Moin zusammen,
erstmal vielen Dank für eure unzähligen Beiträge hier und die massenhaften Infos
Jetzt zu mir:
Ich bin 36, männlich, im schönen Norden ansässig und derzeit leicht am verzweifeln. Seit 10+ Jahren habe ich tiefsitzende, entzündliche Rückenschmerzen im Lumbalbereich und der ISG, ausgeprägte Verspannungen BWS/HWS und immer wieder ohne konkreten Anlass auftretende entzündliche Schmerzen an diversen Gelenken und Sehnen (Ellbogen, Handgelenke, Achillessehne...) Das ganze ist latent omnipräsent und eskaliert phasenweise.
Ich war immer mal wieder beim Arzt, da ich aber bis ich 24 war auch leistungsmäßig geturnt habe, war da immer schnell eine Begründung gefunden: Starke Belastungen, verfrühter Verschleiß etc.
Bis vor 18 Monaten lief das auch ohne weitere Beachtung relativ passabel - seitdem das Ganze etwas außer Rand und Band und nun ich renne von Pontius zu Pilatus ohne mich auch nur im Ansatz ernst genommen zu fühlen. Klassische Rheumafaktoren und HLA-B27 sind negativ. Damit bin ich offenbar sowohl bei meinem Hausarzt als auch bei meinem (neuen - der alte ist Rentner seit 30.11.21) Orthopäden automatisch als kerngesund und wenn überhaupt als "etwas gestresst" abgestempelt. Immerhin habe ich letzterem ein MRT der LWS abgetrotzt.
Ich habe aber ganz klar das Gefühl, dass sich mein Problem im Bereich Rheuma verorten lässt.
Mit diesen Bildern war ich gestern zur Besprechung. Den Umschlag mit dem Befund des Radiologen hat er nicht mal geöffnet, er hat sich das Übersichtsbild angeschaut und mir mitgeteilt, dass da alles altersgemäß ist, ich vermutlich einfach verspannt bin und das nochmal Physio und Wärme ja auch mal "beim Abschalten" hilft.
Mit meiner Physio habe ich heute mal die Befunde vom Radiologen und vom alten Orthopäden aus 10/21 durchgeschaut und sie sagt, dass ihre Erfahrung mit mir und anderen Patienten mit gesicherter Diagnose da durchaus Anlass für den Verdacht einer Psoriasis Arthritis ohne Hautbeteiligung gibt und ich es nochmal mit meinem Hausarzt besprechen soll.
Meine Motivation mir eine weitere Abfuhr einzuholen, ist nicht so groß. Deswegen geht meine Frage an die erfahrenen Hasen: Würdet ihr euch mit den folgenden Diagnosen/Befunden für eine weitere Diagnostik stark machen?
Orthopäde, Oktober 2021
Radiologe/MRT, Dezember 2021
...nichts hiervon soll einen Arztbesuch ersetzen, ich habe nur das Gefühl, dass wenn ich mich nicht selbst schlau mache und mich bestmöglich vorbereite, renne ich in 5 Jahren noch mit Schmerzen und ohne Antworten rum. Wenn es in einem anderen Thread besser aufgehoben ist, lasst es mich wissen.
Vielen Dank für eure Antworten schon mal und
Liebe Grüße aus dem grauen Norden
erstmal vielen Dank für eure unzähligen Beiträge hier und die massenhaften Infos
Jetzt zu mir:
Ich bin 36, männlich, im schönen Norden ansässig und derzeit leicht am verzweifeln. Seit 10+ Jahren habe ich tiefsitzende, entzündliche Rückenschmerzen im Lumbalbereich und der ISG, ausgeprägte Verspannungen BWS/HWS und immer wieder ohne konkreten Anlass auftretende entzündliche Schmerzen an diversen Gelenken und Sehnen (Ellbogen, Handgelenke, Achillessehne...) Das ganze ist latent omnipräsent und eskaliert phasenweise.
Ich war immer mal wieder beim Arzt, da ich aber bis ich 24 war auch leistungsmäßig geturnt habe, war da immer schnell eine Begründung gefunden: Starke Belastungen, verfrühter Verschleiß etc.
Bis vor 18 Monaten lief das auch ohne weitere Beachtung relativ passabel - seitdem das Ganze etwas außer Rand und Band und nun ich renne von Pontius zu Pilatus ohne mich auch nur im Ansatz ernst genommen zu fühlen. Klassische Rheumafaktoren und HLA-B27 sind negativ. Damit bin ich offenbar sowohl bei meinem Hausarzt als auch bei meinem (neuen - der alte ist Rentner seit 30.11.21) Orthopäden automatisch als kerngesund und wenn überhaupt als "etwas gestresst" abgestempelt. Immerhin habe ich letzterem ein MRT der LWS abgetrotzt.
Ich habe aber ganz klar das Gefühl, dass sich mein Problem im Bereich Rheuma verorten lässt.
Mit diesen Bildern war ich gestern zur Besprechung. Den Umschlag mit dem Befund des Radiologen hat er nicht mal geöffnet, er hat sich das Übersichtsbild angeschaut und mir mitgeteilt, dass da alles altersgemäß ist, ich vermutlich einfach verspannt bin und das nochmal Physio und Wärme ja auch mal "beim Abschalten" hilft.
Mit meiner Physio habe ich heute mal die Befunde vom Radiologen und vom alten Orthopäden aus 10/21 durchgeschaut und sie sagt, dass ihre Erfahrung mit mir und anderen Patienten mit gesicherter Diagnose da durchaus Anlass für den Verdacht einer Psoriasis Arthritis ohne Hautbeteiligung gibt und ich es nochmal mit meinem Hausarzt besprechen soll.
Meine Motivation mir eine weitere Abfuhr einzuholen, ist nicht so groß. Deswegen geht meine Frage an die erfahrenen Hasen: Würdet ihr euch mit den folgenden Diagnosen/Befunden für eine weitere Diagnostik stark machen?
Orthopäde, Oktober 2021
Diagnosen:
HWS-Blockierungen(M 99.81)
Karpaltunnelsyndrom(G 56.0)
HWS-BWS-Syndrom(M 54.13)
BWS-Blockierung(M 99.82)
Polyarthralgie( M25.50)
Chronisches LWS-Syndrom (M54.16)
Chronisches HWS-Syndrom (M54.2)
Chronisches Schmerzsyndrom(R 52.2)
Spondylolislhesis L5/S1 1° (M43.17)
Spondylose der Lendenwirbelsaule(M 47.86)
Skoliose der Wirbelsäule LWS (M41.99)
Befund:
Druckschmerz epicondylitis radial beidseits, Druckschmerz untere LWS paravertebral, leichte
cervikale Rotation different, Myosen/Hartspann HWS und LWS, Lasegue-,Neurologie o .B.
Röntgen der HWS und LWS in 2 Ebenen vom 21.10.21:
LWS in 2 Ebenen:
Retrolisthese L5 OberS 11°, leichte Ventrospondylose, rechtskonvexe Skoliose.
HWS in 2 Ebenen:
Steilstellung, sonst o.B.
HWS-Blockierungen(M 99.81)
Karpaltunnelsyndrom(G 56.0)
HWS-BWS-Syndrom(M 54.13)
BWS-Blockierung(M 99.82)
Polyarthralgie( M25.50)
Chronisches LWS-Syndrom (M54.16)
Chronisches HWS-Syndrom (M54.2)
Chronisches Schmerzsyndrom(R 52.2)
Spondylolislhesis L5/S1 1° (M43.17)
Spondylose der Lendenwirbelsaule(M 47.86)
Skoliose der Wirbelsäule LWS (M41.99)
Befund:
Druckschmerz epicondylitis radial beidseits, Druckschmerz untere LWS paravertebral, leichte
cervikale Rotation different, Myosen/Hartspann HWS und LWS, Lasegue-,Neurologie o .B.
Röntgen der HWS und LWS in 2 Ebenen vom 21.10.21:
LWS in 2 Ebenen:
Retrolisthese L5 OberS 11°, leichte Ventrospondylose, rechtskonvexe Skoliose.
HWS in 2 Ebenen:
Steilstellung, sonst o.B.
Radiologe/MRT, Dezember 2021
MRT der LWS nativ vom 30.12.2021:
Sagittale T2, T1, koronare STIR und axiale T2. Voraufnahmen zum Vergleich liegen
nicht vor. Bulging LWK 4/5. Spinalkanal weit, keine Beeinträchtigung von Wurzeln.
Konusspitze Niveau LWK 2. Myelonsignal regelrecht. Mitabgebildeter thorakaler
Spinalkanal und thorakale Neuroforamina unauffällig. S-förmige Skoliose mit
kräftigem intraossären Reizzustand rechts exzentrisch LWK 4/5, zudem zahlreiche
floride umschriebene Foci an beiden SI-Gelenken. Geröllzyste anterolateral im rechten
Acetabulum Ödemäquivalent zwischen den Dornfortsätzen LWK 2-LWK 5.
Beurteilung:
1. Bulging LWK 4/5, Spinalkanal weit, kein BSV, keine Stenose.
2. Mäßige S-förmige Skoliose mit kräftigem intraossären Reizzustand rechts
exzentrische LWK 4/5.
3. Sakroiliitis beidseits mittlerer Floridität und mutmaßlich zumindest leichtgradiger
Chronizität, soweit hier mitabgebildet. Interspinöse Enthesitis LWK 2-LWK 5
5. Am Bildrand Coxarthrose rechts im mutmaßlich drittgradige Chondropathie.
Sagittale T2, T1, koronare STIR und axiale T2. Voraufnahmen zum Vergleich liegen
nicht vor. Bulging LWK 4/5. Spinalkanal weit, keine Beeinträchtigung von Wurzeln.
Konusspitze Niveau LWK 2. Myelonsignal regelrecht. Mitabgebildeter thorakaler
Spinalkanal und thorakale Neuroforamina unauffällig. S-förmige Skoliose mit
kräftigem intraossären Reizzustand rechts exzentrisch LWK 4/5, zudem zahlreiche
floride umschriebene Foci an beiden SI-Gelenken. Geröllzyste anterolateral im rechten
Acetabulum Ödemäquivalent zwischen den Dornfortsätzen LWK 2-LWK 5.
Beurteilung:
1. Bulging LWK 4/5, Spinalkanal weit, kein BSV, keine Stenose.
2. Mäßige S-förmige Skoliose mit kräftigem intraossären Reizzustand rechts
exzentrische LWK 4/5.
3. Sakroiliitis beidseits mittlerer Floridität und mutmaßlich zumindest leichtgradiger
Chronizität, soweit hier mitabgebildet. Interspinöse Enthesitis LWK 2-LWK 5
5. Am Bildrand Coxarthrose rechts im mutmaßlich drittgradige Chondropathie.
...nichts hiervon soll einen Arztbesuch ersetzen, ich habe nur das Gefühl, dass wenn ich mich nicht selbst schlau mache und mich bestmöglich vorbereite, renne ich in 5 Jahren noch mit Schmerzen und ohne Antworten rum. Wenn es in einem anderen Thread besser aufgehoben ist, lasst es mich wissen.
Vielen Dank für eure Antworten schon mal und
Liebe Grüße aus dem grauen Norden
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