschale.
Da sind dann auch alle langen Beratungen drin, EKGs u.s.w. Die Pauschale bleibt immer gleich, auch wenn jemand alle 2 Tage in die Praxis geht.
Wird der Patient zu einem anderen Arzt geschickt, dann ging die Kommision davon aus, dass dieser nicht das ganze Quartal betreut und nicht so intensiv.
Dafür gibt es die halbe Pauschale ( daneben aber Sonderleistungen).
Das ist das eine.
Dazu kommt noch ein (kleiner) Zusatz von 15 Euro für einen chronisch kranken Patienten. Diesen Zuschlag hat die Kommision den Schwerpunktpraxen nicht zugestanden. Begründung: Die Patienten werden dort (auf Überweisung) nicht das ganze Quartal durchgehend betreut Soweit die Meinung der Kommision.
Es kommt also darauf an, was der Rheumatologe machen will, wie er seine Zulassung hat.
Mit der Einführung dieser Pauschalen und halben Pauschalen und Chronikerzuschlag von 15 Euro im Quartal gibt es nun einige Probleme.
Es gibt ja noch die Bedarfsplanung und da kann sich nicht jeder Rheumatologe als Rheumatologe niederlassen. Da gibt es gesperrte Gebiete, obwohl Bedarf da ist.
Also gab es die Schwerpunktpraxen als Ausweg. Und nun kommt diese neue Gebührenordnung und bringt wieder alles durcheinander. Sie gilt übrigens nur ein Jahr.
Diejenigen Praxen, die diese neue Gebührenordnung überleben, werden sich nächstes Jahr wiederum auf Neuerungen einstellen müssen - und die Mitglieder der Kassen auf höhere Gebühren 2009, besonders in Baden-Württemberg und Bayern.