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Zusammenhang chronische Entzündungen und Zähne

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von atmosphere, 29. September 2015.

  1. atmosphere

    atmosphere Mitglied

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    Hallo,

    mich würde interessieren ob es hier Jemanden gibt, die/der Erfahrung mit toten Zähnen / Wurzelbehandlungen in Verbindung mit rheumatischen Erkrankungen hat.
    Was es im Web und bei den "Ganzheilichen" dazu grundsätzliches zu erzählen gibt weiß ich schon. Von daher würden mir vorrangig Erfahrungen interessieren.
     
  2. MadLila

    MadLila Registrierter Benutzer

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    Hallo atmosphere,

    ich habe zwar nicht wirklich eine rheumatische Erkrankung, sondern nur eine rheumatische Begleiterkrankung meines Morbus Crohn, aber ich kenne durchaus Probleme mit Zähnen, die ich damit in Zusammenhang bringe. Es gibt ja die Theorie, dass die unterschiedlichen Zähne mit verschiedenen Krankheiten zusammen hängen. Bei Darmerkrankungen sind das die unteren Backenzähne. Und genau die sind bei mir alle kaputt und großteil inzwischen ersetzt. Bei den vorderen und den oberen Zähnen habe ich nur die üblichen Kariesschäden, die so im Laufe eines Lebens entstehen, lange nicht so gravierend wie bei den unteren.

    Ich weiß nicht, ob dir diese Aussage weiter hilft.

    Liebe Grüße
    MadLila
     
  3. Putzel

    Putzel Mitglied

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    ich kann d. Zusammenhang zuwischen Rheumaerkrankung und kranken Zähnen nur bestätigen !
    Undzwar bekam ich - noch bevor d. Rheuma richtig ausgebrochen war, Paradontose (Zahnfleischablösung).
    Ich musste d. Zähne gezogen bekommen, so schlimm war das.
    Von der Krankenkasse bekam ich ein Schreiben, worin mir ein Sachbearbeiter mitteilte, ich hätte meine Zähne besser putzen sollen, dann wäre das nicht passiert !!!!!!!!
    Ganz kurze Zeit später wurde bei mir die Diagnose PMR , Spondylarthritis usw. gestellt. Ich wurde aufgrund meiner Nachfrage darüber informiert, dass Paradontose eine Begleiterscheinung bei Rheuma ist.
    Das trifft nicht auf jeden Patienten zu , aber bei mir was halt so.
    Gruß Grit
     
  4. atmosphere

    atmosphere Mitglied

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    Danke für Eure Antworten.
    Was mich eher interessieren würde ist ob jemand hier wurzelbehandelte/tote Zähne hat und danach Veränderungen im Rheuma bemerkt hat. Es gibt die Theroie, daß tote Zähne über Toxine und restliche Bakterien auch Arthriden auslösen können. Vielleicht gibt es da jemanden bei der/dem das so war oder wo Erfahrungen voliegen mit Remission nach Entfernung von toten Zähnen?
     
  5. O-häsin

    O-häsin Aktives Mitglied

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    Hi atmosphere,
    mir scheint ein Zusammenhang zwischen wurzelbehandelten/toten Zähne mit entz.-rheumatologischen Erkrankungen sehr stimmig. Ich kenne einige, die vor Ausbruch ihrer Vaskulitis (das ist das Feld, auf dem ich mich etwas auskenne), und dann ging es mitunter nur um ein paar Wochen, Probleme mit den Zähnen und eine Behandlung hinter sich hatten. Es kommen danach oft versteckte Entzündungen durch Bakterien auf, evtl. auch Stapphylokokkus, die keine Schmerzen verursachen, da der Zahn ja tot ist. Und ich weiß außerdem von einigen, dass nach Ziehung toter Zähne die Antikörper drastisch zurückgingen und die Krankheitsaktivität nachließ.
    LG Häsin
     
  6. O-häsin

    O-häsin Aktives Mitglied

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    übrigens -noch vergessen, zu schreiben:
    solche versteckten Entzündungen kann man durch 3-D-Röntgen beim Zahnarzt, sofern er ein solches Gerät hat, oder durch PET feststellen.
     
  7. Clödi

    Clödi Bekanntes Mitglied

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    Hallo atmosphere,

    ich habe seit 1997 einen wurzelbehandelten und dreimal! wurzelresizierten Schneidezahn. Erst nach all diesen Behandlungen gab das Teil Ruhe.
    Seit 2006 habe ich RA.
    Aber ob da jetzt ein Zusammenhang ist? Wer weiß das schon? Steht ja am Rheuma nicht dran, wo es her kommt.

    Mein Heilpraktiker hat mir mal seine eigene Geschichte erzählt. Sein Herz machte irgendwann schlapp, weil die Herzklappen nicht mehr richtig arbeiteten. Es hatten sich Entzündungen entwickelt und es ging ihm allgemein sehr schlecht. Da war er erst Ende 40 und hatte zahlreiche Grotten im Mund. Man wollte ihm künstliche Herzklappen einsetzen.
    Dann ist er zum Zahnarzt gegangen und hat alle kaputten Zähne ziehen und ohne Metalle ersetzen lassen. Also herausnehmbare Kunststoffprothese. Und siehe da: das Herz erholte sich und die OP war nicht mehr erforderlich. Natürlich hat er das Ganze begleitet durch Ausleitungen etc.pp.

    Und wir kamen nicht ohne Grund auf dieses Thema. Er hatte bei mir durch eine spezielle Untersuchung festgestellt, dass mein Problem aus dem Bereich Kopf stammt. Ob nun Zähne oder Nasennebenhöhlen oder beides lässt sich nicht genau sagen. Jedenfalls riet er mir, kaputte Zähne nicht auf Biegen und Brechen zu erhalten. Ganz fies wären für mich auch verschiedene Metalle im Mund (wie Amalgam plus Gold plus was weiß ich), die auch als Störfaktor anzusehen sind. Also keine Implantate setzen lassen, sondern Zähne ziehen und durch herausnehmbaren Zahnersatz ersetzen. Die Zahnfüllungen nach Möglichkeit aus Zement oder Kunststoff machen lassen und nicht aus metallischen Stoffen.

    Nur das erzähl mal deinem modernen Zahnarzt. Der schlägt die Hände über dem Kopf zusammen, wenn du ihm sagst, du hättest gerne eine Klammerprothese nach Kassenleistung 08/15.
    Einmal habe ich eine Wurzelbehandlung abgelehnt und darum gebeten, den Zahn zu ziehen. Der Grund ist, dass ich sehr eigenartig geformte Wurzeln habe, bei denen die Wurzelbehandlung sowieso noch nie funktioniert hat. Also warum wochenlang Schmerzen ertragen, wenn das Ergebnis Zahnziehen vorher schon feststeht.
    Da durfte ich erstmal bei der KK anrufen, ob der Zahnersatz überhaupt bezahlt wird und ich musste mir einen anderen Zahnarzt suchen. Meiner hatte sich geweigert, den Zahn zu ziehen, wenn er theoretisch noch zu retten ist.
    Der Zahn ist jetzt seit Jahren raus plus noch zwei weitere, aber noch nicht ersetzt, weil niemand eine Klammerprothese einsetzen möchte;). Und ehrlich gesagt, finde ich diese Variante selber nicht so wirklich den Knaller (bin Mitte 40).

    Lg Clödi.
     
  8. Clödi

    Clödi Bekanntes Mitglied

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    Noch was vergessen:
    Habe im März 2006 eine Zahnbrücke aus einer Mischlegierung eingesetzt bekommen. Seit Oktober 2006 habe ich die RA.
     
  9. kroma

    kroma Dermatomyositis

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    clödi ich kann dir und deinem doc nur recht geben.
    selbiges habe ich auch erlebt.
    2010/11 hatte ich innerhalb von 10 monaten 4 zahn-op`s, teilweise nach wurzelbehandlung.
    kommt mir nicht mehr in die tüte.
    mit metallen ist`s genauso: hatte ich vor rheuma schon und nun habe ich 2x teilprothesen, klammern sind aus metall (irgendwas silbriges, da muss ich noch mal nachfragen) und die sind mit meinen goldklumpen irgenwie nicht kompatibel.

    atmosphere alles gute für dich und deine beißerchen!
     
    #9 30. September 2015
    Zuletzt bearbeitet: 30. September 2015
  10. atmosphere

    atmosphere Mitglied

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    also meine Beisserchen sind soweit garnicht so schlecht. Ich habe nur wenige Kronen aus Vollkeramik. Sowas gibt es auch als Implantat komplett Metall frei.
    Einer der Zähne hat eine Wurzelkanalrevision mit OP Mikroskop hinter sich. Das ist jetzt 8 Jahre her. Gelenkbeschwerden am Fuss habe ich seit 5 Jahren.
    Die sprechen nicht auf herkömmliche Basis an wie z.B MTX und sie verlaufen chronisch aber nicht erosiv.

    An diesem Zahn wurde vor 3 Jahren auch ein 3D Röntgen angefertigt. Der Endodontologe hatte etwas gesehen, wo er sich aber nicht ganz sicher war. Ich hatte mit dem Zahn immer mal wieder sporadisch Problemchen so alle 2 - 3 Jahre.
    Der Arzt wollte jetzt eine Wurzelspitzenresektion machen. Das werde ich aber nicht machen lassen. Ich würde den Zahn lieber entfernen lassen auch wenn da mittlerweile über 3000€ drin stecken. Irgendwann muß ja mal Schluss sein. Mein Zahnarzt würde den auch nicht unbedingt um alles in der Welt retten wollen.

    Beiden Zahnärzten ist bekannt, daß es Wechselwirkungen zwischen Gelenkbeschwerden und Zähnen geben kann. Man weiß es aber leider auch nicht genau.
     
    #10 30. September 2015
    Zuletzt bearbeitet: 30. September 2015
  11. Freitag

    Freitag Ich denke, also bin ich

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    ....schrieb Dr. L. hier:
    https://www.rheuma-online.de/a-z/f/fokus-theorie/

    L.G. Frei
     
  12. Luna-Mona

    Luna-Mona Aktives Mitglied

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    Hallo liebe Forenmitglieder,

    ich bin gerade mitten in einer Zahnsanierung. Mir wurde ein wurzelbehandelter Zahn gezogen und die beiden Nebenmänner von ihren Goldkronen befreit, damit eine "Brücke" gemacht wird. Zurzeit habe ich ein Provisorium im Mund. Bis dahin hatte ich immer diffuse Schmerzen auf der Seite des wurzelbehandelten Zahnes. Jetzt "explodiert" das Leben auf dieser Seite, es kribbelt, es wird warm und kalt, dass mir Angst und bange wird. Mein Zahnarzt ist dabei guter Dinge und findet, dass alles jetzt in Ordnung kommt. Er hat mir, weil er wohl meine Angst sah, seine Privattelefonnummer gegeben, falls irgendetwas ist.
    Hat jemand schon soetwas gehabt?

    Liebe Grüße
    Luna-Mona
     
  13. Clödi

    Clödi Bekanntes Mitglied

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    Hallo Luna-Mona,

    ich nehme an, der Zahn wurde erst vor ein paar Tagen gezogen? Das merkt man schon einige Zeit, bis es sich wieder normal anfühlt. Wenn stärkere Schmerzen an der Wunde auftreten oder nach anfänglicher Besserung schlimmer werden, dann sollte man einen Arzt aufsuchen.
    Ich hatte schon zweimal das Pech ein entzündetes Zahnfach zu haben. Aber das merkt man, glaub mir:eek:. Man geht förmlich die Wände hoch.

    Dieses Gefühl von warm und kalt: ist das immer oder nur nach dem Essen oder Trinken? Dann kommt es bestimmt vom Provisorium. Das ist ja anders befestigt als vorher die Kronen und dichtet vermutlich nicht vollständig ab. Oder deine Zähne reagieren noch auf das Beschleifen.

    Wenn es gut auszuhalten ist, würde ich etwas abwarten. Ansonsten lieber nochmal drauf gucken lassen.

    Lg Clödi.
     
  14. Luna-Mona

    Luna-Mona Aktives Mitglied

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    Danke Clödi,

    ich habe nochmal den Zahnarzt draufgucken lassen, er hat das Provisorium abgeschlagen (ja wirklich!) und eine neue Rö-Aufnahme gemacht. Danach sagte er, es sei alles in Ordnung, nur das Provisorium wäre wohl etwas zu groß und habe deshalb den Kiefer irritiert. Er hat dann das abgeschliffene Provisorium wieder eingesetzt und sagte, ich solle auf jeden Fall am nächsten Tag anrufen, spätestens dann müsse alles wieder gut sein, sonst schiebe er mich nochmal zwischen seine anderen Termine, aber anrufen solle ich so oder so und keine Schmerzmittel mehr nehmen, die Schmerzen müssten schon lange weg sein.
    Also: am Nachmittag war es schon wesentlich besser und am nächsten Tag war alles gut, naja bis auf Empfindlichkeit bei kalten Getränken eben. :)

    Schönen Rest-Sonntag
    wünscht Luna-Mona
     
  15. Rheinhessin

    Rheinhessin Mitglied

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    in Rheinhessen ;-)
    Komplettsanierung

    Nabend,

    also ich hatte Probleme mit Zähnen bei denen es Jahre vorher ein Wurzelbehandlung gab.

    Auf jeder Seite je oben und unten 1 - 2 Zähne. An den Zähnen sah man nichts. Nur auf dem Röntgenbild sah man, dass alles abgestorben war. So schlimm, dass der rechte Oberkiefer angegriffen war und Teile davon zwecks Test auf Kieferkrebs ins Labor geschickt wurden.

    War zum Glück negativ. Jedenfalls war an den Zähnen nichts mehr zu retten und das war vor meiner Rheumaerkrankung. Meine Schwester hatte als Kind Rheumaknoten an beiden Schienbeinen. Derzeit ist kein Rheuma diagnostiziert, sie hat jedoch enorme Probleme mit den Zähnen bzw. Kiefer. Schaun wir mal, was dabei rumkommt.

    Grüße
    Rheinhessin:o