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wir wissen nicht weiter

Dieses Thema im Forum "Ich bin neu!" wurde erstellt von Sonnenblume1, 3. Juli 2011.

  1. Sonnenblume1

    Sonnenblume1 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    3. Juli 2011
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    Hallo,

    vielleicht finden wir hier etwas Hilfe.

    Mein Mann, 45, hat seit 9 Wochen Probleme. Es fing an mit einem schmerzhaften Knie, inkl. Schwellungen, etc.. Er konnte nicht mehr auftreten, das Bein nicht beugen und hatte richtig starke Schmerzen. Befund war zuerst Gicht, weil er da häufiger Probleme mit hatte. Besserung war nicht in Sicht für mehrere Wochen.

    Er ging vom Hausarzt zum Chirurgen, zum Orthopäden, wieder zurück, war in einer Sportklinik zur Untersuchung, dann beim Rheumatologen, Lungenfacharzt, etc..

    Dann wurde ein MRT gemacht, mit verschiedenen Sachen (Knorpelschäden, Baker-Zyste, etc.) und der Empfehlung sich einem Rheumatologen vorzustellen. Der 1. hatte einen Termin im Januar, der 2. dann nach 6 Wochen. In der Zwischenzeit ließen Schmerzen sehr langsam nach und der Rheumatologe (ist auch Orthopäde)meinte dass er Blut abnimmt und ansonsten man mal eine Arthroskopie machen sollte.

    Blutabnahme war am 20.6., Befund war Mittwoch da. Ergebnis:

    Yersinien positiv
    Chlamydia pneumoniae positiv
    Chlamydia trachomatis negativ
    Adeno-Virus positiv
    Borrelien IgG positiv, IgM negativ
    (die Banden im Westernblot waren aber negativ außer 41kd, was aber unspezifisch ist)

    Die typischen Rheumawerte wie Rf. Ana, Anti CRP sind alle ok.

    In der Zeit vom 1. Rheumatologentermin am 17.6. bis jetzt haben sich folgende Veränderungen ergeben.

    Entzündung des anderen Knie, ohne Schwellung, seit 25.6. jetzt aber beide Füße stark entzündet, geschwollen. Mein Mann kann kaum auftreten, schlafen, hat solche Schmerzen. Ibu600 nimmt er seit Beginn der ersten Probleme in Höchstdosierung ohne Wirkung. Diclo ebenfalls ohne Wirkung. Seit Mittwoch Novalgin ohne Wirkung. Er kommt nur noch auf allen Vieren die Treppe runter.

    Er hat in den letzten 6 Wochen 9 kg abgenommen, ohne weniger zu Essen, etc..
    Außerdem hat er einen hartnäckigen Husten.

    Donnerstag wieder beim Rheumatologen, der uns aufgrund der Chlamydien zum Urologen schickte. Auf meine Anmerkung dass es sich doch nicht um C. trach. handelt meinte er, trotzdem müsse man schauen ob der Erreger in der Harnröhre festgestellt werden kann. (es gibt allerdings keine Möglichkeit dass er sich angesteckt haben könnte)

    Auf meine Frage, was mit Ansteckung der Yersinien oder Cpn. sei, weil wir 2 kleine Kinder haben, meinte er, wir sollte da etwas vorsichtig sein. Prima Aussage, danke!

    Ich hab dann gesagt dass er diesen hartnäckigen Husten hat und er hat uns dazu noch eine Überweisung zum Lungenfacharzt gegeben. Er könne uns jetzt nicht mehr weiterhelfen. Auch andere Medikamente hat er abgelehnt und wieder Diclo aufgeschrieben.
    Urologe hatte die Praxis geschlossen, Lungenfacharzt hat untersucht, ohne Befund.

    Nun stehen wir da, wissen gar nicht mehr weiter, was wir tun können. Mein Mann dreht echt am Rad bei den Schmerzen, ich weiß nicht was ich mit ihm noch machen soll.

    Waren dann Freitag beim Hausarzt, der über den Rheumatologen auch nur den Kopf geschüttelt hat. Überweisung zum Urologen sollten wir wegschmeissen und er hat uns direkt einen Termin für Montag, also morgen, im Rheumazentrum Herne besorgt mit der Diagnose Yersinien-Arthritis.

    Ich bin jetzt total unsicher ob wir in Rheumazentrum richtig sind. Was ich so lese über Cpn. macht mir Angst (in einem Forum steht dass es kaum Spezialisten gibt und die sich im Prinzip selber behandeln, etc.). Steht die Cpn. im Vordergrund, oder die Yersinien? Was bedeutet der Borrelienbefund? Können wir das abhaken oder bleibt die Befürchtung?

    Zählen all diese Sachen zu Rheuma? Werden die meinen Mann morgen wohl dabehalten? Er hat einen ambulanten Termin, aber zur Not auch direkt eine Einweisung mitbekommen.

    Würde mich riesig über etwas Hilfe freuen. Danke!

    Viele Grüße
    Sonnenblume1
     
  2. kukana

    kukana Moderatorin

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    Hallo,
    die Ergebnisse hören sich an nach einer Infekt bedingten Arthritis, die Adeno viren können Lungenprobleme machen,längerfristig auch Arthritis, Yersinien können ebenso Gelenkschmerzen verursachen.
    Die Rheumaklink wird das entsprechend abklären, und später würde ich einen internistischen Rheumatologen aufsuchen, keinen orthopädischen.

    Gruß Kukana
     
  3. Colana

    Colana Musikus

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    Hallo Sonnenblume,

    schau mal hier:

    http://www.chlamydiapneumoniae.de/

    Auch dabei kann es zum Husten kommen.

    Da kannst Du so einiges nachlesen darüber.

    Ansonsten seid ihr auf jeden Fall erst ein Mal richtig dort.
    Dein Männe kann dort untersucht werden und die Wege
    sind kürzer... ich denke mal, dass er auch dort ordentlich
    mit Medis erst ein Mal eingestellt wird, damit er diese los
    wird.

    Alles andere muss dann nachfolgen.

    Wg der Borrelien hast hier noch ein Link, dort ist u. a. auch
    eine Ärzteliste enthalten:

    http://www.borreliose24.de/

    Ich wünsche Deinem Mann gute Besserug und dass es ihm bald wieder
    besser geht.
     
  4. Rosenfreak

    Rosenfreak Neues Mitglied

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    Ich war bei 6 !!!! Ärzten bis festgestellt wurde dass ich Gelenkrheuma habe.
    Da hilft für die Schmerzen nur Arcoxia. Andere Schmerzmittel wirken bei Autoimmun-Krankheit nicht. Bin auch auf allen vieren die Treppe hoch gekrochen.
     
  5. Sonnenblume1

    Sonnenblume1 Neues Mitglied

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    zurück vom Rheumazentrum

    Hallo,
    wir sind wieder zurück aus dem Rheumazentrum, mein Mann wurde nicht dort behalten. Die Untersuchungen waren sehr gründlich, Sono, Blutabnahme, MRT vom Fuß.
    Man geht von einer reaktiven Arthritis aus, die von Yersinien ausgelöst wurde. Im Januar hatte mein Mann eine Grippe und etwas später Durchfall.

    Behandelt wird jetzt mit Sulfasalazin und Prednisolon.

    Meine Sorge bleibt aber, dass die Chlamydien pneun. außer Acht gelassen wird. Sollten die Biester noch aktiv sein, wäre Cortison doch fatal, oder? Uns wurde gesagt dass ganz viele Leute Chlamydien haben und nur wenige Arthritis davon bekommen. Hm...

    Und dann liest man überall, dass die Yersinien auch mit Antibiotika behandelt werden müssen, das hat er nun gar nicht bekommen.

    Na ja, eigentlich bin ich sehr froh dass es nun irgendwie mit einem Plan weitergeht, aber auch unsicher ob es damit dann getan ist.

    Was denkt Ihr?

    Viele Grüße
    Sonnenblume
     
  6. kukana

    kukana Moderatorin

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    Hallo,
    Soweit ich erinnere habe ich damals bei meiner Yersinien Arthritis ein Tetracyclin bekommen. Aber es ist schon sehr lange her. Die reaktive Arthritis hielt eine Weile an, ließ sich aber mit normalen Antirheumatika behandeln.

    Die autoimmun bedingte Arthritis die ich heute habe verläuft sehr viel anders, aggressiver und ausdauernder.

    Dein Mann hat da gute Chancen dass seine Beschwerden besser werden, frag wegen Antibiotika nochmal nach.

    Gruß Kuki