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Wieder jemand der "nichts hat"...? Bitte um Rat

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Stina73, 17. Dezember 2008.

  1. Stina73

    Stina73 Neues Mitglied

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    17. Dezember 2008
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    Hallo an alle :)

    Nachdem ich mich hier etwas durchgelesen habe, fühle ich einerseits Erleichterung dass ich wohl nicht die einzige bin die z.T. nicht ernst genommen wird, andererseits ist es wirklich erschütternd was anderen wiederfahren ist (und einen evtl. noch erwartet...!)

    Da mir noch ein paar Sachen unklar sind, möchte ich euch von meiner Odysee berichten und hoffe auf den ein oder anderen Tipp :cool:

    Ich habe seit 3 Monaten starke Schmerzen in der linken Hand und zeitweise starke Schmerzen in beiden Hüftgelenken und bin inzwischen bei 7 verschiedenen Ärzten gewesen.

    Muss dazu sagen dass ich seit 25 Jahren Diabetikerin Typ 1 bin. So war mein erster Gang zum Internisten. Der machte ein grosses Blutbild, Borreliosetest, ein Ultraschall des Beckens/der Nieren. Stellte ein Myom in der Gebärmutter fest und schickte mich zum Frauenarzt.

    Die Frauenärztin machte ein Ultraschall den ich selber zahlen durfte um festzustellen "Sie haben nichts"

    Als die Schmerzen in der Hand Anfang Oktober unerträglich wurden, ging ich zum Hausarzt, der mich zum Orthopäden schickte.
    Orthopäde 1 war keine 2 Minuten im Sprechzimmer und komplimentierte mich mit ner Krankmeldung und dem Satz "...na, zu lang aufm Oktoberfest gewesen?" raus.

    Drei Wochen später, Orthopäde 2 macht eine Röntgenaufnahme der Hände und der HWS, renkt meinen Wirbel ein, sagt "sie haben nichts", verschreibt Diclofenac :rolleyes: und schickt mich zur KG

    KG muss nach der 2. Behandlung abgebrochen werden weil die Schmerzen unerträglich sind.

    Ich werde zum MRT geschickt. Befund: Wassereinlagerungen an beiden Handwurzelknochen - Orthopäde guckt drauf und sagt... tadaa "sie haben nichts"
    Auf Diclofenac reagiere ich inzwischen mit Hautausschlägen und Übelkeit und setze es ab.

    Inzwischen sind 3 Monate vergangen, ich bin durch die Schmerzen total eingeschränkt. Inzwischen sind beide Hände betroffen und jeder Hangriff wird zur Qual.


    Gestern dann der Befund des Skelettszintigramms:
    Retropatellararthrose beidseits, aktivierte Degenerativa im Handwurzelareal beidseits sowie im Schultergürtel, Hyperostosis der ISG rechts, aktivierte Hypermineralisation der Hand-Grundgelenke, Arthrose des rechten Ellenbogengelenks. Pelottierung der Harnblase von cranial (Hallo Frau Gynäkologin die diese etwa Faustgroße Delle die meine Gebärmutter auf der Blase verursacht übersehen hat)

    3 mal dürft ihr raten was der Orthopäde nach einem kurzen Blick darauf sagte... "sie haben nichts" :uhoh: "aber ich verschreib ihnen mal 10 mg Cortison, dann sehen wir weiter" :confused:

    Cortison verträgt sich sehr schlecht mit meinem insulinpflichtigen Diabetes, mir ist schlecht, ich kann nicht schlafen und Schmerzen hab ich trotzdem noch.

    Jetzt meine Fragen an euch liebe Leute...
    WAS SOLL ICH DAVON HALTEN??

    Und was mich noch beschäftigt...
    Im Moment ist nicht an Wiedeaufnahme meiner Arbeit zu denken (obwohl ich ja NICHTS habe), aber wie stehen die Chancen...? Mich würde interessieren wie viele von euch nach der Diagnose Rheuma zurück in die normale Arbeitswelt konnten.

    Puh, danke für die Aufmerksamkeit
    :)
     
    #1 17. Dezember 2008
    Zuletzt bearbeitet: 17. Dezember 2008
  2. spiritrider

    spiritrider Neues Mitglied

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    Hallo Stina, erstmal ein herzliches Willkommen hier :top:

    Ich hab jetzt auch nach 3 Jahren Ärzte-Odyssee meine Diagnose bekommen, allerdings vom Hausarzt und nicht vom Rheumatologen. Der war dazu leider nicht in der Lage.

    Die ganzen 3 Jahre durfte ich mir auch immer anhören, da wäre nix, da ich seronegativ bin, d.h. ich habe keine Entzündungswerte im Blut.

    Ich kann dir nur anraten, tritt den Orthopäden in die Tonne und versuch einen Termin bei einem guten Rheumatologen zu bekommen. Dein Arzt kann oder will anscheinend nicht eingreifen. Ich hab mit den Orthopäden keine guten Erfahrungen gemacht, zumindest nicht bei uns. Als ich vor Jahren mit unerträglichen Rückenschmerzen hinging, hiess es nur, nehmen sie erstmal 15 kg ab, dann sind auch ihre Schmerzen besser. DANKE! Nur wurden die Schmerzen auch nach Gewichtsabnahme nicht besser...

    Ich hab mit meiner RA auch grosse Probleme mit den Händen, stark geschwollen, schmerzen sehr, die Schmerzen zogen sich schon bis zur Schulter rauf. Nach einer Corti-Stosstherapie ist es jetzt besser.

    Wie gesagt, such dir einen guten Rheumatologen und zeig ihm deine Ergebnisse. Ich halte dir die Daumen.

    LG
    Sylvie
     
  3. Sonnenaufgang

    Sonnenaufgang Neues Mitglied

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    Hallo Stina,
    kann sehr gut nachempfinden, wie es dir geht.
    Hast Du mal mit deinem Diabetes-Doc bzgl. einer Cortison-Therapie gesprochen? Vermutlich ließe sich doch durch eine entsprechende Anpassung der Insulininjektionen beides miteinander vereinbaren, oder?
    Ich denke, du solltest es auf jeden Fall versuchen.
    Das Einholen einer zusätzlichen Meinung bei einem internistischen Rheumatologen ist aber sicher auch sinnvoll. Dieser dürfte auch Erfahrungen im Hinblick auf die Behandlung von "entzündete Gelenke" und "Diabetes" haben.
    Viel Erfolg und gute Besserung.
    Sonnenaufgang
     
  4. Aquarell

    Aquarell Sharpie

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    Hallo Stina,

    erstmal Herzlich Willkommen!!!

    Ich schließ mich meinen Vorschreibern an: bitte laß dir einen Termin bei einem Rheumatologen geben.
    Ich hatte/habe auch Probleme mit den Händen und Ellenbogen (wurde jahrelang als Tennisellenbogen diagnostiziert :rolleyes:)
    Mein Mann hat auch Diabetes und muß nun Cortison nehmen (wg. Sarkoidose) und die Blutzuckerwerte spielen da schon verrückt. Es dauert ein wenig bis man herausgefunden hat wieviel mehr Insulin man spritzen muß um das Cortison zu "kompensieren".

    Ich war noch nie aus der normalen Arbeitswelt draußen. Trotz oder mit Diagnose arbeite ich weiterhin. Klar gibt es schlechte Tage an denen es mir echt schwerfällt was zu tun ... aber ich hab Büro und Atelier im Haus und kann also jederzeit eine Pause einlegen wenn es nicht mehr geht. Und ich kann auch nachts arbeiten, wenn mal wieder Schlaflosigkeit angesagt ist :rolleyes:
     
  5. Siggy

    Siggy Siggy

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    Hallo Stina,

    willkommen hier im Forum,schön dass mal wieder jemand aus
    Bayern mit dabei ist!!!!!:a_smil08:
    Ich hatte 4 Jahre Schmerzen,bis endlich die Diagnose gestellt wurde,
    bin bis in der Uni Erlangen gelandet,die Ärzte bei uns am Klinikum und
    im weiteren Umfeld haben damals alles auf die Psyche geschoben,die
    zwar auch sehr angeknachst war,aber das war ja kein Wunder.
    Musste leider mein Geschäft 2004 aufgeben,da ich körperlich und
    psychisch nicht mehr in der Lage war,Beruf und Familie zu bewältigen.
    2005 hatte ich dann endlich die Diagnose und es ging mit der Behandlung
    los,allerdings bin ich innerhalb von 4Wo. wg. dem Corti an Diabetes TypII
    erkrankt und musste auf MTX umgestellt werden.
    Diabetes und Corti sind so ne Sache,sogar beim reduzieren des Cortis
    hat mein Blutzucker immer verrückt gespielt.Bist Du nicht bei einem
    Diabetologen,frag unbedingt dort nach.
    Auch gib bitte nicht auf,wie schon geschrieben,such Dir unbedingt einen
    guten internistischen Rheumatologen,schon in Hinblick auf Deinen Diabetes.
    Ich wünsch Dir viel Kraft,lass Dich nicht unterkriegen.

    lg Sieglinde
     
  6. Stina73

    Stina73 Neues Mitglied

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    Den Termin beim Rheumatologen habe ich bereits im November vereinbart. Wartezeit 3 Monate. Ich werd also Ende Januar auf jeden Fall dorthin gehen.

    Ja der Diabetologe kennt mich nun schon 10 Jahre und unterstütz mich, trotzdem ist es schwierig Cortison und Diabetes unter einen Hut zu bringen.

    Das ist natürlich schön :) In meinem Beruf gibt es 3 Schichten, ständigen Sterss und manchmal 8 Stunden OHNE Pause. Dazu die Verantwortung für noch gebrechlichere Personen als mich :D;) (waschen, lagern, stützen, heben, festhalten - da kann ich mir keinen Fehlgriff erlauben)
    Ich bin jetzt leider schon 3 Monate krankgeschrieben und kümmere mich "nur" um Haushalt und 3 Kinder. Was mir in der momentanen Verfassung eh schon alles abverlangt :(

    Danke für alle Willkommensgrüße und guten Wünsche :) Man fühlt sich hier wirklich gut aufgehoben.

    LG
     
  7. anke65

    anke65 Neues Mitglied

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    Hallo Stina73

    Hallo Stina73,
    bin vor 6 Jahren an Rheuma erkrankt. Ich hatte das Glück, daß es bei mir innerhalb von einem halben Jahr festgestellt und so behandelt wird, das ich z.Z. damit gut leben kann. Bis zur richtigen Medikamenteneinstellung war ich 9 Wochen krankgeschrieben. Davor und danach war bzw. bin ich voll berufstätig als Filialleiter im Supermarkt (d.h. kassieren, Ware verräumen, putzen u.s.w.).
    Was ich damit sagen will, gib die Hoffnung nicht auf. Auf schlechte Tage folgen auch immer wieder gute.
    Gute Besserung !:)
    Anke