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Wirbelsäulenrheuma

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von Galaxy73, 7. Januar 2009.

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  1. Galaxy73

    Galaxy73 Galaxy73

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    Hallo zusammen,
    ich bin zum ersten Mal auf dieser Seite und erhoffe mir einfach Hilfe und vielleicht etwas Unterstützung. Zunächst wünsche ich aber allen ein frohes neues Jahr, viel Glück, Liebe und vor allem Gesundheit!
    Ich selbst bin nicht an Rheuma erkrankt. Mein Mann (36) hat seit über 15 Jahren Probleme und vor erst rund 2 Jahren wurde Wirbelsäulenrheuma bei ihm diagnostiziert. Er hatte eine 2-wöchige stationäre Schmerzbehandlung mit Cortisonspritzen und nimmt seit dem Rheumamedikamente (soweit ich weiss MTX), Schmerzmittel und Magentabletten (wenn nötig).
    Die große Problematik die sich bei uns stellt ist, dass er hinsichtlich der Erkrankung nichts an sich heranlässt, weder alternative Behandlungsmethoden, zusätzliche Unterstützung o.ä. Die Angelegenheit ist mit der Einnahme der Medikamente für ihn abgeschlossen, die Symptome werden einigermaßen eingegrenzt und wenn ein Schub kommt, geht er auch wieder weg. Auffällig sind extreme Stimmungsschwankungen bis hin zu depressiven Verstimmungen auf die ich einfach nicht reagieren kann. Ich habe das Gefühl es wird immer schlimmer. Sind solche zusätzlichen Symptome bekannt und wie reagiere ich als Angehörige darauf? Ich stehe total hilflos dabei und ertrage die Stimmungen, dabei geht unsere Ehe immer mehr und mehr in die Brüche, weil er nicht bereit ist sich helfen zu lassen und die Erkrankung weiter ignoriert. Kann mir jemand helfen? Ich wäre Euch sehr dankbar für ein paar Tipps!
     
  2. Krümmel

    Krümmel Neues Mitglied

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    Hallo

    Hallo Galaxy
    Ich kann mir gut vorstellen das du in einer sehr schwierigen Situation steckst.
    Ich selber habe Rheuma und habe auch lange Zeit niemanden an mich heran gelassen.Leide auch heute noch an sehr ausgeprägten Depressionen hinzu kommt das ich oft denke ich muß alles alleine aushalten.
    Meißt vergißt man das auch die Angehörigen unter der Situation sehr leiden.
    Ich habe dann festgestellt das als wir in einer ruhigen Stunde gesprochen haben das es meinem Mann eigentlich genauso schlecht geht wie mir.
    Ich kann dir nur den Tip geben sprich mit deinem Mann über deine Gefühle und sage ihm auch ehrlich das du eure Ehe in Gefahr siehst.
    Dein Mann wird sich irgendwann öffnen wenn ihm etwas an seiner Beziehung liegt vieleicht hat er einfach momentan so einen Durchhänger das er garnicht weiß wie er alles sagen soll!
    Auch weiß ich das ewige Schmerzen einen Menschen sehr verändern aber dein Mann muß auch verstehen das es ohne dich nur noch schwieriger wird.
    Und glaube mir er wird die Wahrheit vertragen
    Ich wünsche euch das ihr es schafft alles in den Griff zu bekommen und wenn du noch fragen hast kannst du dich ruhig melden
    Liebe Grüße Krümmel
     
  3. Galaxy73

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    Hallo Krümmel,
    ich danke Dir für Deine Antwort. Ich habe schon oft versucht mit ihm darüber zu sprechen, allerdings mauert er sofort. Ich werde es weiter in ruhigen Minuten versuchen. Leider ist er schon soweit das er nach einigen Fehltritten seinerseits vor einigen Wochen erst einmal ausgezogen ist. Wir treffen uns jetzt regelmäßig und die Wochenenden sind wirklich sehr schön. Allerdings lässt er nach wie vor nichts an sich heran und projiziert alles Negative was ist oder passiert auf uns oder mich. Er meint mit seinem Ego alles durchsetzen zu können und das ohne Rücksicht auf Verluste. Kürzlich hat er noch gesagt, er müsste ja alles schneller erledigen als andere, da er nicht weiss wie lange er das könnte, deshalb könnte er keine Rücksicht mehr nehmen. Er scheint völlig vergessen zu haben, das die Unterstützung von Angehörigen viel wichtiger ist als alles andere. Danach kommen dann wieder die euphorischen Phasen. Ich habe einfach sehr große Angst das diese Erkrankung alles zerstört was noch übrig ist, weil ich anscheinend die Einzige in unserer Beziehung bin die das so sieht. Die Stimmungsschwankungen werden dann mit Alkohol betäubt. Ich habe mit drei Ärzten gesprochen, die mir unabhängig voneinander gesagt haben, das ihn seine jetzige Lebensweise, wenn er nicht ganz stark etwas für sich tut, spätestens in 10 Jahren einholen wird. Das macht mich nicht gerader ruhiger. Ich fühle mich einfach total hilflos.
     
  4. CaDoh

    CaDoh Mitglied

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    Hallo Galaxy

    Habe die Berichte gelesen.
    wollte ersteinmal sagen, ich selber bin auch an Rheuma erkrankt. So einiges was Du schreibst als Angehörige kann ich verstehen und auch nach vollziehen.Geht mir manchmal auch so. Ich versuche immer alles von mehrern Seiten zu sehen.
    Wollte mal fragen von wem der Auszug kam? Und von wem aus die erneuten Treffen ausgehen? Sag mal wen Dein Mann es noch nicht begriffen hat, das Du ihn so liebst wie er ist(mit und ohne Erkrankung) dann würde ich mich an Deiner Stelle mal etwas zurück ziehen und abwarten ob er merkt was er an Dir hat/hatte.
    Und zu dem Thema Alkohol: wenn er viel trinkt und davon nichts hören will, kannst Du ihm nicht helfen. Man kann solchen Menschen erst helfen wenn es ihnen ganz schlecht geht und sie am Boden sind.Ich weiß es sind harte Worte, habe es aber selber erfahren. Habe dadurch eine Freeundin verloren, nur weil ich ihr klar machen wollte, dass sie dem Alkohol verfallen war und sie schon sagte: wenn ich etwas tinke dann sind alle Schmerzen weg und es geht mir super! Und das nicht nur einmal und auch schon am Nachmittag und dann auch schon mit Fahne im Dienst. Was aus ihr geworden ist weiß ich nicht sie hat den Kontakt komplett abgebrochen.
    Ich weiß auch, das es kein gutes Gefühl ist nicht helfen zu können, aber manchmal muß man auch los lassen und warten was passiert auch wenn es weh tut.
    Aber ich wünsche Dir von Herzen das alles gut wird. Ich drücke Dir die Daumen. Du hast ein gutes Herz, aber gib Dich nicht selber auf.
    LG CaDoh
     
  5. grummelzack

    grummelzack Barbara

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    hallo galaxy,

    nur ganz kurz, ich nuss heute wieder arbeiten.... Es gab vor kurzem ein bericht im Report (oder war es Monitor?) über ein antidepressiva, daß als hervorstechende nebenwirkung suizidgedanken auslöste. ich kann jetzt auf die schnelle nix zu den details sagen, vielleicht liefert google was.

    es ist aber bekannt daß medikamente auch stimmungsschwankungen verursachen können. wenn dein mann für diese thematik nicht zugänglich ist dann könntest du doch mal mit seinem arzt sprechen.

    gruß

    barbara
     
  6. Galaxy73

    Galaxy73 Galaxy73

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    Guten Morgen,
    der Auszug kam von meinem Mann, nachdem wir durch einige Konflike in unserer Beziehung nicht mehr klar kamen. Er ist fremdgegangen, hatte ständig diese Stimmungsschwankungen und meinte das er einfach Zeit für sich bräuchte, weil er sich gar nicht mehr fühlen würde. Kurze Zeit nachdem er ausgezogen ist und ich ihn komplett in Ruhe gelassen habe, kam er wieder auf mich zu. Die letzten Wochen waren sehr schön teilweise seinerseits sehr euphorisch und jetzt wieder ein Einbruch. Sein Arzt, wie auch mein Arzt, bzw. Heilpraktiker gehen davon aus das es eine Lebenskrise ist, die vom Rheuma und von den Medikamenten noch zusätzlich negativ beeinflusst werden. Ich weiss auch dass ich nichts tun kann um ihm zu helfen, wenn er es nicht selber will, nur kann es nicht ewig so weiter gehen. Daher dachte ich, vielleicht gibt es hier Menschen mit ähnlichen Erfahrungen bzw. Hilfestellung wie ich mich ihm gegenüber verhalten soll. Er weiss genau um was es geht und sagt in unseren Gesprächen auch das er was an sich tun will, aber bisher schafft er es einfach nicht. Die Angst (vor was auch immer) scheint größer zu sein und somit dreht er sich im Kreis. Ich mache mir schon sehr große Sorgen um ihn und es stimmt natürlich, es ist sehr sehr schwer jemanden den man sehr liebt einfach so seinen Weg gehen zu lassen obwohl man weiss das es nicht gut ist. LG Galaxy
     
  7. Juliane

    Juliane Neues Mitglied

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    Hallo Galaxie,
    ja, so was kenn ich auch. Es ist als Partner sehr schwer damit zurecht zu kommen. Mein Rat: rück seinen behandelndes Ärzten auf die Pelle und laß bloß nicht locker! Das kann man nicht aussitzen! So mußt Du froh sein, wenn der Zustand so bleibt wie er ist und sich nicht weiter verschlechtert.
    Ich will Dir wirklich keine Angst machen, nur die Dringlichkeit vor Augen halten.
    Ruf den Dr. wieder an, frag nach einer Klinikmaßnahme, immer wieder. Jetzt schon, weil Dein Mann sich erst mal lange Zeit streuben wird und auch ein Platz gefunden werden muß.
    Ambulante Gespräche einmal in der Woche sind NULL, mal davon abgesehen, das es Wartezeiten von 6-12 Monaten und länger gibt.
    In seinem Umfeld kommt er da nicht mehr raus, auch nicht mit anderen Tabletten. Und sein Job kann auch noch flöten gehen.
    Ich weiß, wovon ich rede, leider.
    Nur Mut, nimm die Sache selber in die Hand. DU schaffst das.
    LG von Juliane.
     
  8. Meerli13

    Meerli13 Meerschweinchen-Guru

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    Hallo Galaxy!

    Habe selbst auch so was ähnliches in der Familie. Man steht hilflos daneben, aber es gibt Leute die Angehörigen helfen können, und zwar der Sozialpsychartrische Dienst. Dort sind Psychologen mit denen man reden kann, im schlimmsten Fall nehmen sie auch Kontakt zum Hausarzt von deinem Mann auf, oder werden ihn selber kontaktieren. Also keine Sche hilfe in Anspruch zu nehmen. Auch man selbst bekommt dort Beistand und tipps wie man mit umgehen kann.

    Gruß Meerli
     
  9. Gitta

    Gitta Aktives Mitglied

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    Bärlin :-)
    such einen verhaltensterapheuten.erst mal einen für dich.
    dann kannst du die probleme angehen.wir sind beide scherzpatienten und
    es ist so,das ich das gefühl hatte immer 100 % geben zu müssen.
    mittlerweile kann ich ganz gut mit der situation umgehen,ausser es kommt von andere seite noch viel dazu.
    ein gemeinsamer arzt hat vor und auch nachteile,das weiss ich aus eigener erfahrung.
    vieleicht solltet ihr auch mal gemeinsam mit eurem hausarzt sprechen,das kann helfen.mir geht bei dieser geschichte soviel durch den kopf,das ich wohl keinen vernünfitigen beitrag zustande bringe.per pn antworte ich auch,wenn du möchtest.
    biba
    gitta
     
  10. Galaxy73

    Galaxy73 Galaxy73

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    Hallo ihr Lieben,
    vielen Dank für Eure Tipps, ich versuche mal einige davon anzuwenden. Ich selbst bin schon in Therapie, da ich durch die Ereignisse im letzten halben Jahr ziemlich zusammengebrochen bin. Naja, jetzt versuche ich irgendwie mit der Situation klarzukommen und was zu verbessern. Tja, und da stoße ich auf Mauern und einen riesengroßen Egozentriker. Vielleicht muss ich das einfach so hinnehmen, keine Ahnung. Ich kann ihm ja auch nicht helfen oder die Angst oder die Schmerzen nehmen. Aber hilft es nicht schon wenn man weiss, es gibt Menschen die immer für einen da sind und einen lieben? Warum will er nur mit allem alleine fertig werden? LG Galaxy