Hallo, Artemis,
Du hast eine etwas heftigere Mückenstichallergie. Ich habe das in noch stärkerer Form seit ich zwei Jahre alt bin.
Mein Lieblingssatz lautet "hier gibt es eigentlich keine Mücken" - sobald ich da bin, gibt es welche. Das ist auch schon immer so.
Wir leben in der Kieler Innenstadt und haben an allen Fenstern, die wir zum Lüften öffnen, Insektenschutzgitter. Hier gibt es also wirklich keine Mücken, nur im Wald, wenn ich mit dem HUnd rausgehe, aber ich trage Mückenschutzkleidung

Letztes Jahr im September und dieses Jahr im September haben wir meine Eltern besucht, die im Norden von Niedersachsen auf dem Land leben. Wir übernachten immer in einer winzigen Ferienhaussiedlung in einem Moorgebiet, immer im selben Haus. Dieses Jahr hatte mich meine Mutter schon vorgewarnt, dass in der Region eine Mückenplage ist - das sei auch schon durch die Medien gelaufen.
Letztes Jahr hatte ich nicht einen Mückenstich, dieses Jahr zehn Stück, die sich alle allergisch entzündet haben. Die Folge waren bis zu 1 cm große Hautblasen und handflächengroße Schwellungen. Diese Reaktionen entsprechen einer verzögerten Allergie (Typ 4 - falls Du es nachlesen willst) und werden von T4-Lymphozyten vermittelt, genau wie die meisten Autoimmunerkrankungen.
Dieses Jahr war es so schlimm bei mir (keine Ahnung, was mit den Mücken los war), dass ich sogar systemisch reagiert habe - also mit Asthma und Angioödem (anschwellende Halsschleimhäute). Nich ganz unerwartet nahmen das also meine T-Lymphozyten zum Anlass, sich auf meine Gelenke zu stürzen, sodass ich das Predni mehrere Tage auf 15 mg erhöhen musste.
MTX hemmt die Wirkung der T4-Lymphozyten - wir können also beide froh sein, dass wir es nehmen, sonst wäre die Reaktion noch heftiger ausgefallen.
Viele Grüße und gute Besserung
Sibylle