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Wirbelsäulenschmerz und Rheuma?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von TriaGirl, 30. Oktober 2007.

  1. TriaGirl

    TriaGirl Chrissi

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    Hallo zusammen,

    Seit ca. 8 Wochen habe ich (w, 30 J) ein allgemeines Krankheitsgefühl, starke Benommenheit, Schwindel, Erschöpfung. Ich neige zu Muskelkrämpfen- und schmerzen und habe insgesamt weniger Kraft, besonders in Händen, Oberarmen, Oberschenkeln (z.B. Treppensteigen). Dazu kommen Taubheitsgefühl der Hand, Missempfindungen in Händen und Füßen. Diese werden bei Kälte blauviolett, bei Wärme knallrot, geschwollen, schmerzen und pochen, besonders nachts. Ein Ranynaudsyndrom ist schon seit 10-15 Jahren bekannt.
    In letzter Zeit hatte ich öfter leichtes Fieber und Blut/Eiweiß im Urin.

    Ich erinnere mich jetzt, dass ich zu Anfang meiner Beschwerden plötzliche Rückenschmerzen bekam, für die keine Ursache gefunden wurde. Es handelte sich um einen starken, punktuellen Druckschmerz in der BWS.
    Nach einer Kortisonspritze waren die Beschwerden weg, jetzt nach 5 Wochen kommen sie wieder. Ich kann mich an keine Bewegung erinnern, die die Schmerzen ausgelöst haben könnte. Außerdem hatte ich vorher nie Rückenschmerzen.

    Nun wurde vor 1 Woche bei einem Rheuma-Check ein positiver Rheumafaktor und CCP festgestellt.
    Kann das alles irgendwie zusammenhängen?
    Was meint Ihr?

    Gruß TriaGirl
     
  2. Specki

    Specki Neues Mitglied

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    Hallo,

    also das hört sich nicht prickelnd an, was du da berichtest. Das Taubheitsgefühl in den Händen könnte mit eingeklemmten Nervenbahn an der Wirbelsäule (Stenose) zusammenhängen, könnte, muss nicht. Das hatte ich auch einmal. Aufschluss kann nur eine CT geben, evtl. sogar eine MRT. Darauf solltest du bei deinen Ärzten massiv drängen, und lass dich nicht mit einem Termin in drei Monaten abspeisen (CT dauert manchmal so lange). Vielleicht kann dein Hausarzt auf dem kleinen Dienstweg einen Radiologen anrufen und dich gleich anmelden. Bei mir hat das mal geklappt.

    Der nächste Schritt ist dann, die CT-Bilder richtig zu deuten. Drei Ärzte, vier Meinungen. Auch ein guter Radiologe ist da goldwert.

    Viel Glück!
    Specki
     
  3. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    hallo triagirl,

    du schreibst nicht, was dein arzt zu deinen laborwerten gesagt hat.
    bei ihm müssten eigentlich sämtliche alarmglocken klingeln,
    und er sollte tätig werden, da es gilt die wichtige anfangszeit bei der behandlung nicht zu verpassen.......

    CCP-Antikörper (sogar bereits vor Ausbruch der Erkrankung) und IgA-Rheumafaktoren bei Krankheitsbeginn sind Prädiktoren für einen schwereren Krankheitsverlauf und eine stärkere Röntgenprogression.

    ......in bezug auf rheumatoide arthrits. der anti-ccp kommt zwar in geringen prozentzahlen auch bei einigen anderen erkrankungen vor,
    steht aber hauptsächlich für die ra.
    hier ist eine tabelle enthalten: hier

    lieben gruss marie
     
  4. TriaGirl

    TriaGirl Chrissi

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    Hallo Marie,

    meine damalige Hausärztin sah keinen Zusammenhang zwischen Rückenschmerzen und meinen anderen diversen Beschwerden. Sie schob alles auf die Psyche.
    Mittlerweile habe ich aber einen anderen Hausarzt, der mich glücklicherweise ernst nimmt und mich zum Rheumatologen überwiesen hat. Ich habe auch sehr kurzfristig einen Termin in der Rheumaklinik Herne bekommen. Nur war ich einfach unsicher, ob solche Art Rückenschmerzen auch durch Rheuma verursacht werden können, und ob ich sie deshalb überhaupt erwähnen soll.
    Meine Liste der Beschwerden ist einfach unendlich lang....

    Gruß

    TriaGirl
     
  5. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    die dringlichkeit der erwähnung ergibt sich aus meinem
    obigen posting! ;)

    alles gute, marie
     
  6. Colana

    Colana Musikus

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    Hallo TriaGirl,

    herzlich Willkommen hier bei uns...

    Klar - es ist alles wichtig...

    Du kannst schon ein wenig vorweg arbeiten:
    Versuche alle Befunde, auch die damaligen als Kopie zu besorgen... Die sind für Dich bzw. Krankenhaus.... (für Dich können hierbei Kopiekosten anfallen)

    Liste auf einem Extra-Zettel alle Beschwerden auf - von denen, die zur Zeit akut sind bis hin zu den weniger akuten und was daraus resultiert, wie z. B. keine Treppen hochkommen, Gläser aufbekommen usw.

    Was hilfreich sein könnte, könnte ein Schmerztagebuch sein:
    was tat Dir
    wann (bei welcher Tätigkeit, Ruhe oder Bewegung)
    wo
    wie (wie war der Schmerz: stechend, juckend, pochend, ziehend usw.)
    weh?
    Was half Dir? (Medis, Ruhe o Bewegung, Kälte o Wärme)

    Wenn Du schon Blut lassen musst, frag bitte an, ob die CK-Werte für die Skelettmuskulatur und alle (!) Schilddrüsenwerte mit abgescheckt werden können....

    Es gibt so ca. 450 - 500 versch. rheumat. Erkrankungen und alles hängt in irgendeiner Form zusammen... es gibt einige, die sich gerne miteinander vergesellschaftet... - leider - dadurch kann es durchaus sein, dass der Patient statt 1 auch 2 oder 3 versch. rheum. Erkrankungen hat. Du darfst nicht vergessen, dass das Immunsystem angegriffen wird, quasi die Körperzellen selbst...

    Gute Besserung und viele Grüße
    Colana
     
  7. TriaGirl

    TriaGirl Chrissi

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    Hallo Colana,

    der CK-Wert war bei der letzten Untersuchung grenzwertig hoch (70).
    Bezgl. der Schilddrüse habe ich vor 10 Tagen die Diagnose Hashimoto bekommen. Da die Schilddrüsenhormone noch im Normbereich sind, erklärt das aber laut Arzt meinen schlechten Allgemeinzustand, isb. auch das Fieber nicht.
    Aber Du hast recht, vermutlich hängt doch sehr viel mehr zusammen als man denkt.

    Gruß

    TriaGirl
     
  8. Colana

    Colana Musikus

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  9. Amulan

    Amulan Ich bin harmlos!

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    Hallo,

    wegen dem Hashimoto - nimmst du denn L-Thyroxin?
    Diese Diagnose wurde bei mir auch gestellt, und meine Schilddrüsenwerte waren immer innerhalb der Norm. Trotzdem hatte ich Beschwerden wie z.B. Müdigkeit, Muskelschmerzen und sogar Herzrhythmusstörungen. Das ist alles besser geworden, nachdem ich angefangen habe, L-Thyroxin zu nehmen. Und was ich interessant finde, ist dass ich seit Monaten immer wieder die Dosis steigere und trotzdem die Werte nur langsam besser werden. Ich bin jetzt schon bei 100mg... Dafür ist meine Schilddrüse kleiner geworden, und ich denke, das ist vielleicht auch ein Zeichen dafür, dass sie jetzt entlastet ist, vorher war sie nämlich vergrößert und hat sich wohl angestrengt, um noch ausreichend Hormone zu produzieren.

    Also Fazit: nur die Werte allein sagen nichts aus. Falls du noch kein L-Thyroxin nimmst, solltest du damit beginnen und mal schauen, ob dir das was bringt. Nur braucht man dafür Geduld, weil man mit einer kleinen Dosis anfängt und dann langsam steigert, deshalb ist die Besserung vielleicht nicht gleich in der ersten Woche da.

    Empfehlenswerte Ärzte findest du hier: www.schilddruesenspezialisten.de

    lg
    Sonja
     
    #9 31. Oktober 2007
    Zuletzt bearbeitet: 31. Oktober 2007
  10. TriaGirl

    TriaGirl Chrissi

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    Hallo Sonja,

    meine Endokrinologin hat gesagt, solange die T3/T4-Werte noch im Normbereich seien, würde sie noch keine Medikamente geben. Allerdings bewegen sich die freien Schilddrüsenhormone bei mir deutlich an der Untergrenze. Sie hat mir die Einnahme von Selen empfohlen.

    Bin aber noch nicht sicher, ob ich mir nicht doch einen anderen Schilddrüsenarzt suchen soll, denn ich habe auch schon sehr oft gelesen, man solle ruhig mit einer Substituion anfangen, bevor die Werte außerhalb der Norm sind.

    Gruß

    TriaGirl