Diagnose
Hi Barbara
Ja natürlich ist die "differenzierte" Diagnose wichtig. Gleich jedoch ist, daß diese Rheumaerkrankungen autoimmune Erkrankungen sind, die als "entzündliche rheumatische Systemerkrankungen" oder auch als "Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises" beschrieben werden.
Bestimmte von ihnen sind nach den Ärzten benannt, die sie zuerst klassifiziert und gegen andere abgegrenzt haben.
Die Kompliziertheit der Rheumatischen Erkrankungen kann man schon an der Ausbildung eines Arztes sehen, der sich "Rheumatologe" nennen darf. In der Regel haben diese Ärzte ein Studium der Medizin als Facharzt für Inneres oder Orthopädie abgeschlossen. Danach absolvieren diese Internisten oder Orthopäden eine zweijährige Zusatzqualifikation (sollen 3 werden) und schließen diese mit Prüfung vor der Ärztelandeskammer ab. Meist arbeiten sie dazu in einer kompetenten Fachklinik. Und wichtig ist, daß eine ständige Weiterbildung erwartet wird.
Der Rheumatologe setzt in der Regel gegen diese Krankheiten Medikamente, physikalische Therapie und Patienteninformation ein, diese richten sich nach der Diagnosestellung.
Und schon sind wir wieder bei der Verschiedenheit der Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises.
Diese Medikamente sind schmerzlindernd, muskelentspannend oder entzündungshemmend, bzw. eine Kombination derselben.
So werden bei der Rheumatoiden Arthritis (entzündliches Rheuma) Basistherapeutika eingestezt, bei Osteoporose dagegen prophylaktisch wirkende Medikamente um den Knochenschwund zu bremsen.
Auich die klinischen Nachweise können sich unterscheiden z.B. zwischen Röntgen/Szintiogramm oder MRT.
Bei den Befunden heißt chronisch soviel wie "immer wiederkehrend bzw. sich tendenziell verschlimmernd" und poly immer "viele".
Unterschieden wird oft zum Verlauf der sich ähnelnder Erkrankungen, Verknöcherungen bei Bechterew, Zerstörung i.b. der kleineren Gelenke bei Psoriasisarthritis oder Gelenkschäden bei seitengleichen oder versetzten Befall körpernaher Gelenke bei Polyarthritis. Dementsprechend geht es in der Behandlung darum die Entzündung zu stoppen und frühstmöglich die "drohenden Folgen" abzuwenden.
Einhergehend mit Rheuma ist vielfach ein sich verschlechternder Allgemeinzustand und angrenzende psychische Problme. Auch dazu muß der Rheumaarzt sich auskennen.
Und neben der medizinischen Seite geht es um die Krankheitsakzeptanz und Kenntnis der Problematik durch den Patienten.
Ja soweit kurz dazu...man könnte vielmehr zum Thema schreiben, vielleicht noch, daß die Forschung zwar weiter fortschreitet und Hoffnungen setzt , aber insbesondere die Fragen der fachlichen und personellen Seite dringenden Handlungsbedarf haben und die Kostenfrage auch noch zu oft im Vordergrund steht.
Und damit steht auch in diesen Bereichen das "Prinzip Hoffnung" meines Erachtens zu sehr im Verdergrund.
Ich wünsch allen .....jetzt sag ich mal .....son Hausarzt wie meinen, aber vielleicht sollte der in die Politik gehen ??
"merre"