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Wirkung von Cortison bei körperlicher Belastung!

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von anne136, 4. April 2008.

  1. anne136

    anne136 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    19. Januar 2008
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    Hallo!
    Ich habe nun schon öfter geschrieben und habe eine Frage.
    Bislang warte ich noch auf meinen Termin beim Rheumatologen, der ist aber erst im Juli (7 Monate Wartezeit!!!). Laut Orthopädie soll ich eine seronegative rheumatische Erkrankung haben. Meine Beschwerden sitzen überwiegend in den Kreuz-Darmbeingelenken mit Ausstrahlung in die Beine. Die Sehnenansätze der Sitzbeinhöcker tun unheimlich weh und sitzen und bücken etc. fällt mir immer sehr schwer.
    Trotz all dieser Probleme möchte ich im Mai den Camino frances laufen. Wenn ich erst einmal laufe, laufe ich ganz gut. Die ersten Schritte nach einer Pause humpel ich immer von dannen, danach wird es besser. Ich weiß, dass das nicht immer leicht wird, vielleicht etwas verrückt, aber ich möchte mir die Startbedingungen so gut wie möglich gestalten. Nur unter der Kortisonstoßtherapie bin ich bislang beschwerdefrei gewesen. Ibuprofen etc. hilft nur bedingt. Mitte April habe ich noch mal einen Termin bei meinem Orthopäden und werde mich auch dort erkundigen, aber hier schon mal vorweg fragen. Ich würde gern vor Reisebeginn noch einmal Kortison nehmen um schmerzfrei in die Wanderung zu gehen. Wirkt sich Kortison auf die körperliche Leistungsfähigkeit aus? Wie kann man soetwas am Besten vorbereiten? Kortison vor der Reise, oder schon vorher beginnen und auf der Reise ausschleichen, oder, oder, oder...
    Kann mir jemand dazu Ratschläge geben, ich möchte die seit einem Jahr geplante Wanderung nicht absagen, alles ist gebucht. Ich werde halt so weit kommen wie es geht, und wenn es nicht geht habe ich immer noch die Möglichkeit bei Bekannten Urlaub in der Nähe von Santiago de Compostela am Meer zu machen.
    Herzlichen Gruß und freue mich von euren Erfahrungen zu hören.
    Gruß Anne
     
  2. susannegru

    susannegru Neues Mitglied

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    30. April 2003
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    Hallo,
    wenn Du dauerhaft niedrigdosiertes Cortison nimmst z.B. 5 mg besteht m.E. keine Gefahr, denn Du kannst Deine Körperkräfte richtig einschätzen. Aber eventuell mit einer erstmaligen Stoßtherapie (selbst wenn es nur 20 mg sein sollten) zur beschwerlichen (Steigungen) Wanderung zu beginnen, halte ich für gewagt, wenn nicht gar verantwortungslos. Du hast sicher in den Medien die Diskussion über Doping der Radrennfahrer verfolgt. Auch die nehmen gern Cortison um die Leistung zu steigern. Es kann leicht aufgrund der "Hochstimmung" zu einer Überforderung des Körpers, besonders des Herzens führen. Mein Tipp: unbedingt offen mit dem Arzt darüber sprechen, sonst kann das mehr Schaden anrichten als Du denkst. Gegen Sport unter Cortison, wenn man richtig krank ist, spricht nichts, aber wenn man Cortison höherdosiert nimmt, überschätzt man seine Kräfte leicht! Viele Grüße von Susanne
     
  3. anne136

    anne136 Neues Mitglied

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    19. Januar 2008
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    Hallo Susanne!
    Danke für deine Antwort.
    Es wäre nicht meine erste Kortisonstoßtherapie. Die letzte war im Dezember, ich habe sie gut vertragen, nur bin ich mit dem Zucker zeitweise auf über 200mg/dz angestiegen. Dieses ist aber nur mir aufgefallen, da ich im Krankenhaus arbeite und ständigen Zugriff auf BZ-Geräte habe.
    Als Dopingmittel wollte ich das Kortison nicht nutzen, es geht mir nur darum halbwegs schmerzfrei in die Reise zu starten. Mich und meine Kräfte kann ich gut einschätzen und achte nach einer durchgemachten Herzmuskelgeschichte auch gut und aufmerksam auf mich.
    Ich weiß, dass ich nach Beginn der letzten Kortisontherapie nach 2 Tagen schmerzfrei war, dass war ich vorher schon so lange nicht mehr und habe es genossen. 14 Tage nach Beendigung der Stoßtherapie kamen die Schmerzen wieder und haben sich wieder auf das alte Niveau eingependelt. Zur Vorbereitung auf meine Pilgerwanderung gehe ich regelmäßig in´s Fitnessstudio. Ich mußte dem Trainer erst mal klar machen, dass es mir nur um eine normale Fitess geht und nicht Bodybuilder werden möchte. Aber er hat bei einigen Muskelgruppen schnell gemerkt, dass ich nicht soviel schaffe.
    Ich denke nur, dass mir durch einen Kortisonstoß der Beginn der Wanderung leichter gemacht würde und es dann noch etwas dauern würde bis die Schmerzen wiederkommen und das jetztige Niveau erreichen.
    Mit meinem Orthopäden werde ich da ganz ehrlich drüber reden und nichts verschweigen. Schaden möchte ich mir nicht. So schade wie ich es fände das Ziel nicht zu erreichen, umso schlimmer fände ich es wenn ich mir dadurch die Gesundheit weiter ruiniere.
    Danke für deine Antwort.
    Gruß Anne