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Yersiniose mit AB behandeln, trotz Corti-Einnahme?

Dieses Thema im Forum "Cortison / Glukokortikoide" wurde erstellt von Anna2, 19. Juli 2010.

  1. Anna2

    Anna2 Neues Mitglied

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    Hallo Ihr Lieben,

    ich habe vorige Woche erfahren müssen, dass meine Yersiniose wieder einmal aufgeflammt ist.

    Ich kämpfe schon seit Mitte 2007 mit immer wieder kehrenden wässrichen Durchfällen und ständigem Blähbauch sowie Unter- und Oberbauchbeschwerden und seit dem auch mit Gelenkschmerzen, die am ganzen Körper variieren. Auch Erschöpfung und Müdigkeit sind meine ständigen Begleiter.

    Auf einem Befund von 2007 stand der Hinweis auf eine irgendwann abgelaufene Yersiniose, da die IGG-AKs oberhalb der Norm lagen.

    Hatte in den letzten Jahren mehrere Magen- und Darmspiegelungen bekommen, wobei eine chron. Gastritis C mit Refluxösophagitis diagnostiziert wurde.

    Eine Kapselendoskopie 2008 ergab einen auffälligen Befund im Bereich des unteren Dünndarms (Ileum), wo an mehreren Stellen ödematöse, verdickte Dünndarmzotten und geringe petechiale Einblutungen festgestellt wurden.

    Man stellte den Verdacht auf Sprue/Zölliakie. Auch waren mal die Gliadin-IgG-AKs an der Obergrenze.

    Was die Yersinien betrifft, so waren diese AKs wieder im Jahr 2007 und 2008 akut, also IgG, IgA oberhalb der Norm und auch im Westernblot waren beide erneut positiv. Leider hat man aber nicht die einzelnen Banden interpretiert, wie hier im Forum empfohlen.

    Auf dem Laborbefund von 2008 steht, dass Yersinien des Types Enterocollitica und Pseudotuberculosis nachgewiesen wurden.

    Da eben all die oben genannten Symptome bis heute anhielten, bat ich vor ca. 2 Wochen bei einer Blutentnahme den Rheumadoc-Vertretungsarzt auch mal die Yersinien-AKs zu prüfen.

    Bingo, es hat sich wieder einmal bestätigt, dass die Dinger noch immer aktiv sind. Ein ähnlicher Befund wie schon die Jahre vorher, IgG und IgA-AKs oberhalb der Norm und Westernblod bei beiden wieder positiv, wieder ohne Bandenangabe.

    Da der Arzt nun leider selber krank ist, war er am Tag, als ich die Befund mir ausdrucken ließ nur mal kurz zu sprechen.

    Er meinte, es sei alles in Ordnung, bis auf meinen Eisenmangel, eine neue bzw. neu diagnostizierte Baustelle.:o

    Als ich mir dann zuhaus den Befund genauer ansah, entdeckte ich mit Entsetzen die Ergebnisse der Yersienien-Testung... Und der Doc hat nix dazu gesagt, obwohl ich ihm jedesmal von meinen Magen-Darm-Probs und den Gelenkbeschwerden etc. berichte.

    Nun bekam ich Anfang Mai von ihm wegen meiner Schmerzen, Erschöpfung usw. Cortison in Form von Lodotra 5 mg (Prednison) verschrieben, welches ich hoffnungsvoller Weise noch immer nehme und es wohl auch weiterhin noch nehmen werde, da es zumindest die Schmerzen lindert.

    Aber die Magen-Darm-Probs mit den krassen Durchfällen habe ich leider noch immer und vor allem dem lästigen Blähbauch. Bei einer Größe von 1,73, einem Gewicht von 70 kg habe ich einen Bauchumfang von ca. 100 cm. Oft ziehe ich den Bauch ein wenn ich unterwegs bin und esse wenn ich raus muss auch nur ganz wenig, damit der Bauch nicht so bläht.

    Dieser Bauch bescheeert mir lästige Einengungsgefühle, selbst wenn die Hosen weit genug am Bund sind. Das ist echt lästig und ich fühle mich sehr dadurch im Alltagsleben eingeschränkt.

    Wäre so froh, diese ganzen ätzenden Probs los zu bekommen.

    Meine Frage wäre...

    Kann man die Yersiniose mit Antibiotika auch erfolgreich behandeln, wenn ich bereits seit Mai das Lodotra 5 mg nehme?

    Denn so schnell werde ich das nicht ausschleichen können, damit ein Antibiotikum evtl. besser wirken kann.

    Bin echt verzweifelt. Die Schmerzen sind zwar besser, aber ich möchte die Yersiniose gern für immer los werden und nicht nur die Symptome behandeln.

    Für eure Hilfe bedanke ich mich ganz herzlich bei euch.:)

    Liebe Grüße
    Anna
     
  2. Anna2

    Anna2 Neues Mitglied

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    Noch keine Antwort - Schade :(

    Hallo Ihr Lieben,

    schade, dass noch keiner von euch geantwortet hat.:o

    Würde mich riesig über eure Tipps freuen.

    Vielen herzlichen Dank im Voraus an euch und

    liebe Grüße

    Anna:)
     
  3. Kira73

    Kira73 Uveitispapst

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    Guten Abend,

    ich hab die Yersiniainfektionen das in den ersten zwei Jahren meiner kleinen Rheumastory gehabt, mein Trigger eben. Es ließ sich nicht wirklich behandeln, lediglich die Folgen einigermaßen im erträglichen Rahmen halten. Es sind verschiedenste Behandlungen versucht worden nichts war von Dauer. Selbst
    in den Durchfall-freien Zeiten hatte ich die Erreger in großer Zahl nachweisbar.

    Es hört irgendwann einfach auf. Was schlaueres kann ich dir dazu leider nicht schreiben, bis dahin ist die Parole durchhalten.

    Gruß
    Kira
     
  4. Anna2

    Anna2 Neues Mitglied

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    Schön, dass du geantwortet hast :)

    Hallo Kira,

    lieben Dank für deine Antwort. Die erste Antwort nach so langer Zeit auf diesen Thread.:a_smil08:

    Kleine Rheuma-Story, jetzt untertreibst du aber, bei dem was du alles durch machen musstest. Tut mir sehr leid. Hm und die vielen Medies, die du nehmen musst, echt der Hammer. Mit den Medies, die du nimmst, kenne ich mich nicht so aus.

    Ich kann dir nur für alles, auch für deine Augenproblematik alles Gute und gute Besserung wünschen.:)

    Hast du denn ein Antibiotikum für längere Zeit bekommen?

    Habe gelesen, dass Doxycyclin das Mittel der Wahl ist, aber für längere Zeit. Damit könnte die Yersiniose, auch die daraus resultierende Arthritis endgültig ausgeheilt werden.

    Habe eben auch mit dem Corti gehadert, ob ich es nehmen soll oder nicht, da es ja die Infektion nur überdeckt und nicht ausheilt.

    Tut mir sehr leid.

    Hattest du Antikörper, die auf eine akute Yersiniose hindeuten, also IgA oder IgM?

    Finds halt nicht okay, Corti nehmen zu müssen, was man ja auch nicht einfach so ausschleichen oder absetzen kann, wenn mir evtl. ein Antibiotikum hätte helfen können.

    Aber es wurde ja nicht mal ein Antibiotikum versucht.

    Hast denn das Corti bei dir bezüglich der Augen auch Verschlechterungen bewirkt, zumal du ja eh Probs mit den Augen hast.

    Diese Angst habe ich nämlich auch, was meine Augen betrifft, da ich auch vorbelastet bin und echt nur schlecht sehen kann.

    Dir alles Gute und

    liebe Grüße
    Anna:)
     
  5. Kira73

    Kira73 Uveitispapst

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    Hallo Anna,

    die Erreger sind bis heute nachweisbar. Welche Werte da vor 30 Jahren wie waren - Du , echt - frag mich das nicht. Ich käme mir unwissend vor :D und
    ich grabe nicht in den alten Ordnern rum. :rolleyes:

    Ich habe hochdosierte Antibiose bekommen damals, die nicht nur aus einem Medikament bestand. Es waren Versuche, mehr nicht. Das das ganze nicht funktioniert hat wurde das nach einigen Monaten eingestellt. Auch hier wieder, welche Medikamente... - es waren so viele in den Jahren - kein Schimmer. Heute sind die Möglichkeiten bestimmt besser.

    Du kannst mir einen Gefallen tun:
    schreib nicht so oft, es täte Dir leid .... wenn ich nämlich rauskrieg, dass ich Dir das zu verdanken hab, dann aber .... :D

    Zum Corti:
    Ich hab die Augenprobleme schon weit vorher gehabt und als klar war, dass längerfristig hochdisiert Cortison angesetzt werden würde wurden wir aufgeklärt, dass ich an einem Katarakt nicht vorbei käme dadurch. Aber im Gegensatz zu den Alternativen ist so ein Katarakt ein Schokoladeneis.

    Man muss sich entscheiden und niemand nimmt einem das ab. Aber, dann kann und muss man nachher auch keinen verantwortlich machen, ist doch praktisch.

    Du hast die Wahl und du musst sie nutzen.

    Mehr kann ich dir nicht sagen. Nutze die Möglichkeiten die du hast.

    Gute Nacht
    Kira
     
  6. Anna2

    Anna2 Neues Mitglied

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    Hallo Kira,

    danke für deine Antwort. Du bist ja auch noch so spät wach wie ich.;)

    Also so lange ist das schon bei dir her. Nein, du musst nicht in den alten Ordnern rum kramern.;)

    Aber trotzdem bemerkenswert, dass du die ganz alten Befund überhaupt hast. Denn früher war das ja noch nicht Gang und Gebe, sich die Befunde alle geben zu lassen.

    Ich habe das dann aber später nachgeholt und sogar noch ganz alte Akten und Befunde bekommen. Aber alle aus der Kindheit z.B. habe ich auch nicht, aber wenigstens die wichtigsten.

    Da erfährt man oft Dinge, die man sonst von den Ärzten damals garnicht so gehört hat.;)

    Also hat man ja zumindest eine Antibiotika-Gabe bei dir versucht. Vielleicht waren, wenn es so lang her ist, die Mittel nicht die richtigen. Heute könnte man es vielleicht besser behandeln.

    Wie gesag, ich habe in einem anderen Forum gelesen, dass es zumindest bei 2 Usern erfolgreich war, bei einer davon half es auch gegen die reaktive Arthritis.

    Aber dennoch ist es umstritten, in wie weit das Sinn macht bzw. es hilft.

    Naja, ich bekam, wie gesagt, keine Antibiose. Es wurde alles ein wenig runtergespielt, da keine Bakterien im Stuhl waren.

    Du meinst, ich habe das aus einem schlechten Gewissen heraus gesagt. Hm, jetzt habe ich mich wohl verraten.:D

    Ich hoffe immer noch, dass meine Dosis von 5 mg Prednison zu gering für einen Katarakt ist. Oder liege ich da falsch. Du hast ja sicher höhere Dosen bekommen, wenn ich mich nicht irre.

    Denn so ganz einfach ist bei mir eine Katarakt OP nicht, auch wenn es heute zu den Standard OPs gehört. Da ich durch das angeborene Glaukom bzw. Buphtalmus (große Augen) auch viele andere Dinge, wie Hornhautunregelmäßigkeiten usw. habe, ist es bei mir etwas schwieriger und wohl auch riskanter, einen Katarakt zu operieren.

    Muss mich da noch mal erkundigen. Meine Augenärztin meinte, es sei nicht schlimm, das Corti zu nehmen, wenn man ständig in augenärztlicher Kontrolle ist. Allerdings hat sie mich erst wieder in einem halben Jahr bestellt.

    Zur Not muss ich sie halt wechseln.

    Nun ja, wenn ich die Vorbelastung der Augen nicht hätte, dann wäre die Entscheidung einfacher.

    Das werde ich auf jedem Fall tun.

    Danke nochmals für deine Hilfe und alles Gute.

    Gut Nächtle und LG
    Anna