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wie würdet ihr euch verhalten ?

Dieses Thema im Forum "Kaffeeklatsch" wurde erstellt von JuliaKern, 13. Dezember 2003.

  1. JuliaKern

    JuliaKern Neues Mitglied

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    hallo ihr lieben,

    brauche mal ein paar tipps von euch, wie ihr reagieren würdet.
    ich war bisher immer in einer uniklinik in behandlung und man weiß nicht mehr, als dass ich eine undiff. kollagenose habe. da ich aber dort bei jedem besuch einen anderen arzt und somit auch keinen "richtigen" ansprechpartner, hab ich beschlossen mir in einen arzt (zwar auch in einer klinik) zu suchen, der für mich fester ansprechpartner sein sollte. habe also sämtlich untersuchungsberichte uws. zusammengetragen und diese mitgenommen. das gespräch verlief sehr sachlich, wobei ich bei vielem nicht die gelegenheit bekam, das zu sagen was ich mir stichwortartig notiert hatte. er machte sich notizen, da ich nicht - wie sonst wohl üblich- die unterlagen bei der sekretärin abgegeben habe. ich habe von dem arzt gefordert, dass er ohne vom kollegen vorinformiert zu sein, ein bild von mir bzw. meinen beschwerden macht.
    schon während des gespräches stellte ich fest, dass unsere wellenlänge nicht unbedingt auf einer ebene lief, da ich wohl einige "fehler" hatte. ich bin ein sehr selbstsicherer mensch, mit mir und der welt im einklang und habe durchaus eine positive einstellung zum leben, was natürlich auch dazu beiträgt, dass ich nicht vor einem "ranghöheren" das genick einziehe. dazu kommt, dass ich nicht zu übersehen bin, weniger von der größe, denn die hat sich mehr in die breite verlagert. irgendwie hatte er ein problem damit, dass ich mich nicht heulend und wie ein häufchen elend vor ihn gesetzt habe. ich weiß, dass es mit wenigen worten nicht so gut zu erklären ist, aber ich möchte, dass ihr euch ein ungefähres bild machen könnt. ich bin einfach so wie ich bin und wenn ein anderer damit ein problem hat, ist das seines und berüht mich nicht im geringsten.
    ich habe nun eine kopie seines berichtes an meinen hausarzt bekommen, aber was ich das gelesen habe, macht mich auch nach drei tagen noch zornig. in dem bericht steht z.b. eine diagnose über "seine" kernspinauswertungen einer anderen klinik( ich hatte die bilder in kopie mit, aber er hatte diese nicht einmal angesehen und mir diese gleich wieder mit nach hause gegeben ). das finde ich schon etwas merkwürdig. außerdem stand in einem bericht von vor drei jahren ein hinweis, dass ich eine nebenhöhlenentzündung hätte, das wurde in bericht erwähnt, wie wenn man es eben gerade erst festgestellt hätte und ich das schnellstens prüfen lassen müßte. ferner ist er der meinung, dass ich die medikamente, welche ich in der anderen klinik verschrieben bekommen habe entbehren könnte. natürlich hätte ich ein erhöhte bsg ( meist so um die 50/70 zuletzt aber auch schon 110/152 ) und crp ( meist so zwischen 36 - 58 ) und das sollte man vielleicht abklären, aber ne richtige diagnose können man nicht stellen, es sei denn, man würde von einer undiff. kollagenose ausgehen. allerdings würde viele symptome in richtung fibro abzielen. aber sowas richtig entzündliches könne er nicht feststellen. dies wurde alles so formuliert bzw. in anführungzeichen geschrieben, dass es aussieht wie typisch simulant. mir kommt jetzt noch die nicht mehr vorhandene galle hoch, wenn ich an diesen unverschämten und nur bei alten berichten abgeschriebenen brief denke. da es mir wirklich immer schlechter geht und meine lebensqualität voll gegen null geht, bin ich nicht bereit, so etwas hinzunehmen.
    wie würdet ihr reagieren ?
    ich habe am montag einen termin bei meinem hausarzt und werde diesem auch meine meinung zu diesem bericht kundtun. außerdem habe ich meinen mann gebeten an diesem gespräch teilzunehmen. ich muß nicht mit aller macht eine "krankheit" haben, ich will einfach nur geholfen bekommen, damit es mir wieder einigermaßen besser geht und ein stück weit meine lebensqualität wiederkehrt. das es nicht mehr 100% wird, ist mir klar. aber null ist halt auch nichts. danke fürs "zuhören"
    grüßle und schönes wochenend - J.
     
    #1 13. Dezember 2003
    Zuletzt bearbeitet: 14. Dezember 2003
  2. Monsti

    Monsti das Monster

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    Hallo Julia,

    denke mal, Du verhältst Dich angemessen, bist halt nur wieder mal an den falschen Arzt geraten. Für mich wäre es ganz sicher der erste und letzte Besuch bei dem gewesen. Dass Dein Mann zum Gespräch beim Hausarzt mitnimmst, finde ich richtig. Übrigens mache ich das in schwierigen Situationen auch.

    Wünsche Dir, dass Du bald in den richtigen Händen landest!
    Liebe Grüße von
    Monsti
     
  3. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    hallo,

    das gibt es immer wieder was du erlebt hast, viele hier haben das auch so oder
    so ähnlich erlebt. klar und verständlich, dass man dann zornig ist. ich hoffe für
    dich, dass dein hausarzt dich unterstützt und auf deiner wellenlänge ist.
    ich schätze, es wird dir nichts anderes übrigbleiben, als dich auf die suche nach
    einem anderen doc zu begeben, dass das etws dauern kann bis man sich endlich
    gut aufgehoben fühlt, ist bekannt. ging mir auch so. inwiefern es sinn macht,
    den arzt auf seinen bericht anzusprechen, sei mal dahingestellt, so wie ich
    mich kenne, würde ich zumindest anrufen und sagen, dass ich doch verwundert bin.
    da dich ja als starke persönlichkeit beschreibst, dürfte dir das nicht schwerfallen.
    allerdings, hmmmmm..... brauchst du deinen mann als begleitung... :))

    ich wünsche dir auf dem weiteren weg einen guten arzt zu finden alles gute
    und viel erfolg, vielleicht berichtest du mal davon.

    marie
     
  4. JuliaKern

    JuliaKern Neues Mitglied

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    danke für eure antworten

    hi,

    zuerst einmal vielen dank für eure antworten.

    ich bin in der zwischenzeit soweit, dass ich erst mal das gespräch mit meinem doc abwarte. meinen mann nehme ich natürlich nicht als sprecher mit. ich möchte einfach wissen, ob vielleicht ich mit meinem auftreten, ausdrucksweise usw. es nicht richtig rüberbringen kann und deshalb für einen arzt die meinung entstehen muß, dass alles nicht so schlimm ist.

    trotzdem kann und werde ich diesen brief nicht entschuldigen, den es ist nur ein zusammenschnitt der von mir mitgelieferten untersuchungsberichte. diese wurde jedoch mit jedem satz in frage gestellt. wäre ne eigene meinung dabei gestanden, hätte ich es ja noch akzeptieren können, aber so sehe ich es eigentlich mehr als das ergebnis eines falsch eingesetzen urlaubstages.

    bin mal gespannt was mein doc dazu meint.

    wünsche euch einen schönen start in die neue woche

    gruß - j.
     
  5. eli

    eli Neues Mitglied

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    Hallo Julia, hast Du schon mal daran gedacht, Deiner Krankenkasse, vor allem aber der Kassenärztlichen Vereinigung oder einer sonstigen Standesvertretung der Ärzte einen Brief mit Deinen Erfahrungen zu schreiben. Das würde ich Dir dringend empfehlen! Ich finde, es ist unbedingt notwendig, dass solche Ärzte mal eins auf die Finger kriegen. Doch wenn Du Dich nur vor Dich hin ärgerst, ändert sich nichts. Vielleicht wendet sich ja Dein Hausarzt mit irgendeiner Kritik an den Arzt, mit dem Du schlechte Erfahrungen gemacht hast. Mein Rheuma-Doc hat z. B. in meinem Beisein einen Orthopäden angerufen, der mich monatelang falsch behandelt und dann noch dafür gesorgt hat, dass ich unnötigerweise am Knie operiert wurde. Das mit der völlig überflüssigen Op (ich hatte Bakterien im Knie, ehe ich Monate später an Rheuma erkrankte) hat der Rheuma-Doc dem Orthopäden knallhart unter den weißen Kittel gedrückt!!!! Nun wird der künftig zumindest immer auch eine bakterielle Erkrankung in Erwägung ziehen, wenn Leute angehumpelt kommen.
    Dass ich an Deiner Stelle zu dem komischen Arzt nie mehr hinginge, brauche ich Dir sicher nicht zu schreiben. In KA und Umgebung gibt es ja mehrere Rheumatologen. Sicher wirst Du einen finden, der fit ist und Dir auch zuhört, egal wie klein/groß, schmal/breit Du bist!!!!
    Ansonsten kannst Du Dich immer noch an Doktor Langer wenden (der hat hier Rheuma-Online initiiert). Alle, die schon in seiner Sprechstunde waren (muss man privat bezahlen) sind begeistert --- viele haben von ihm erstmals die richtige Diagnose bekommen.
    Ehe es ein Roman wird, mache ich schnell Schluss. Viel Erfolg! Eli