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Yersinien usw.

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Palomino, 11. April 2006.

  1. Palomino

    Palomino Guest

    Hallo zusammen,

    bei mir ist alles etwas chaotisch:Im Mai letzten Jahres hatte ich kontaminiertes Fleisch zu mir genommen. Erst Wochen später nach etlichen Beschwerden wurde Campylobacter jejuni bei mir festgestellt. ich bekam 2 wochen Antibiotika und fertig. Im september dann fingen plötzlich beschwerden an...nervenzucken,empfindungsstörungen in den beinen, schmerzen um das gewebe am steiß,kribbeln. nach langem suchen u.der idee es könnte auch borreliose sein hatte ich mein blut ans kölner labor schicken lassen. hier kam raus dass ich 3 spezifische banden im igg westernblot für borreliose habe, im igm wert war nur p41.
    yersinien igg war grenzwertig. yersinien? sollte ich die wohl mit dem fleisch auch zu mir genommen haben?immerhin sind diese im stuhl nur 6-8 wochen nachweisbar und die stuhlprobe bei der campylobacter entdeckt wurde war ja erst danach abgegeben worden...

    also etliche arztbesuche, und andere bluttests,( u.a. ein borrelien LTT test der ja besagt ob noch was aktiv ist oder nicht ) und ab benandlung ( 6 wochen doxy ) später kam dann heraus dass ich keine aktive borreliose habe, aber dafür war der normale blutbefund der yersinien diesmal positiv im igg ( unter 20 negativ bei mir 75 ) und iga aber unter 20. also auch nicht aktiv?
    aber von irgendwas müssen die beschwerden doch kommen. mal tut mir die schulter weh, dann der ellenbogen, vom steiß will ich gar nicht reden. ansonsten sieht das blut ganz gut aus. meine knochen knacken und knirschen fürchterlich, das hatte ich vorher nicht, es tut auch nicht weh oder so...
    woher weiß man ob noch bakterien im körper vorhanden sind und das verursachen oder ob es einfach noch symptome sind die das auslösen?

    welche therapie ist denn zu empfehlen wenn doxy schon nicht geholfen hat?
    der hla b27 ist negativ bei mir...

    vg.
    palomino:confused:
     
  2. üpoi

    üpoi Neues Mitglied

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    Wie du weißt....

    Wie du weißt, sind rheumatische Geschichten als Spätfolge von Borrelien und Yersinien wohl bekannt.
    Erst hieß es, eine antibiotische Behandlung könne nach der Akutphase nichts mehr helfen. Mittlerweile wird oft für Antibiotikagabe pladiert und dann nicht zwei Wochen, sondern drei Monate. Erfolgsaussicht sei umso größer, je schneller nach Auftreten der Beschwerden die antibiotische Therapie gegonnen wird.
    Daraus ergibt sich ganz klar, dass Antibiotika hilfreich sein kann oder nicht :D

    Und genau das wird dich nun für den Rest deiner Mitgliedschaft in diesem Club nicht mehr verlassen. Die Gewißheit, das nichts gewiß ist.
    Den einen ist mit Standardtherapien zu helfen, den anderen nicht. Manchem helfen alternative Methoden. Die einen fasten und kasteien sich, die anderen nicht. Einem hilft es, anderen nicht.

    Wem gar nichts hilft, dem bleibt die Hoffnung, dass man vielleicht etwas Wirksames findet (oder nicht). Also Kopf hoch :D
     
  3. kukana

    kukana Moderatorin

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    hey,
    was üpoi da schreibt stimmt eigentlich schon. aus all deinen beschwerden kann sich ein reaktives *etwas* entwickeln, das wieder vergeht oder es kann sich wandeln und chronisch werden. was genau dabei herauskommt kann nicht einmal ein rheumatologe vorhersehen. ( der würde sonst wahrscheinlich schweinereich werden). meines erachtens ist wichtig, dass du bei problemen das nicht einfach hinnimmst, sondern immer wieder deinen arzt aufsuchst. es gibt im übrigen viele die antikörper gegen yersinien aufweisen und auch ebv und co. solang das immunsystem ok ist, tut sich nicht viel. aber wehe es ist ein bisschen angeknackst.

    meine reaktive arthritis aufgrund yersinien hat sich irgendwann verflüchtigt, das war vor ca. 25 jahren. meine rheumatoide chronische arthritis ist neu seit 1998, diagnose 2000 und verläuft vom beschwerdebild gänzlich anders. ob damals der grundstein gelegt wurde für die heutige erkrankung weiss leider keiner.

    wünsche dir alles gute und einen guten doc. kuki
     
  4. Palomino

    Palomino Guest

    hallo alle,

    danke für eure antworten, d.h. wie auch bei borreliose z.b. ist das eine individuelle geschichte. ich achte sehr darauf dass ich mein immunsystem auf trab halte, nehme viele untstützende sachen auch auf natürlicher basis. essen usw. ist eh gesund bei mir. hatte ja 6 wochen doxy genommen und vor 3 wochen aufgehört, werde jetzt auch erstmal entgiften usw. und dann werde ich wieder anfangen und probiere einfach andere aus.

    was ich nur nicht verstehe ist warum es so kompliziert ist herauszufinden ob die dinger noch aktiv sind oder ob einfach die tatsache dass man mal daran erkrankt ist diese symptome auslöst. auf die blutergebnisse alleine kann man sich nicht verlassen.
    ich war am montag beim rheumatologen der den bluttest machte, wie die meisten ärzte hat er keine ahnung. da nur mein igg wert positiv war sagte er dass wäre wie wenn ich als kind masern gehabt hätte, die antikörper wären auch noch zu finden.
    ich sagte dass das ja sein mag, ich aber beschwerden habe. ich kann mir auch besseres vorstellen als immer zum arzt zu rennen usw. davor war ich 2 jahre nicht krank.
    dann erst fing er an mit antibiotika weil bakterien ja auch wenn sie nicht aktiv sind toxine ausschütten usw.
    ich musste ihm sagen dass yersinien ja gramnegative bakterien sind und ein mittel gegen grampositive erreger wohl nicht die wahl.
    dann wollte er mir doxy geben und er meinte dann 100mg/tag ( ein witz ) für 3 wochen müsste reichen und die beschwerden würden weggehen.
    haha. als ich ihm sagte dass ich 6 wochen doxy genommen hatte und zwar 200 mg am tag war er ratlos und meinte wenn das nicht hilft, hätte ich doch nichts.

    so einfach ist es heutzutage. :mad: so renne ich jetzt wieder rum und suche mir einen arzt der entweder ahnung hat oder ich schaue welches mittel am besten hilft und sage einfach dass ich das möchte!punkt.

    lg,