Hallo Jomenda,
ja, es kann sein, dass dein Sohn schon Rheuma hat. Es trifft leider auch bereits sehr kleine Kinder. Und eine familiäre Häufung ist zu beobachten.
Rheuma kann man zum Teil in den Blutwerten der Kinder feststellen. Erhöhte Blutsenkung und ein erhöhter CRP-Wert weisen auf eine Entzüngung im Körper hin. Es kann evtl. auch ein erhöhter Rheumawert da sein, muss aber nicht. Auch mt Bildgebenden Verfahren lassen sich manchmal die Entzündungsherde aufzeichnen.
Es kann auch sein, dass man am Blut oder anderen Verfahren überhaupt nichts feststellen kann, dann kann man nur von den Beschwerden ausgehen.
Wenn dein Kinderarzt gleich darauf tippt, dann habt ihr echt Glück gehabt. Viele Kinder laufen jahrelang mit schmerzenden Gelenken durch die Gegend, weil kein Arzt darauf kommt, das ja auch Kinder schon Rheuma haben können.
Stell dein Kind auf alle Fälle einmal bei einem Kinderrheumatologen vor. Ein "normaler" Rheumatologe hat nicht die Ahnung von Kindern. Bei denen ist doch alles ziemlich speziell. Lass dich auch nicht von deinem Kinderarzt davon abbringen, wenn die Blutwerte o.k. sein sollten. Diese sagen nicht alles aus. Bei menem Sohn z.b. kann man NIE etwas in den Blutwerten sehen, trotzdem sind hohe Entzündungsaktivitäten da. Im letzen Jahr saß er über 6 Monate im Rollstuhl ohne dass man irgendetwas aus dem Blut sehen konnte. So schlimm muss es aber nicht kommen. War schon ziemlich extrem.
Und Wachstumsschmerzen treten eigentlich nie einseitig auf und ich glaube auch nur Nachts. Wenn dein Sohn also über einseitige Schmerzen klagt, die auch Tagsüber anhalten solletst du ihn auf alle Fälle einem Kinderrheumatologen vorstellen. Umso eher die richtige Therapie begonnen wird, umso besser der Krankheitsverlauf. Jede Entzündung kann irreparable Schädigungen am Gelenk/Knochen hinterlassen.
Ene Menge Infos über Kinderrheuma, Kinderrhaumatlogen und Behandlungsmöglichkeiten findest du unter:
http://people.freenet.de/sbuck/rrheuma.htm
Ich wünsche deinem Sohn alles Gute.
Und lass doch mal von dir hören...
Gruß
anko